Logo ADS-bei-Erwachsenen.de

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt."
Gotthold Ephraim Lessing

 

Besucher heute: 58
Besucher ingesamt: 1164007
Was ist ADS?

(A)nders (D)enken, (H)ören und (S)ehen

Was ist ADS?
AD(H)S, das Aufmerksamkeits- Defizit Syndrom

Auch bekannt unter:
ADD, Attention Deficit Disorder  oder
ADD, Aufmerksamkeits-Defizit-Disposition

Was ist ADS? Und was verursacht selbiges?
Zunächst sei gesagt, dass die Antwort auf diese Frage Wissenschaftler schon seit Jahren diskutieren lässt. Es gibt vermutlich nicht nur eine richtige Antwort darauf. Meine Meinung dazu: ADS ist eine neurobiologische Störung, die mit Besonderheiten in den Information-Verarbeitungs-Prozessen unseres Gehirns zu tun hat. Dem Gehirn fehlen - sehr vereinfacht gesagt - Übertragungsstoffe. Das führt zu Auffälligkeiten in der Aufmerksamkeits- Fokussierung, der Impuls-Steuerung und oft auch in der Wahrnehmungs-Verarbeitung. Um sich das Bildlich vorzustellen: Sieht man sich ein EEG Computerbilder eines ADS’lers an, so sind dort vermutlich andere Bereiche des Gehirns aktiver bzw. unaktiver als bei einem Nicht ADS’ler. Das Gehirn „arbeitet anders“. ADS ist in den meisten Fällen (70 – 80 %) genetisch und wird vererbt. Es gibt aber auch Diskussionen darüber, dass auch bei „genetisch Nicht – ADS’lern“ Umweltfaktoren zu einem ADS führen können.

ADS Typen

  • Der vorwiegend hyperaktive -impulsive Zappelphilipp, ein ADS'ler mit Hyperaktivität (ADS+H oder ADHS)
  • Der vorwiegend unaufmerksame Träumer, ein ADS'ler mit Hypoaktivität (ADS-H oder ADS)
  • Der kombinierte Typ

Alle drei haben sich ihre Probleme nicht ausgesucht, und sie sind auch nicht falsch erzogen. Der Zappelphilipp und die Träumerin bringen tagtäglich eine Menge Energie auf, ihre Defizite zu kompensieren.

Fakten
Schätzungen in Zahlen gehen je nach Quelle weit aus einander.
Meistens liest man aber, dass 2 bis 6 % aller Kinder zwischen 6 und 18 Jahren von ADS betroffen sind und damit wäre ADS eines der häufigsten chronisch verlaufenden Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen.
Entgegen der Meinung, dass es sich bei ADS um eine Entwicklungsstörung handelt, die im Laufe der frühen Jugendzeit verschwindet, behalten nach Verlaufsstudien 30 bis 60 Prozent der ADS Kinder diese Störungen auch als Jugendlicher bis ins Erwachsenenalter. Die restlichen haben das ADS auch aber auch nicht „geheilt“, sondern lediglich eine Lebensart gefunden, in dem sich das ADS nicht mehr als Störung äußert. Das bedeutet, dass wir davon ausgehen müssen, dass etwa 2,5% aller Erwachsenen in Alltag und/oder Beruf mehr oder weniger von ADS betroffen sind. ADS ist keine "Modekrankheit" - ADS gab es schon immer. Es hat sich nur durch die zunehmende Komplexität unserer Informationsgesellschaft immer deutlicher bemerkbar gemacht. AD(H)S ist erst dann als Krankheit zu sehen, wenn man trotz der zahlreichen Stärken durch ADS mehr unter den "Defiziten" von ADS leidet, als es eine Durchführung eines geregelten Lebens erlaubt.


 
Alle Hinweise/ Empfehlungen ohne jede Gewähr. Fragen Sie in Zweifelfällen immer einen Therapeuten/ Fachkundigen Ihres Vertrauens in einer persönlichen Begegnung. Sofern psychologisch-psychotherapeutische Methoden, Verfahren oder Techniken ausgeführt werden, wird keinerlei Gewährleistung über den Nutzen oder die Unbedenklichkeit dieser Methoden, Verfahren oder Techniken übernommen. Sofern Sie sich in Therapie befinden, sollten Sie diese Methoden auch nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Therapeut/In anwenden. Eine Haftung der AutorIn für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen!


© 2017 ..:: ADS bei Erwachsenen ::..
Zurück zur Startseite Menü anzeigen Schriftgröße ändern - klein Schriftgröße ändern - mittel Schriftgröße ändern - groß