Strattera

      naja, Frau Stein war auch überzeugt dass die nicht übernommen werden -
      vielleicht ist es bei einigen Ärzten einfach noch nicht angekommen.

      Fakt ist mein Arzt weiß es - verschreibt es nicht auf einem Privatrezept - und bei der Apotheke war das kein Problem, wurde eingelöst, und kostete um die 20 Euro...3 Packungen- also für 12 Wochen.

      Hab irgendwo weiter vorne geschrieben was ich gezahlt hab.



      zur Übelkeit - die ist besser geworden obwohl mir immer noch flau ist - das Zucken hinter den Augenbrauen allerdings ist immer noch da :rolleyes:
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Original von Schilfrose

      Neben der Medikamentenwirkung komen noch drei mögliche Ursachen in Frage:
      - es war gestern doch zuviel Weine in Kombination mit zuviel selbstgebackenen Cookies
      - bei den selbstgesammelten Pilzen die ich vorgestern Abend verspeist hab war doch irgendwas giftiges dabei und wirkt jetzt im Magen
      - ich bin doch schwanger 8o


      Wein und Cookies legt sich ja von selbst, um eine Schwangerschaft kann man sich später auch noch Gedanken machen aber das mit den Pilzen finde ich ein doch ein wenig bedrohlich.
      Gibt es bei euch in Berlin vielleicht so etwas wie eine Notfall Praxis, wo du das abklären könntest oder willst du dann doch lieber schauen, wie sich das entwickelt? Ich habe überhaupt keine Erfahrungen mit Vergiftungen und verlasse mich gerade auf mein Bauchgefühl.

      Gute Besserung, Röschen!
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.
      mir ist immer noch übel - bin auch käsweiß :rolleyes:

      andererseits hab ich die Pilze echt lange und genauestens bestimmt und bei allen wo auch nur annähernd Unsicherheit da war , die hab ich aussortiert.
      Naja...ich hab natürlich einige durch Kostprobe aussortiert...also grad bei den Täublingen ist ja der Geschmackstest manchmal das sicherste Zeichen - und ja - da hatte ich auch einige "Giftige" - also scharfe aussprtiert.
      Sind aber alle eher bei den "ungenießbaren" anzusiedeln und nicht bei den tödlich giftigen.
      Sind halt sehr scharf ...aber von Lebertschäden oder so hab ich nix gelesen.

      Bei einem Pilz, dem Größten, war ich mir lange unsicher...ob es nun ein echter Reizker , oder eben ein ähnlich aussehender Giftpilz ist.
      Aber der Giftpilz hätte sauer riechen und schmecken sollen...und das tat er nicht. Roch und schmeckte gut.

      Auch ein anderer Großer hat mich etwas verunsichert...da gibt es den gut essbaren Tellerling, oder Trichterling oder eben den "Name vergessen"
      Aber auch da haben Geruch und Geschmack und auch Aussehen eindeutig für den Speisepilz gesprochen.

      Naja....vielleicht ist es doch einfach das medikament...hatte ja die ersten Tage bei der niedrigeren Dosierung auch seltsames Körpergefühl...
      jetzt seit 3 tagen die höhere Dosierung - kann schon sein dass sich das auswirkt.

      hmm...doof dass der Test erst nach Ausbleiben gemacht werden soll...bin aber zu ungeduldig...werd es trotzdem probieren damit ich ohne schlechtes Gewissen weiter rauchen kann :D
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Röschen, hast du Heilerde daheim?
      Das hilft echt gut bei Übelkeit und Magenverstimmungen, und schadet nicht, selbst wenn du knospend bist. ;)

      Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es am Medikament liegt - kannst du es mal weglassen und schauen was passiert? Sozusagen im Ausschlussverfahren versuchen herauszufinden was mit dir passiert und was dir guttut?

      Gute Besserung =)
      Fakt ist mein Arzt weiß es - verschreibt es nicht auf einem Privatrezept - und bei der Apotheke war das kein Problem, wurde eingelöst, und kostete um die 20 Euro...3 Packungen- also für 12 Wochen.


