Wie viel wahres dran? ADS als Entschuldigung/Ausrede

      Original von traumfrosch
      Kommt mal alle von eurer Emotionalen schiene runter! Ihr hängt euch alle an der selben Sache auf. Das ist ja fast schon wie Lynchjustiz im Mittelalter.


      :D

      also ich bin da garnicht emotional :D Nur streng. :D

      Ich denke wir haben da alle unsere eigenen Erfahrungen gemacht in Beziehungen oder Freundschaften und jeder hier reagiert bei bestimmten Punkten eben so wie er es durchlebt hat.
      Jeder hat seinen Hintergrund warum er was sagt.
      Bei mir speziell dass ich im Laufe der Jahre mit Männern sehr sehr streng geworden bin.
      Tolereanz im Sein ja!
      Also ihn nicht verändern wollen - so sein lassen wie er ist.

      Aber!!!!
      Es gibt meiner Ansicht nach einen Unterschied zwischen Sein und Verhalten.
      Und Verhalten kann man beeinflussen oder es zumindest versuchen- sprich : sich dafür interessieren wie das Verhalten auf andere wirkt.
      Es mag sein dass manch Menschen sich nicht ändern wollen - drauf scheissen wie es dem anderen damit geht.... erpresserisch entweder du funktionierst für mich mit oder ich bin weg oder dann trenn dich halt.
      ja....die meisten Frauen lieben zu sehr. Da gibt's auch ein Buch mit genau dem Titel.
      "Wenn Frauen zu sehr lieben"

      ist ganz interessant - denn genau diesen Typ Mann - unabhängig von ADS - gibt es oft. Der sich auf Kosten einer Person die er sich zu lieben macht, wohl ergehen lässt. Der sich wie ein Kind benimmt und keine Verantwortung übernimmt. UNd da Frauen , vor allem wenn Kinder im Haus sind, einfach funktionieren MÜSSEN, gibt es tatsächlich diese Art von Manns- Arschlöchern (sorry, dafür gibt es keinen anderen Ausdruck) die das ausnutzen und sich als 2. Großkind dranhängen - und darin noch viel mehr Stress machen als ohnehin schon in dem leben der Frau ist.
      Denn kleine Kinder machen kleine Scheisse und große Kinder machen große Scheisse und erwachsene Kinder machen Riesenscheisse.....
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      naja....und auch daswaren eben meine Erfahrungen bislang im Leben mit Partnern und mein jetziger muss durch eine strenge Schule - denn wenn ein mann sich jetzt bei mir wie ein Kind verhält wird er wie ein Kind behandelt - sprich erzogen!
      ja...und wenn's die letzte Instanz ist Schluss zu machen.
      War bisher die einzige Möglichkeit meinem Freund beizubringen dass ich mich nicht emotional erpressen lasse, dass ich mich zu nichts zwingen lasse, dass ich nicht jedes Verhalten mir gegenüber dulde, dass ich auf gewissen Punkten in der Beziehung bestehe.
      Ja....das klingt rational...aber das war meine Schule des Lebens: wenn ich nicht aufpasse und meine Grenzen setze und weiß wo sie sind und die Kraft habe sie zu verteidigen....ebenso wie meine Bedürfnisse gleichberechtigt neben seinen....dann nutzen es die meisten Männer aus ihrer Bequemlichkeit und Dominanz immer mehr Raum einzuräumen.
      Sorry....das ist meine Erfahrung und ich hatte genügend.

      Er kann gern sich weiter so verhalten wenn er dieses Verhalten tatsächlich gut und berechtigt und respektvoll findet - dann darf er sich eine Frau suchen die das akzeptiert. Ich tu's nicht.

