Neuling - Medikinet adult

      Neuling - Medikinet adult

      Moin,ich bin neu in diesem Forum und möchte mich erstmal kurz vorstellen:Mein Name ist Silke, ich bin 42 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder und arbeite als IT-Anwendungsbetreuerin bei einer Bank.Ich habe vor ca. 7 Jahren die eigentliche Diagnose ADHS erhalten. Mit 12/13 Jahren war davon zwar schonmal die Rede, allerdings hieß es damals noch, das wächst sich in der Pubertät raus. Deshalb haben meine Eltern das Thema dann auch nicht weiter verfolgt.

      Mein Leben verlief bis jetzt in absolut starken Kurven, emotional aber auch in allen anderen Bereichen.

      Nachdem ich nach der Geburt meines 2. Sohnes eine Wochenbettdepression erlitten habe, kam das Thema ADHS wieder auf den Tisch. Ich habe mich dann in einer Spezialambulanz für adhs im Erwachsenenalter testen lassen. Die Diagnose stand dann fest.......Auf ADHS Medikamente habe bzw. wollte ich erstmal verzichten. Ich habe mich in den letzten Jahren dann mit antidepressiva soweit durchgeschlagen. Wobei ich ich eine recht ausgeprägte Angstsymptomatik habe und dadurch zwischendurch immer wieder in eine Depression gerutscht bin. Es war also eher ein überleben, als ein Leben.....

      Nachdem ich mich wirklich laaaange und ausgiebig mit dem Thema ADHS und Komorbiditäten auseinandergesetzt habe, bin ich vor einiger Zeit zu dem Entschluss gekommen, dass ich durch das ADHS bzw. die Auswirkungen dessen, immer wieder in diese psychischen Störungen reinrutsche.Also habe ich mich entschlossen, das Thema Medikation mit meiner Ärztin aus der Ambulanz zu besprechen.
      Ich muss dazu sagen, dass ich zwischendurch auch mal Elontril getestet habe. Mein Psychologe, bei dem ich seit Jahren wegen Depressionen / angststörung in Behandlung bin, hat mir das auf mein bitten hin verschrieben. Man muss dazu sagen, er ist kein Facharzt für ADHS......Nachdem das Medikament (niedrigste Dosierung) nach ca. 2 1/2 Wochen seine Wirkung zeigte, war der Effekt an diesem Tag der Wahnsinn. Ich war gut gelaunt und konnte stundenlang mit meinen Kindern spielen, ohne zwischendurch ständig raus zu rennen um eine Zigarette zu rauchen oder irgendwelche anderen Dinge zu machen. Es war zu schön um wahr zu sein.......leider war es das dann auch!!! Am nächsten Tag ging der Schuss nach hinten los........totale innere Unruhe, Angst und depressive Verstimmung........echt furchtbar. Medikament also wieder abgesetzt......

      Wie auch immer hat mir meine Ärztin aus der ADHS Ambulanz vor 2 Wochen medikinet adult vorgeschlagen. Ich habe die erste woche jeden Morgen 10 mg genommen, jetzt in der 2 Woche, seit 4 Tagen, nehme ich 20 mg am Morgen.Ich hatte am ersten Tag einen leichten Anflug von Euphorie und rededrang, was dann aber am 2. bzw. 3. Tag wieder weg war. Bei der Erhöhung auf 20 mg, hatte ich an den ersten beiden Tagen das gleiche, danach war das aber auch wieder weg.Ingesamt nehme ich die Kapseln also jetzt seit 1 1/2 Wochen.Ansonsten kann ich im Moment noch total schwer abschätzen, ob eine eine Wirkung merke oder nicht......ich meine, dass meine Stimmung nicht mehr ganz so labil ist, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

      Was ich ganz deutlich merke, ist der wirkungsverlust am Nachmittag. Meine Stimmung geht den Bach runter und ich bin total schnell genervt.Bei den Nebenwirkungen merke ich eindeutig, dass ich mehr schwitze und das mein Puls / Blutdruck angestiegen ist. Hinzu kamen in den ersten Tagen Kopfschmerzen. Momentan habe ich noch Muskel- bzw. Gliederschmerzen. Was mich aber am meisten stört ist die körperliche Nervosität. Es ist nicht die psychische Getriebenheit und Unruhe, sondern geht eher mit körperlichen Symptome überein. Ist diese Nervosität normal?? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man dann gar kein ADHS hat......
      Würde mich über einen Erfahrungsaustausch sehr freuen!!!
      Viele liebe Grüße!!!!