      Das heißt gar nix! Meine Apotheke hat auch eine weile Brav meine "Kassenrezepte" eingelöst bis der Chef der Apotheke da mal auf die Idee kam, mal genauer zu schauen und festgestellt hat, das die TAD eigentlich Privat sind. Gab gehörig Ärger zwischen den beiden.

      Seit dem flutscht es aber gut, nur das meine Rezepte genauestens beäugt werden ob auch alles brav eingetragen wurde. Nachzahlen musste ich auch nichts. :D

      Für Pilze würde ich mir jemanden mit Erfahrung suchen, nicht das Internet befragen. Am besten jemanden der noch regelmäßig sammelt und bei dem man mitgehen kann. Wie zum Beispiel unser Nachbar der ehemalige Postbote. Pünktlich bekommen wir zu Saisonstart 1-2 dicke fette Körbe mit vielen Essbaren Pilzen, von denen wir die hälfte meist wieder entsorgen müssen. Aber echt lecker, für eine weile. =)
      also die Strattera sind mit Gewissheit unterdessen für Erwachsene zugelassen und werden bei vorhandener Diagnose auch von der Kasse übernommen.
      Hab gestern in einem anderen ADS-Forum einen 36-Seiten-Thread dazu durchgelesen...der 2009 anfing als die noch relativ neu auf dem Markt waren.
      Da wurden viele Studien gemacht und zu der Zeit mussten die Patienten sich die Packungen für grob 200 Euro selbst kaufen - also auch unendlich viel teurer als MPH.
      Durch die Studien jedenfalls wurde es als wirksames Mittel gegen ADS bei Erwachsenen bestätigt und somit von den Kassen zugelassen.

      Erschreckt hat mich in dem Thread dass die meisten tatsächlich die selben starken Nebenwirkungen haben wie ich.
      Bei vielen waren die auch der rund es wieder abzusetzen.
      Viele haben die drei Monate Eingewöhnung garnich geschafft (wobei viele doppelt so hoch dosiert begonnen haben und nicht mal wussten dass es einer schleichende Eingewöhnung bedarf und vom Hersteller aus auch erst nach ca 12 Wochen anfängt positiv zu wirken)

      meine Nebenwirkungen sind immer noch:
      - seltsames Gefühl wie unter Drogen
      - Verdauungsstörungen/ Blähbauch
      - Magenschmerzen/evtl. Leberschmerzen
      - trübe Sicht
      - trübes Augenweiß
      - bleiernde Müdigkeit und Abgeschlagenheit
      - extrem trockener Mund (was ich als gnz sinnvoll erachte weil ich so mehr trinke )
      - Übelkeit
      - noch schwieriger morgens aus dem Bett zu kommen

      Nach Erfahrungsberichten scheint eine abendliche Einnahme gegen die Übelkeit zu wirken.
      Deshalb werde ich heute mal erst nachmittags eine nehmen und morgen dann abends und übermorgen dann eine zum Schlafengehen.

      Irgendwo stand auch dass bei dem 24 Stunden-Rhythmus des medikaments bei einer morgendlichen Einnahme eben der Rebound in die Aufwachzeit fällt - so dass dieser Schwierigkeit aufzustehen auch mit einer abendlichen Einnahme entgegengewirkt werden kann.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Schilfrose, das klingt gar nicht gut. Da würde ich mal sehr genau die Leber im Auge behalten (lassen)! Wird das Augenweiß etwa leicht gelblich?

      Soll das denn alles normal sein? Nach welcher Zeit werden Blutbild/Leberwerte bei dir gecheckt?

      Habe gerade die Nebenwirkungen überflogen, ist schon heftig, vor allem "normal" von schon gefährlich zu unterscheiden.
      "Die Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die vom Bewusstsein der eigenen Macht herrührt." (Paul Cézanne)
      je länger ich die jeweilige Dosierung nehme desto weniger bemerkbar werden die Nebenwirkungen.