      Für mich ist das eine wichtige Reife-Entwicklung zu wissen was man sich gefallen lassen möchte und was nicht. Was man von seinem erwachsenen Partner und Vater des Kindes erwartet und was nicht.
      Und es ist reif und erwachsen und verantwortungvoll und Pflicht eines Erziehenden Verantwortung zu übernehmen - und sei es den verantwortungslosen Part zu verlassen.
      Aber diese, meine Strenge erreichen nicht alle Frauen und deshalb muss es ihnen überlassen bleiben wie lange sie etwas tolerieren.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Sie hier jedenfalls will ihn nicht verlassen sondern sucht nach Antworten die das Verhalten ihres Mannes erklären könnten , und da hatsie in manchen Punkten Recht (nach Ansicht der weiblichen User) und in ADS- speziellen Punkten hat auch ihr Mann/ Freund Recht und es ist ADS.

      Ogott...ich hab nen Laberflash - obwohl ich garkeine Zeit hab *erschrocken*

      ööööhhhh...OK...wann anders weiter :D
      und eigentlich wollte ich auf den unteren Teil antworten...naja.... :ads:
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      ah...les grade erst deinen 2. Teil.

      warum sagst du das nicht gleich so :D
      exact meine Meinung.
      Aber...man kann ja dem Mann zumindest eine Verständnischance geben sich sein Verhalten bewusst zu machen und dass man eben drauf besteht.
      ich sehe darin keinen Zwang zur Verhaltensänderung sondern Lernschritte.
      Und da geh ich von mir selber aus - denn auch mir wird öfter gesagt dass ich anstrengend und nervig und daneben bin.
      und von vielen Menschen deren meinung mir etwas bedeutet lasse ich mir so etwas auch sagen und denke darüber nach und versuche, so wie sie im Gegenzug, Rücksicht darauf zu nehmen wenn tatsächlich etwas soooo störend ist.
      man kann Verhalten sauch trainieren und ich erwarte von einem erwachsenen Mann dass er sein Verhalten beständig trainiert....aber ja...ist es ein mann der dies verweigert dann bin ich eben auch weg
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      @traumfrosch:
      Ich weiß schon...Frauen beantworten die emotionale Seite der Frage, Männer tendenziell eher die praktische.

      Ich gehe davon aus, dass Kupo genau weiß, was sie für Konsequenzen ziehen müsste, entweder sich damit abfinden, oder gehen. Wäre ich in ihrer Lage, wüsste ich das wohl auch, auch wenn das Durchziehen dann wahrscheinlich lange auf sich warten ließe.

      Fakt ist jedoch, dass sie sich erstmal nicht gut fühlt mit der Situation. Ich (und ich vermute mal, die anderen Poster hier) haben sie darin bestätigt, dass ihre Situation scheiße ist. Sie fühlt sich nicht ernstgenommen, hilflos, frustriert, ärgerlich, und fragt sich nun, ob das am ADS ihres Mannes liegt, oder was sonst der Hintergrund für sein Handeln ist.

      Mein Standpunkt ist eben, dass es nicht notwendigerweise am ADS liegen muss. Die Tatsache, dass sein Umfeld ihn in seinem Handeln bestärkt, indem sie ihm die ADS-Diagnose als Entschuldigung bzw. Ausrede zulässt, finde ich persönlich ziemlich kontraproduktiv.

      Nein, hier weiß keiner, was er noch für Probleme hat, allerdings hatte ich nirgends den Eindruck, dass er ständig von allen Leuten in seinem Leben mit der Nase auf die proverbiale Scheiße gestoßen wird, die er da fabriziert. Und man muss sagen, dass es viele Leute gibt, die ihre Unlust, auf andere einzugehen, auf ihre Krankheit schieben. Es ist halt ein Reizthema, da hier alle mehr oder minder damit hadern, dass ihnen vorgeworfen wird "du willst ja nur nicht", "wenn du dich nur mehr anstengen würdest", etc., und dem eben vehement widersprechen. Aus Erfahrung können wir sagen, dass es zu einem gewissen Grad möglich ist, sein Verhalten so anzupassen, dass man mit seinem Umfeld nicht konstant auf Kriegsfuß lebt.
      Es ist verständlich, dass sich seine Eltern bzw. Ursprungsfamilie auf seine Seite stellt, aber damit sieht sich Kupo halt auch alleine gelassen. Ihr Posting hier habe ich als Hilferuf interpretiert, weil sie sich nicht gut fühlt dass sie so fühlt bzw. nicht weiß an wen sie sich wenden soll. Frauentypisch haben wir eben auf diesen Teil verstärkt reagiert als auf die praktische Lösung. Ein offenes Ohr haben, statt platt (sorry, ist wirklich nicht persönlich gemeint) eine Lösung vorzuschlagen, als ob sie selbst so kurzsichtig wäre, dass sie die nicht sehen kann.

