Danielas 'Liebesbriefe an den Tod'

      Danielas 'Liebesbriefe an den Tod'

      Nun hier also zwei meiner Werke aus düsterer Zeit. Sie sind mir heute wieder eingefallen, denn ich glaube, ich habe die Mappe gar nicht mehr. Keine Angst, sie sind mehr poetisch als destruktiv und sehr seltsam. Ehrlich, ich verstehe sie gar nicht mehr und ich könnte solche Dinge jetzt gar nicht mehr schreiben.

      Ich habe den Titel des ersten Gedichtes vergessen.

      Links in meiner Herzenskammer
      Schlingt die Arme um die Knie
      Sitzt das kleine Weiß-nicht-mehr
      Doch vergessen kann ich's nie.

      Denn des Nachts im dunklen Zimmer
      Zieht's das schwarze Kleidchen aus
      Zieht's das rote Kleidchen über
      Und zieht in die Welt hinaus.

      Und der Weg ist kahl und dunkel
      Voller dunkeler Gedanken,
      Die bringen zynisch voller List
      Alles was mein ist ins wanken.

      Mein Recht, mein Stolz und meine Ehre
      Sind die Pfeiler, die mich tragen
      Mit Blut und Tränen aufgebaut,
      Wer kann und darf sie hinterfragen?

      Einer hat die Macht dazu.
      Weiß-nicht-mehr du kleiner Wicht
      geisterst still durch meinen Kopf
      Schlägst dein Rot mir ins Gesicht.

      Wenn ich Nachts im Bette liege,
      Ertrinke in dem blutgen Rot
      Schreie durch die Stille denke,
      Weiß genau, du bist nicht tot.
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.

      RE: Danielas 'Liebesbriefe an den Tod'

      Hast Du mir jetzt ein schrecken eingejagt mit dem Titel des threads :evil: :tongue:

      Gelesen ging's mir schon besser...
      Hast dein Zorn mit schwarzer Tinte verewigt ;)

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      Das zweite Ding hieß glaube ich 'Schlaflos in der Zeit'

      Bin ich nicht eigentlich heiter von Gemüte?
      Was kümmern mich finstere Gedanken?
      Wozu die Leere, wozu die Schwere?
      Ist's meine Schwester in finstrem Gewande?

      Zerfrisst um was ich mich bemühte.
      Kriecht windend durch verwinkeltes Gehirn
      Leckt an dem Sud von Verzweiflung und Wut
      Schreit sie nicht verwundet hinter meiner Stirn?

      Sie schreit auf dass ich sie behüte!
      Doch ist sie nicht ein ungewollter Gast
      Den ich verbannt auf dass niemand ihn fand
      auf dass niemand seinen Namen heißt?

      Ihre Existenz hat nichts von frommer Güte.
      Nagt sie nicht schon das Fleisch vom Gebein?
      Sie ist mit mir und ich weiß von ihr
      Mein sein wird auch mein Ende sein.
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.

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      RE: Danielas 'Liebesbriefe an den Tod'

      Original von Buffalo
      Hast Du mir jetzt ein schrecken eingejagt mit dem Titel des threads :evil: :tongue:

      Gelesen ging's mir schon besser...
      Hast dein Zorn mit schwarzer Tinte verewigt ;)

      Ich hatte einen ganzen Kasten voller Gedichte, die meisten grottenschlecht aber einige mag ich immer noch.

      Verlorene Zeile wurde gefunden. :)

      Morgen werde ich meinem Jugendfreund, dem Tod einen Abschiedsbrief schreiben, darin wird es in erster Linie um Fußball gehen. ;)

      Er muss aber nicht traurig sein. Ist ja kein Abschied für immer. :D
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.

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