      Gegen die Leberschäden-Befürchtung habe ich meine persönliche Gartenkur * die letzten Tage gemacht und es scheint zu wirken - jedenfalls habe ich keine Schmerzen mehr in der Lebergegend.

      Auch habe ich das Gefühl die abendliche Einnahme ist besser.
      Ich bin früher müde, schlafe spätestens um 1 Uhr ein, und wache morgens von alleine auf. Bin auch morgens schneller fit.

      Was ich jetzt langsam deutlich bemerke ist die emotionale Stabilität.
      Weine kaum noch, rege mich kaum noch auf über irgendwas, streite auch kaum noch (ausser am typischen PMS-Tag mit entsprechender Gereiztheit)
      Allerdings bin ich auch nicht mehr so überschwenglich fröhlich wie früher, mein UNterhalter-Wert ist gesunken, weiß manchmal garnicht was ich reden soll oder hab garkeine Lust auf ein Gespräch einzugehen.






      * Brennesseltee zum Entgiften, viel Wasser um die gelösten Gifte rauszutransportieren, Löwenzahnsalat gegessen wegen der Bitterstoffe die die Galle zur Produktion der Gallenflüssigkeit braucht die wiederum von der Leber gebraucht wird um zu arbeiten
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
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      Auffällig ist auch die extreme sexuelle Unlust - oder besser die Zufriedenheit ohne.
      Also mir fehlt's nicht :D - Problem ist allerdings: Meinem Partner aber sehr. Obwohl er da sehr zurückhaltend ist und mich in keinster Weise bedrängt merke ich doch wie sich zwischen uns eine Distanz ausbreitet....
      kein Streit mehr - dafür aber auch keinen Sex mehr ?
      Mir lieber - aber mal sehen wie die Beziehung das aushält :rolleyes:

      Die Antriebslosigkeit ist immernoch extrem.
      Nur so zwischendurch hab ich mal "Tu-Anfälle" oder so'n Gefühl dass ich organsatorisch durchblicke.
      Immerhin lässt es mich hoffen dass dies mit der höheren Dosierung sich dann noch steigern kann.

      Denken kann ich immernoch nicht richtig - mein Studium rückt immer weiter weg...habe kaum noch Lust mich da wieder reinzupfriemeln.
      Am Liebsten wär ich Bauer oder Selbstversorger....das bereitet mir Freude - mich mit Pflanzen zu beschäftigen und meine Ernte-Erfolge zu verköstigen.

      naja...mal sehen wie's im Winter ist wenn der garten nicht mehr zur Arbeit ruft.

      Fazit bisher: Bin ganz zufrieden - die schlimme Depression ist erstmal gebannt.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
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      Hallo liebe Forumsteilnehmer,

      mich würden noch weitere Erfahrungen mit Strattera intersieren. Meine Therapeutin möchte das Medikament im Februar bei mir ausprobieren. Vor mehr als einem Jahr hatte ich schon mal Medikinet Adult bekommen. Das hat sich jedoch bei mir nicht bewährt, da Nebenwirkungen (nervöse Unruhe) aufgetreten sind. Nach rund einem halben Jahr wurde das abgebrochen.

      Bisher konnte ich hier im Thread lediglich die Erfahrungen von Schilfrose zu Strattera lesen. Sorry Schildrose, deine Beiträge sind für mich wenig hilfreich. Deine scheinbar unerkannte Alkoholproblematik (... so lese ich das jedenfalls aus deinem Beitrag, 1/2 Flasche pro Tag heraus), ist für mich im Zusammenhang mit Schilderungen von Auswirkungen von Strattera vorrangig. Da würde ich mir eher Gedanken darüber machen, als über ADHS - und dazu sinnvolle Hilfsangebote nutzen.

      Was hat sich konkret bei euch seit Einnahme von Strattera verändert?