      Daher waren unsere Antworten eher emotional geprägt als praktische Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu sein.
      Dann noch zum Thema Medikation

      Seine Diagnose kam relativ spät mit 13, weil man einfach nicht wusste was der denn nun hat.

      Also für die meisten hier im Forum hat er damit noch sehr früh die Diagnose bekommen, viele habe diese erst bedeutend später bekommen ;)

      Er hat Medikinet bekommen und nimmt es auch noch heute.
      Die Begründung warum er es noch nimmt? Er ist krank, er brauch es, er muss ja funktionieren. Aber eine Therapie macht er nicht mehr..

      Das ist vollkommen okay. Erstmal ganz wichtig -ADS ist keine Krankheit! Deshalb kann ADS in der Hinsicht nie weggehen, es begleitet einem durch sein Leben. Natürlich kann man sich im Laufe des Lebens imme rmehr Verhaltesweisen und Strategien aneignenen, um Problemsituationen zu umgehen, bzw. sich eine Umfeld/Umwelt suchen, wo die Fertigkeiten benötigt werden, die den eigenen Stärken entsprechen und Fertigkeiten in den Schwächebereichen weniger wichtig sind.

      Aber oft gibt es Bereich, wo man mit Strategien alleine nicht weiter kommt und auch keine Möglichkeit hat, das Umfeld zu ändern. Bestes Beispiel ist die Schule und Ausbildung.. ander Unis hat man oft noch mehr Spielraum. Das Berufsfeld kann man geschickt wählen, aber ist man erstmal in einen ADSfeindlichen Beruf gelandet, kommt man da nicht so schnell wieder weg.. bzw. wird es im jeden Berufsfeld Bereich geben, die Probleme machen könen
      Und deshalb kann es gut sein, dass man auch lebenslang auf Medikamente angewiesen ist.. Aber es vor allem besonders dann braucht, wenn man Kinder und Beruf hat...

      Aber ich kenne auch Rentner die es nehmen.. weil sonst ihr Haushalt in Chaos versinkt und sie sonst nichts auf die Reihe bekommen. Das kann bei jedem ADSler anders aussehen..


      ...
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      ...


      Wenn wir was unternehmen möchten, Ausflüge oder so - es müssen immer Tabletten geschluckt werden. Tut er das nicht (vergessen oder, oder ...) lässt er mich das spüren, er ist grantig, ätzend, lustlos, will nach Hause, faucht mich an und sucht jede Gelegenheit um zu flüchten (ne halbe Stunde aufs Klo gehen).

      Aber genau dagegen wirken doch die Tabletten! Als ADSler ist man zu reizoffen.. man nimmt Reize verstärkt war, es kostet Kraft sich auf bestimmte Sachen zu konzentrieren .. Und eine Reizüberlastung führt eben genau zu den Symptomen, die Du genannt hast! Man ist schneller kaputt, reagiert gereizter...

      Auf Toilette flüchten ist übrigens vermutlich schon eine dieser Strategien, die ich meinte, um problematisches ADS Verhalten zu reduzieren. Er wird in den MOment vermutlich merken, dass es ihm in den Moment zuviel wird und zieht sich deswegen zurück. Das ist nicht schön, vermutlich trotzdem besser als Euch anzufauchen, oder? Und ist dann halt eine Möglichkeiten neben den Medikamenten... Andere ADSler lösen das halt, indem sie laut Musik mit Kopfhörher hören. In den Punkt ist es dann besser, dass Du ihn sich zurück ziehen läßt.. und egal was er da macht.. auch wenn es am Handy daddeln ist..

