Schuldgefühle bei der Kindererziehung

      Schuldgefühle bei der Kindererziehung

      Mein Sohn ist jetzt 7 Jahre alt und ich sage oft abends zu ihm das wir es wiedermal nicht geschaft haben sein Zimmer aufzuräumen oder ich sage das ich eine schlechte Mutter bin weil ich es nicht schaffe ihn zum Aufräumen zu bewegen. Oder manchmal sage ich sogar das ich absichtlich alles liegen lasse damit meine Familie sich ärgert. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller.
      Manchmal gelingt es mir schon mich werbal zu kontrollieren. Darüber freue ich mich.
      Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden!
      Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Kinder (auch dann als Erwachsene die schon selber Kinder haben) gefragt werden, was ihnen an Ihrer Mutter am besten gefiel, wird das immer aufgeräumte Zimmer vermutlich eher als letztes genannt werden, wenn überhaupt ;)

      Ich weiß nicht, wie schlimm es bei Euch aussieht - vielleicht sind richtige Messie-Probleme bei Euch vorhanden, aber keine Ahnung, vielleicht machst Du Dich auch nur selber mies, weil es bei Euch nicht für 'Schöner Wohnen' aussieht...

      Dazu muss ich sagen, dass ich Messie-Problem habe und auch in Messiforen unterwegs bin, wo viele von ihnen auch ADS haben.. und der Verdacht besteht (aber keine Ahnung, in wie weit das jetzt irgendwie wissenschaftlich untermauert ist... also Messitum gibt es ja nicht als Diagnose, sondern ist eigentlich ein Begriff, den sich die Betroffenen selber gegeben habe), dass es sich dabei um einen ADS Subtypen handelt - ohne Vermüllungssyndrom oder übersteigerte Sammellwut (mir fällt gerade nicht der Begriff ein, aber dahinter steckt dann oft ein 'echtes' Trauma ). Sondern das Problem heißt einfach, einen geregelten Tagesablauf hinzubekommen und das Chaos erst garnicht entstehen zu lassen. Oft ist es erst unter großen Druck möglich aufzuräumen.. in einer Hauruck-Aktion wird die Wohnung von total chaotisch auf normal ordentlich gebracht..und ein paar Tage später ist sie wieder total chaotisch.
      ...
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      ...


      Gut, ich schweife ab, aber viele von diesen Messis, die ich kenne, haben auch Kinder und schlagen sich großem mit schlechten Gewissen herum, was sie ihren Kinder antun, weil sie ihren Kinder kein aufgeräumtes Zuhause bieten können.

      Das relativiert sich dann, wenn die Kinder erwachsen sind und sich zeigt : das Chaos macht überhaupt keine Schaden!

      Viel wichtiger ist, wie Du auf Deinem Sohn eingehst, ob er ein gesundes Selbstvertrauen entwicelt usw..



      (und irgendwie finde ich, das folgender Cartonscript dazu gut paßt:
      jennifertanner.com/wp/wp-conte…ponsible-adultwebsize.jpg)


      Also hab auf keine Fall ein schlechtes Gewissen deswegen!
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Ihr nutzt eure Zeit einfach sinnvoller als mit Aufräumen =)

      Ich hab mal einen Zeitungsartikel gelesen dass Menschen die viel unternehmen, viel Kreatives tun, viel erreichen im Leben...dass solche menschen überdurchschnittlich unordentlich sind.

      Und das ist ja auch ganz logisch.

      Man kann etwas erleben in der zeit oder aufräumen.

      Solange es nicht unhygienisch wird...ist Unordnung wirklich Nebensache.

      Nimm dir lieber einen Tag in der Woche - bei uns früher in einer 6köpfigen Familie war es der Samstag - zum Aufräumen.
      Kinderzimmer ist immer katastrophal.
      Mein Tip:

      Alles was auf den Boden liegt mit beiden Händen auf einen Riesen Stapel schieben.
      Dann auf kleine Stapel sortieren (alle Bücher, alle Legos, alle Schreibtischsachen, usw.)
      Dein Kleener kann dir dabei helfen und z.B. die haufen dann verstauen oder alle legos aus dem haufen raussuchen.

      Das Schlimmste ist, wenn du dir und dem Kleenen das Leben schwer machst mit schlechtem Gewissen oder gar damit ihn wegen des Zimmers auszuschimpfen.

      Ich kenne deine Situation nur zu gut...andere Wohnungen sind so vorzeigbar...und selber kann man nie jemanden einladen :rolleyes:
      Man lässt sich so von gesellschaftlichen Konventionen beeinflussen, dass man die wesentlichen Dinge vergisst. :(

      Es gehört Selbstbewusstsein und Überzeugung dazu wenn man guten Gewissens bei Sonnenschein rausgeht anstatt aufzuräumen, wenn man nur einmal die Woche statt täglich aufzuräumen.