      Vielen Dank schon mal.
      naja, da in anderen Foren zu dem Thema die gleichen Symptome angegeben waren wie ich sie als Strattera-Nebenwirkung empfinde geh ich mal davon aus dass es weniger mein Alkoholkonsum denn die Strattera sind die diese seltsamen Befindlichkeiten auslösen.

      mehr dazu findest du in dem Chaotenforum.
      Das ist die ADS-Seite wo oben eine Reihe Menschen ist und einer macht Kopfstand.


      Trotz meines "unerkannten Akoholproblems" :totlachen: (das hätten bei zwei Glas Rotwein am Tag dann 90% der Franzosen *zwinker* ) maße ich mir dennoch an nochmal mein Fazit zu Strattera zu ziehen.

      - Es dämpft mich,macht mich dauermüde
      - es nimmt die Höhen vollständig - also die spontane euphorische Freude und Fröhlichkeit ist so gut wie weg (kann aber auch an meiner PTBS liegen)
      - die Tiefen haben sich nicht merklich verbessert, höchstens in der Häufigkeit aber nicht in der Schwere
      - die nebenwirkungen treten immer wieder auf, vor allem wenn ich mal vergessen hab eine zu nehmen und sie später nehme (Nebenwirkungen sind weniger wenn ich sie vor dem Schlafengehen nehme)
      - ich habe vermehrt Appetit auf Süsses und habe ziemlich zugenommen
      - Libido hat stark nachgelassen

      Fazit: Bisher starke, negative Beeinflussung aber keine wahrnehmbare Verbesserung weder durch mich noch durch mein Umfeld


      Aber wie bei jedem Medikament wirkt es bei jedem Menschen anders.
      Erfahrungsberichte sind jedenfalls nur bedingt hilfreich für dich.
      Wissen ob es dir hilft oder ob die Nebenwirkungen für dich erträglich sind kannst du erst wenn du es probierst.

      Ich für meinen Teil werde nach zufriedenstellendem Lebertest nochmal die Dosierung steigern wie es mein Arzt empfielt, und wenn sich dann nach 1 Monat immer noch nichts positiv verändert hat beende ich das Experiment Strattera.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Hallo Schilfrose und andere Leser/innen,

      zunächst mal danke ich dir für die weiteren Erfahrungsdetails mit Strattera.
      Das ist mir schon eine kleine Hilfe, wenngleich du auch richtig bemerkst, dass es eben nur ein Anhaltspunkt sein kann. Jeder verstoffwechselt und verträgt Medikamente eben anders. Gerade darum ist mir eben auch eine Vielfalt von Erfahrungen wichtig, möglichst viele Forumsteilnehmer mit Stratteraerfahrungen hier erreichen zu können. Dann kann ich mir wenigstens ein bischen ein Bild machen. Letztendlich muss ja doch eine rote Linie, eine Einheitlichkeit in der Wirkung bei ganz verschienenen Leuten erkennbar sein. Sonst wäre das Medi ja für die Tonne, oder nicht?....

      Dass Strattera bei dir so sehr dämpft, es zur starken Müdigkeit führt, das irritiert mich schon. Klar ist es kein Stimulanz wie etwa Methylphenidat, doch soll es schließlich zentral Dopamintransport effektiver ermöglichen. (In dem es die Wiederaufnahme in die vorige Synapse hemmt). Somit müßte letztendlich doch mehr Dopamin in den Umlauf kommen. Folge: Mehr Glücksgefühl, mehr Antrieb und Motivation!
      So bin ich fast geneigt daraus zu schließen: Bei dir tritt das Gegenteil auf. Wie kann das sein? Geht das bei anderen Stattera-usern auch so dermaßen in die Kehrrichtung?
      Noch zu dem Alkoholthema: Ich maße mir nicht an, dir tatsächlich ein Alkoholproblem zu unterstellen. Deshalb auch das Beiwort "scheinbar" welches du nicht im Satz wiederholt hast. Es ist nur so, dass ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit tatsächlichen Alkoholikern aus meinem Lebens- Arbeitsumfeld sehr häufig versucht wurde, sämtlichen Bezug zu einem Alkoholproblem zu negieren. Viele machen sich selbst was vor; natürlich aus innerer Not. Ich stehe da gar nicht drüber wie einer, der keine Probleme hat, (nur zum Glück nicht mit stofflichen Süchten).
      Doch das Negieren kommt so häufig vor, wie dass aus einer dunklen Wolke letztlich Regen fällt. Das erfasse in seiner Bedeutung, wer das erfassen mag. Ich möchte daher auch nicht weiter darauf eingehen.