      Das ist dann, wie er ohne Medikamente ist (okay.. natürlich so aus der Ferne ann ich das nicht beurteilen.. aber das ist halt der Punkt, wo er meint, er muss die Medis nehmen, um zu funktionieren.. Er kann drauf verzichten, aber dann muss er sich auch zurück ziehen können. Als Papa - gerade eines Kleinkindes - kann man das nicht mehr so einfach.. (gut.. als Papa geht das vermutlich eher als Mama..) und deshalb braucht er die Medis und wird deswegen auch überhaupt kein Versuch machen wollen, diese abzusetzen.. also gerade dann nicht, wenn es wirklich zu Probleme führt...

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      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
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      Ich bemerke übrigens keinen Unterschied ob ohne oder mit Tabletten, nur das seine Ausdauer und Konzentration besser ist, mehr aber auch nicht.

      Das ist aber ihre Hauptwirkziel... Das Problem bei ADS liegt dadrin, zu entscheidne, welchen Reiz man nachgehen soll. Das führt dazu, dass der spannendere Reiz gewinnt, aber nicht der, dem es vernünftig wäre, nachzugehen. Und an der Stelle wirkt das Medikament .. das man nicht einfach so seinen Impulsen nachgeht. Also es wirkt nur auf die primären ADS-Symptome, oft sind es aber sekundäre Probleme / Komorbiditären.. dass können zB Ängste, Zwänge, starke Selbstunsicherheit sein, die auch zu Problemen führen können
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
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      Original von Schilfrose
      Es gibt meiner Ansicht nach einen Unterschied zwischen Sein und Verhalten.
      Und Verhalten kann man beeinflussen oder es zumindest versuchen- sprich : sich dafür interessieren wie das Verhalten auf andere wirkt.

      Und da hängst du die Latte aber schon sehr hoch nach oben! Mal abgesehen das du von dir wieder auf andere Schließt, was meistens nicht Funktioniert. Kennen nur die allerwenigsten Männer den Unterschied zwischen "Sein" und "Verhalten", genauso haben die allerwenigsten "Männer" ein "Bewußtsein" dafür wie ihr Verhalten auf ihre Umwelt wirkt. Oder können auf die Frage "Wie es ihnen geht" wahrheitsgemäß Antworten weil sie es einfach nicht Wissen und nicht wahrnehmen können und dafür kein Bewußtsein entwickelt haben.

      Original von Schilfrose
      Der sich wie ein Kind benimmt und keine Verantwortung übernimmt. UNd da Frauen , vor allem wenn Kinder im Haus sind, einfach funktionieren MÜSSEN, gibt es tatsächlich diese Art von Manns- Arschlöchern (sorry, dafür gibt es keinen anderen Ausdruck) die das ausnutzen und sich als 2. Großkind dranhängen - und darin noch viel mehr Stress machen als ohnehin schon in dem leben der Frau ist.

      Hier haben die Frauen mit Schuld dran, ich kenne genügend Frauen die sich so ein Verhalten nicht gefallen lassen, und sich Ihre Männer bisher entsprechend ausgewählt haben und damit sehr glücklich sind. Allerdings waren deren Väter auch entsprechend Liebevoll und Selbständig im Haushalt und hatten ein entsprechenden Bildungsgrad.
      Info: Ein kleiner gemeiner Zwerg namens "Legasthenie", hält mich leider öfter davon ab, fehlerfrei Sätze und Wörter zu formulieren als mir lieb ist. ?(
      Sorry erst mal das ich jetzt erst wieder hier bin, es war Wochenende und da hab ich null Chance mal hier reinzuschnuppern. Dann war die komplette Seite offline xD Also hallo hier bin ich und mensch - was für eine Resonanz ich muss mich ganz herzlich bei euch allen bedanken. Ich musste erst mal lesen :)

