Vortrag "Ernährungsumstellung bei ADS / ADHS

      Vortrag "Ernährungsumstellung bei ADS / ADHS

      Samstag 27.06.2015 09:00 - 13:00 findet in der Gesundheitsberatung - Stormarn ein Vortrag statt für
      - Eltern
      - Erwachsene
      - Lehrer
      - Erzieher

      " Ernährungsumstellung bei ADS / ADHS - und es geht doch "

      Mittlerweile ist belegt, dass viele ADS / ADHS Symptomatiken mit einer Ernährungsumstellung vermindert oder "beseitigt" werden können. Eine Ernährungsumstellung hilft nicht zu 100% aber bei 75 % der Betroffenen.
      Wir beschäftigen uns mit der Frage, warum die Ernährung mit verantwortlich ist; was man ändern kann; wie man herausfindet welche Nahrungsmittel "unverträglich" sind; und wie man die Ernährung optimal unterstützen kann ( Vitamine, Mineralstoffe ); warum Betroffene mit ADS / ADHS einen nachweisbaren Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen haben....Die Ernährungsumstellung hilft nicht nur bei Kindern mit einer ADS / ADHS Symptomatik sondern auch bei Erwachsenen " AD(H)S wächst sich nun mal nicht immer raus".
      30 € inkl Material und Getränke, ab 5 Teilnehmer

      Ort: 23847 Lasbek

      Infos unter gesundheitsberatung-stormarn.com
      Gibt es auch nachprüfbare und als seriös einzustufende Quellen für die vorgeblichen Effekte bei Ernährungsumstellung hinsichtlich des Medikamentenbedarfs?

      In meinen Augen sind die genannten Behauptungen von 75% eher als abenteuerlich zu bezeichnen. Sie erwecken m.E. völlig unrealistische Erwartungen. Vor allem ignorieren sie, dass insbesondere die oligoantigene Diäten massive Nebenwirkungen für die betroffenen Familien haben.

      Effekte von Ernährung sind in der Tat bei nahezu jeder Art von Diät (bzw. Ernährungsweise) fetstzustellen, allerdings in Größenordnungen, die sie als therapeutisches Mittel völlig uninteressant sein lassen. Aber wenn Ernährung 'Ritalin' ersetzen kann, dann wird ein therapeutischer Effekt behauptet.

      Auch ist das Verhältnis von Preis und Leistung i.d.R. völlig unsinnig. Wobei unter Preis nicht nur das Geld zu verstehen ist. Ernährungsumstellungen sind oft eine (wie sich hinterher heraustellt meist nutzlose) Strapaze für die betroffenen Kinder, aber auch für die ganze Familie, wenn die gleich 'cotherapiert' wird.

      Als Beispiel könnte man das Thema Fettsäuren nehmen, wo es im Normalfall völlig ausreichen würde, auf hochwertigere Fett- bzw. Ölsorten umzusteigen bzw. überhaupt solche in der Küche zu verwenden, es aber keinesfalls nötig ist, irgendwelche teuren Kapseln zu schlucken.

      Ich kann aber schon verstehen, dass Leute, die im Ernährungs- und Gesundheitsbereich ihr Geld verdienen, immer wieder mit der 'ollen Kamelle' Ernährungsumstellung bei ADHS ankommen. Wo doch Ernährungsmythen heutzutage auch geradezu quasireligiöse Qualitäten besitzen.

      ADHS ist nun mal keine Art von allergischer Reaktion, wo man nur den Auslöser finden und vermeiden muss.
      Sehr geehrter Herr Erich W