      Herzliche Grüße
      Ralf
      so....also die letzten Wochen ging es mir ja merklich besser.
      Habe mich ruhiger und ausgeglichener gefühlt, besser durchgeschlafen, weniger Aggressionen gehabt...und manchmal sogar so etwas wie innere Heiterkeit.

      Ich konnte nicht genau sagen ob die Strattera jetzt ihre Wirkung entfalten oder ob es einfach eine gute Phase ist oder ob die einzelnen positiven Faktoren in meinem leben da eine Rolle spielten.

      Wohl von allem ein bisschen.

      Jetzt hatte ich zwei Tage hintereinander die Strattera vergessen zu nehmen (ich trau mich sie nur noch vor'm Schlafengehen zu nehmen damit ich nicht diese Übelkeit habe)...
      und was soll ich sagen...

      ich war gestern so aggro :bombe: :evil: :dontlike:

      habe innerlich so richtig gemerkt wie angespannt ich bin...mir sind nur noch negative Dinge eingefallen, ich hab mich über alles und jeden aufgeregt und konnte kaum aufhören.
      Es kam nur noch Gift aus meinem Mund.
      Fast Streit mit meinem Freund bekommen...zum Glück sind wir heute so weit dass wir es dazu nicht mehr kommen lassen.
      Aber es war schon ein deutlicher Unterschied zu merken.

      Gestern Nacht habe ich dann wieder dran gedacht und fühle mich heute schon wieder wesentlich entspannter und ausgeglichener.

      Also....sie scheinen wohl doch zu wirken :rolleyes2:

      Und wenn ich sie vor dem Schlafengehen nehme dann sind die Nebenwirkungen auch wesentlich geringer - die Übelkeit ist ganz weg.
      Meine Libido scheint auch langsam wieder zu kommen....
      also ich fange an die Strattera zu mögen :D
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
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      Hallo Schilfrose,

      schön, dass du nun auch von positiven Begleiterscheinungen von Strattera berichten kannst. Möglicherweise spielen da tatsächlich, wie du beschrieben hast, auch andere momentane Lebensfaktoren bei dir eine Rolle und sei es nur der bevorstehende Frühling.
      Schließlich sind manche der von dir beschriebenen Veränderungen ja das Gegenteil von dem, was vormals von dir als Wirkung beschrieben wurde, z. Bsp. (Müdigkeit, fehlende Freude).

      Ich hatte heute mein Strattera-Gespräch bei meiner Neurologin. Im Vorfeld habe ich mir noch einmal heftige Gedanken dazu gemacht. Ob.... oder eher nicht... doch in der Summe war mir dann doch schon vor ein paar Tagen klar geworden, dass ich mich Contra Strattera entscheiden werde. Das habe ich auch getan.
      Für mich gilt, dass ich einfach meinen eigenen Weg finden möchte - und am finden bin. Dazu gehört zum Beispiel, dass regelmäßiger Sport mein Stoffwechselaktivator ist. Bei mir ist es hauptsächlich Laufen und Spazieren gehen, halt viel im Freien bewegen.

      Das von dir beschriebene Thema mit den Aggressionen habe ich zum Glück nicht.