      Zu aller erst ich habe NIE, niemals ihm Vorwürfe gemacht, sein Verhalten andauernd vorm Kopp geworfen oder ihm ständig unter die Nase gerieben, was er nu scho wieder alles falsch gemacht hat. Nie.
      Als unser Sohn von der Treppe fiel bin ich ausgerastet, und ich finde und werde auch in Zukunft denken das dies mein gutes Recht ist. Ich habe es ja gesehen, sein Blick war nur auf dieses Handy gerichtet und halbherzig hielt er die Hand ne sorry. Da habe ich ihn angeschrien und zur Sau gemacht.

      Die Toilette war nicht vollgepinkelt. Nein leider eine Nummer härter, vollgeschissen. Auf der Brille, unter der Brille plus Schüssel. Das sieht man nicht? Klar habe ich ihn darauf angesrpochen, als ich sauber machte und DAS sah, ging ich erst mal raus und musste mich sammeln. Dann habe ich ihn nett gebeten, er soll doch einmal runterkommen und sich was ansehen. "Ja ich hab das nich gesehen, das passiert mir nun mal mit ADS". Ich bekomme nicht eine Entschuldigung, sondern sofort die Karte ADS und da wollte er sogar wieder gehen, aber ich hab ihm den Lappen in die Hand gedrückt und gesagt "Das kannst du bitte selber sauber machen..." Gut hat er auch getan.
      Das passiert regelmäßig. Ich weise ihn freundlich daraufhin, ohne zu meckern.
      Die Toilette ist übrigens "seine", nachdem ich das erste mal die Sauerei sah, geh ich da gar nicht mehr rauf. Und er hat Verbot auf "unserer".
      Auch im sämtlichen anderen Bereichen weise ich ihn freundlich auf Dinge hin. Klamotten, Geschirr ect, ich habe es immer nett gesagt gerade weil ich nicht wollte, dass er auf stumm schaltet. Ich bin nie ausgerastet und ich sage immer "bitte leg die Klamotten in den Korb, bitte leg das Geschirr in die Spüle..." nie "du hast schon wieder das... gemacht".

      Im Berufsleben hat er keine Probleme. Sein Chef weiß nix davon und es beschwert sich auch niemand. Seine Stelle hat er auch schon recht lange, die davor da muss ich aber auch sagen das war ne fiese Pute.
      Auch im Sozialbereich alles in Ordnung, man merkt nichts aber auch wirklich nichts! Da bin ich auffälliger als er und andere merken auch eher meine Macken. Er geht auf Menschen zu, kann diskutieren, beim Thema bleiben, wirkt nicht abgelenkt und und... Kein Mensch würde auf die Idee kommen, dass er was hat.
      Aber nur so lange es "Spass macht". Sind wir bei seinen Eltern eingeladen, geht er nach einer Zeit aufs Klo und ist weg. Kommt erst wieder wenn man nach Hause will (er geht übrigens nicht aufs Klo, ich hab gesehen wie er sich auf ein Sofa knallt und pennt...).
      Zu meinen Eltern nehme ich ihn gar nicht mehr mit, weil es mir peinlich ist. Dieses rumgejaule vorher und dann sitzt er da immer wie... "mhm, ja, aha, hmm, mhm..." sind dann seine Antworten.