      Als Kind hatte ich eine Freundin, da sah es immer katastrophal aus - aber da die Mutter sich dahingehend nie geschämt hat sondern immer lustig und fröhlich war, weil einfach die gesamte Familie so voller leben war, fiel das einfach garnicht negativ auf. ?(

      Daran erinnere ich mich immer wieder...
      Das Leben bietet mehr als eine aufgeräumte Wohnung =)
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      ich find zusammen aufräumen klingt nach nem super tipp.
      so bekommt dein #Kleiner ein Gefühl dafür wie das geht und wie man vorgehen muss.
      Also: du gibst Anweisungen und ihr erledigt das dann zusammen.
      Wenn er es gelernt hat, dann kann er auch mal selbst sein Zimmer aufräumen, wenn es ihn denn wirklich stört.
      Vielleicht könnt ihr das auch ritualisieren, wenn eine Grundordnung vorhanden ist. Also alles immerhin so ungefähr einen Platz hat, wo es hin gehört. Abends bevor sich dein Sohn bettfertig macht, könnte er ja selbst alles aufräumen, womit er tagsüber gespielt hat.

      Was ist denn dein Problem beim Aufräumen?
      Keine Kraft mehr?
      Keine Ahnung wie du selbst vorgehen sollst?
      Zuwenig Stauraum?

      Ansonsten schließe ich mich an: Solange es nicht eklig und unhygienisch ist, ist es nicht das dringenste Problem.

      Vielen Dank für gute Ratschläge

      Danke für eure guten Ratschläge es ist doch immer ein auf und ab.
      Ich habe gestern ganz von selbst morgens die Küche und vormittags mit einem kleinen Schups meiner Ergotherapeutin das Schlafzimmer aufgeräumt. Inzwischen bin ich so weit das ich auch ganz gut Ordnung halten kann und mein Sohn will jetzt das wir sein Zimmer auch gleich auf räumen weil er mit mir mithalten will.

      Jetzt bin ich fast in einer manischen Phase das ich ganz viel ganz schnell will. Früher habe ich in diesen Phasen gedacht jetzt ist der ganze Kampf endlich vorbei nun habe ich es geschafft und dann kam der Fall. Nun denke ich mal sehen wie es weiter geht.

      Unhygienisch ist es bei mir nicht mehr außer bei der Körperpflege. Schaffe es nur alle 2-3 Wochen zu Duschen oder mich zu Waschen. Habe keine Selbst Wahrnehmung. aber das ist ja ein anderes Thema
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      ich finde es gut, dass du darüber schreibst und Dir diese Fragen stellst.
      Wenn du ein dauer hygiene-chaos in der Wohnung hast und dir die Kraft oder das empfinden fehlt dich um deinen Körper zu kümmern wäre eine unterstützung von aussen gut.
      Schaffst Du es Dich um die Hygiene und die weitere körperliche und seelische Versorgung deines Kindes zu Kümmern?
      Wenn du diese Frage für Dich mit- nein- beantwortest brauchst du meiner Ansicht nach dringend professionelle Hilfe von aussen.

      Ich habe leider nicht alles gelesen was Du schon in anderen Beiträgen von Dir geschrieben hast.
      Peter Lustig:„Ihr seid ja immer noch da! Abschalten!“

      Hygiene ist kein großes Problem mehr

      Im Haushalt ist die Hygiene kein Problem mehr. Bei mir wird niemand krank. Meinen Sohn setze ich regelmäßig in die Badewanne. Auch ich bade ca. einmal in der Woche. Ich weiß nicht warum ich das Duschen immer wieder verdränge.
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      Mein kleiner Ordnugsfreund

      Nun ist das Kinderzimmer sauber und wie von selbst besteht mein Sohn darauf abends aufzuräumen er ist jetzt ein richtiger Ordnungsfreund und hilft mir mein Schlafzimmer ordentlich zu lassen, denn wir machen eine kleinen Wettbewerb bei wem es abends ordentlicher ist.
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      Ich mag Duschen auch nicht so und bade lieber..

      Und finde immer die Tipps so toll, dass ich doch früh duschen soll, wenn ich morgens nicht Fahrt komme.. denn Duschen kostet mich viel Überwindung und gerade wenn ich dann total antriebslos bin, kann ich mich dann erst recht nicht überwinden.. Aber wozu hat man Waschlappen..

      Ich denke auch, dass es für die Haut garnicht so gut ist, wenn man sich täglich duscht.. natürlich etwas abhängig davon, was man macht.. je dreckiger die Arbeit, umso öfters muß man duschen...

      Das es auch eine Fehlentwicklung der Gesellschaft ist, dass man nur dann gut riecht, wenn man nach irgendeinen Deo, Duschgel etc. riecht und der eigene Körpergeruch verpönt ist..

      ---

      Hört sich doch super mit Deinem Sohn an! :)
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Das ist genau das was ich meine. Gut das mein Mann mich am liebsten so riecht wie ich eben rieche. Wir sind eher naturverbunden und finden das stark Parfümierte Menschen viel mehr stinken zumal ich einen sehr ausgeprägten Geruchssinn habe.
      Habe auch schon mal probiert mit duschen in den Tag zu starten. Ich wundere mich jedes mal wie gut das geht nur schaffe ich es trotz dem nicht.

      Den Namen PhlegmaWirbel finde ich cool, das passt richtig zu einem ADS Menschen. Fienchen ist ja die Schnecke aus der Sesamstraße. Meine Cousine nannte mich so, als ich ein junges Mädchen war, ohne es ins lächerliche zu ziehen. Weil die Schnecke lieb und schlau ist und in etwa so spricht wie ich es damals tat.
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