      Vielen Dank für ihren kritischen Beitrag. Ich gehöre nicht zu den "Experten", die der Meinung sind, sie müssten mit irgendetwas ihren Geldbeutel auffüllen.
      Die Annahme, dass eine Ernährungsumstellung bei unterschiedlichen Auffälligkeiten - nicht nur ADS / ADHS - eine positive Änderung bewirken kann ist ja nicht neu. Belege konnten bereits vor vielen Jahren erbracht werden. Egger und Team wurden damals beauftragt, eine Studie durch zu führen und es konnten positive Belege erbracht werden.
      2014 hat die Uni - Klinik Freiburg ebenfalls neue Belege der Wirksamkeit erbracht, die aber nicht neu sind.
      Ich spreche als Betroffe und weiß, dass es funktionieren kann. Vor 23 Jahren wurde automatisch die Ernährungsumstellung in die Therapie eingebunden. Wir hatten zu diesem Zweck eine Selbsthilfegruppe, da der Einkauf nach diesen Kriterien damals alles andere als einfach war. Die Teilnehmerzahl betrug ca. 20 Elternteile und alle haben von einer Verbesserung berichtet.
      Ich behaupte nicht, dass es bei 100% eintrifft und ich behaupte auch nicht, dass die Symptome komplett verschwinden. Ich behaupte aber, dass es einen Versuch wert ist und im Hinblick auf die Ernährungsgewohnheiten von heute, durchaus angebracht ist.
      Wenn man, wie sie sagen, die täglichen Fette in der Ernährung umstellt, bin ich völlig ihrere Meinung. Dennoch hat auch das etwas mit einer optimierten Ernährung zu tun, wenn die Eltern vorher keinen Sinn darin gesehen haben.
      Welchen Schaden erleiden die Kinder und Familien? Das sie sich über einen Zeitraum von 2 - 4 Wochen eingeschränkt ernähren und danach nach Möglichkeit gesünder und z. B auf Zucker und Weissmehl verzichten? Wenn sie dies als Einschränkung bezeichenen, haben sie Recht!

      Ich wünsche ihnen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende
      Wo ich diese Beiträge gerade lese fällt mir ein wie gut es mir ging als ich angst vor Weizen hatte.
      Ich habe das Buch Weizenwampe gelesen und danach kaum Weizen bzw. Gluten gegessen. Meine gier nach süßem war wie weggeblasen und ich habe nach 10 Jahren endlich etwas abgenommen. Lag das wirklich am Weizen? Und was ist mit Dinkel?
      Oder darf ich jetzt gar kein Getreide mehr esssen?
      Ich werde jetzt wieder auf Quark und Braunhirse zum Frühstück umsteigen.
      Leider ist eine Reise nach Schleswig Holstein für mich nicht möglich sonst hätte ich mir den Vortrag gerne angeschaut.
      Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden!
      Hallo Fienchen

      Es KÖNNTE durchaus am Weizen gelegen haben. Ich habe seit vielen Jahren Anämie - Blutarmut - und nichts hat geholfen, wirklich nichts. Seit dem ich Kohlenhydrate - also Getreide und Zucker jeder Art - so gut wie ganz meide, geht es mir ungelogen viel viel besser. Mein Sohn ist ADHS´ler und seit dem ich ihn auf "Getreideentzuck" gesetz habe, geht es auch ihm besser.
      Ich kann das Buch "Dumm wie Brot" empfehlen. Geschrieben von einem Prof. Dr - also einen SCHULmediziner, nicht von einem Heilpraktiker, Ernährungsberater...Der arbeitet seit 30 Jahren mit dieser Ernährungsthese und das sogar bei Alzheimer, Parkinson, Autismus...

      Du solltest ( kannst ) Kohlenhydrate überhaupt an sich meiden oder sehr stark reduzieren und wenn möglich auch auf Zucker.

      Freut mich, dass dich der Vortrag interessiert hätte!

      LG
      Conny
      Ich kann es mir nicht vorstellen komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten. Im Moment reicht es mir einfach kein Brot zu essen. Dadurch reduziert sich mein Verlangen nach Süßigkeiten und ich esse automatisch weniger Kohlenhydrate. Auf Kartoffeln und Reis werde ich nicht verzichten aber mich auch mal nach low carb Rezepten um sehen.
      Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden!
      Guten Morgen Fienchen

      Du musst nicht ganz darauf verzichten, wenn du dadurch ein negatives Gefühl bekommst! Wie du ja selber festgestellt hast, du verzichtest auf einen Teil Kohlenhydrate und das Verlangen auf Süßes verschwindet. Somit hast du ja bereits einen großen Erfolg! Man KANN komplett auf Kohlenhydrate verzichten, MUSS es aber nicht. Low Carb ist ok. Ich habe mir das Rezeptbuch von "LOGI" gekauft und es schmeckt wirklich alles.

      Liebe Grüße
      Conny