      Ich habe ihn auch anders kennen gelernt, erst als wir uns entschiedne haben zusammen zu ziehen, wurde das alles so... komisch. Diese ganzen Streiterein gab es vorher ja gar nicht und wenn habe ich Verständniß gezeigt und es so akzeptiert, weil ich dachte das liegt an seinen ADS.
      Da wusste ich aber auch nicht, das es von seinen Eltern in jeglicher Hinsicht gefördert wurde. Da musste er ja auch auf nichts achten oder Rücksicht nehmen. Die Putze hat alles sauber gemacht und Mama hat das restliche geregelt.
      Als ich sie auf gewisse Dinge wie z.B. der Toilette angesprochen habe (hat er das auch bei euch gemacht?!) bekam ich zur Antwort ja natürlich, er kann sowas halt nicht, darum muss ich mich jetzt kümmern. Er kann seine Wäsche nicht in einen Korb schmeissen, das können Menschen mit ADS nicht. Ihr könnt keine Familienausflüge machen, natürlich muss ich mir sein Gemecker anhören, ich habe ihn zu motivieren.
      Sie hätte ja alles versucht, aber nichts hat geholfen, so ist das nun mal mit ADS. Und wie ich es nur wagen könnte ihn auf sein PC-Problem anzusprechen. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Er hat seine Therapie gemacht, bei ihm ist alles richtig, mehr kann man nicht machen.

      Da fiel mir so langsam auf, dass es ja so nicht mit rechten Dingen zugeht und eigentlich gar kein ADS sein kann. Klar gibt es Menschen, die sehr darunter leiden, wo es wirklich schwierig ist, die ihre Tabletten brauchen und und und.
      Niemand setzt ihn hier unter Druck, ich lasse ihn verdammt viel Freiraum und steck auch sehr viel ein. Wenn ich mal nett was sage, bin ich die blöde Kuh und wenn ich jemand hinzuziehen möchte (Therapie) bin ja nur ich das Problem.

      Diese Tabletten sind ja auch son Ding, ich kenne die, ich weiß wie sie bei mir wirken (und von paar Bekannten ohne ADS). Bei meinen Mann ist es nicht anders, da fehlen mir die Worte zum erklären. Er filtert nicht, er benimmt sich wie jeder andere "normale" mit Aufputschmitteln.

      Ich kann andere nicht ändern, nur ich selber kann mich ändern.
      Ein Grundsatz den mir schon meine Psychologin ganz am Anfang eingetrichtert hat. In diesem Fall gibt es aber kein er oder ich sondern UNS, wir. Ich bin bereit an uns zu arbeiten, auch an meinen alleinigen Verhalten. Aber wie macht man das bitte einen Menschen klar, der der Meinung ist er ist krank und kann nicht anders?
      Irgendwann geht sowas vor die Hunde, das würde ich so nicht wollen und verdammt schade finden. Denn es ist nicht alles schlecht, wir haben auch so viele schöne Momente.
      Also wenn er beruflich keine Probleme hat, dann ist das für einen ADSler schon mal ganz viel Wert! Und die Dinge im Alltag von denen du erzählst, das kann ich sehr gut verstehen, dass du mit diesem Verhalten nicht einverstanden bist und dass man dann auch immer wieder mal die Nerven verliert. Ich kenne das auch sehr gut, wie das ist, wenn man für alles familiäre zuständig ist. Das schlaucht und man fragt sich manchmal, warum das so sein muss ... Auch dass, dein Mann nicht reden und etwas verändern will, das kommt mir bekannt vor. Es gibt Männer, die sind furchtbar stur und fühlen sich ständig unter Druck gesetzt. Den Leidensdruck, den die Frau spürt, wollen sie dabei nicht sehen, vielleicht auch deshalb nicht, weil sie sich dann schlecht fühlen.

      Aber einen kleinen Denkfehler hast du doch darin, wenn ich das sagen darf:
      Ich finde auch, dass manche Dinge nicht gehen und dass er da etwas ändern muss, auch dir zuliebe, dem Kind zuliebe, ich meine, er lebt halt nicht allein. Also einfach nur sagen: "Ich hab halt ADS!" ist nicht in Ordnung. Und ich denke auch, dass manche Verhaltensweisen sicher mit Erziehung zu tun haben. UND TROTZDEM KÖNNTE ER ADS HABEN! Manches hört sich schon danach an. Ein ADSler muss nicht in allen Bereichen Probleme haben!

      Und wegen des MPHS, vielleicht ist er einfach nicht richtig dosiert und nimmt zu viel davon, du hast letztens geschrieben, das er das MPH manchmal wie Bonbons konsumiert. Ich bin auch sehr schnell überdosiert. Nimmt er das MPH auch während der Arbeit? Wenn dort alles so gut läuft, vielleicht hilft ihm das MPH ja dort?
      Wer keinen Mut zum Träumen hat, der hat auch keine Kraft zum Kämpfen.
      Original von KupoChan
      Ich kann andere nicht ändern, nur ich selber kann mich ändern.
      Ein Grundsatz den mir schon meine Psychologin ganz am Anfang eingetrichtert hat. In diesem Fall gibt es aber kein er oder ich sondern UNS, wir. Ich bin bereit an uns zu arbeiten, auch an meinen alleinigen Verhalten. Aber wie macht man das bitte einen Menschen klar, der der Meinung ist er ist krank und kann nicht anders?
      Irgendwann geht sowas vor die Hunde, das würde ich so nicht wollen und verdammt schade finden...

      Ja ist ihm sein Verhalten selber Bewußt? Ist ihm Bewußt wie er von anderen Wahrgenommen und Erlebt wird? Ist Ihm selber Bewußt warum er sich so verhält?
      Es ist einem Menschen erst möglich Dinge zu verändern die einem selber Bewußt sind. Es gibt eben auch Menschen denen es an Selbstwahrnehmung mangelt und die eben auch gerade deswegen "noch" glücklich und zufrieden sein können weil sie eben nicht alles negative Persönlich wahrnehmen und auf Sich beziehen. Menschen die mit sich selbst "glücklich und zufrieden" sind haben auch meistens kein Grund etwas an ihrer Selbstwahrnehmung und ihrem Verhalten zu verändern, denn für sie selbst ist ja alles OK!. Und da schließt sich der Kreis. (und fangen deine Probleme an)
      Da im Job und im Sozialen Bereich alles im groben zu funktionieren scheint. Kann Er oder Ihr Beide mit seinem "zustand" durchaus sehr glücklich sein. Er hat einen geregelten Tagesablauf, hat ein Regelmäßiges Einkommen und bekommt im Sozialem(Arbeit, Freude...) die "Rückmeldung" zu funktionieren und dazugehören zu können. Das ist sehr sehr viel Wert. Eine Psychotherapie kann die Selbstwahrnehmung erhöhen, aber es erhöht sich auch das Risiko die neuen Inhalte/Eigenschaften schlecht in sein Leben ein bauen zu können. Ich finde auch nicht gut wie er sich verhält, und ich würde auch denken das er sicherlich Krank ist und mehr als nur ADS hat. So aber bleibt der zustand wohl erstmal erhalten.
      Info: Ein kleiner gemeiner Zwerg namens "Legasthenie", hält mich leider öfter davon ab, fehlerfrei Sätze und Wörter zu formulieren als mir lieb ist. ?(
      Hallo
      bin erst seit kurzem wieder hier aktiv.
      Ich hab meinen Mann deinen Beitrag lesen lassen, seine Meinung (weil er selbst Spielesüchtig war): er hat eine Spielsucht. Er ist grantig auf Ausflügen, weil er nicht spielen kann und verschwindet dann aufs Klo um mit dem Handy zu spielen.
      Wenn er zuviel von den Medikamenten nimmt, ist das auch nicht gut und es kann sogar ins Gegenteil umschlagen.
      Ich würde ihm nicht mal ein Ultimatum stellen, sondern einfach gehen.
      Ich hab ziemlich starkes ADS, es wurde sehr spät bei mir festgestellt (2011) und ich bin ab Juni 2013 bis jetzt ohne Medikament zurechtgekommen. Klar wars nicht leicht, aber irgendwie geht alles.

      Es sind einfach nur Ausreden von deinem Mann.
      lg
      Aus den Steinen die mir in den Weg gelegt werden baue ich mir ein Haus :D
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