      Eine Symptomatik ist bei mir jedoch, dass ich sehr stark zu Ermüdungserscheinungen im Tagesverlauf neige. Mit ein Grund, dass ich bisher beruflich in den letzten Jahren kaum noch in die Gänge gekommen bin. Doch anstatt mich dafür runterzumachen lerne ich gerade, es einfach auch zu akzeptieren, loszulassen. Das blöde ist ja für mein Gefühl, dass ich mich immer wieder mit Normalos oder Stoffwechselgesunden (Bezeichnung ist egal, du weist glaube ich was ich meine....) verglichen habe. Das kann ja nur runterziehen.
      Momentan habe ich eher den Eindruck, wenn ich diese Fixiererei loslasse, dass dann vielleicht mehr drin ist, als ich gedacht habe. Das scheint mir für mich der richtige Weg zu sein.

      Dir wünsche ich, dass das sich besser fühlen anhält.

      Liebe Grüße
      Ralf
      ja...
      hmmm... also momentan ist es so:

      was bleibt ist die konstante leichte Übelkeit.
      Verringern lässt es sich bei mir durch die Einnahme vor'm Schlafengehen und regelmässiges essen.
      Naja, immerhin bin ich dadurch gezwungen zu frühstücken.

      Ich bin wesentlich ruhiger und rege mich nicht mehr so extrem auf.
      Aggressionen hab ich so gut wie kaum noch, nur noch PMS.

      Allerdings macht dieses "Ruhig gestellt sein" auch eine konstante Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
      Ich würde immer noch am Liebsten den ganzen Tag nur im Bett liegen bleiben.

      Ich schlafe unterdessen ganz gut ein und auch durch und träume wahnsinnig intensiv.
      Das mag ich so, dass ich nie aufstehen will sondern in meinem Traum bleiben will.

      Mein Bedürfnis nach Aufregungen und Abenteuern ist stark gesunken.


      Ja, sie wirken direkt eben auf den Noradrenalinspiegel und der ist ja zuständig für Stimmungen, Aggressionen und eben auch (bei Unterdosierung) für die Adrenalinsuche durch Aufregendes und abenteuerliches.

      Dass sich da was geändert hat merke ich an meiner veränderten Reaktion auf männliche Annäherungen.
      sogar bei sehr gut aussehenden und willigen und mich anbetenden regt sich in mir nix....kein geheimer Wunsch nach Fremdgehen oder Fremdknutschen.
      Das ist erstaunlich :P
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      @ Ralph:

      wenn die Müdigkeit dein Hauptproblem ist denke ich auch dass die Strattera völlig falsch bei dir sind.
      Ich denke dass ich die Müdigkeit und das "runtergesetzt sein" nur deshalb so einigermassen vertrage weil ich ansonsten recht hyperaktiv bin - gleicht das also ein wenig aus hin zur Normalität.
      Wenn du auch kein Problem mit Aggros hast sehe ich garkeinen Sinn bei dir Strattera zu probieren.

      Sport ist ein sehr gutes Mittel den Adrenalin-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.
      Gegen die Müdigkeit kann ich dir nur das gängige ADS-Mittel MPH empfehlen.

      Die nehme ich jetzt ab und zu wenn die Müdigkeit mich zu sehr ausbremst.


      ...@ Chat Noir:

      Bist du so ein Adrenalin-Junkie oder wie kommt dein Arzt drauf dir Strattera zu verschreiben?
      Aggressiv biste ja nicht.

      Also empfehlen würde ich die nur wenn man ein sehr großes Problem mit seinem Adrenalin-Haushalt hat...also sich selbst durch Adrenalinsuche gefährdet oder kriminell wird oder eben starke Aggressionsprobleme hat.
      Alles andere würde den langen und äusserst unangenehmen Weg der Dosierungssteigerung und Eingewöhnung über Monate nicht rechtfertigen.

      Ich nehme sie hauptsächlich um emotional etwas stabiler zu sein.
      Es nimmt die Spitzen...nach unten und nach oben.

      Ich habe nicht mehr so abgrundtiefe Verzweiflungsanfälle - dafür aber auch kaum noch die euphorischen und glückseligen Gefühlsmomente.

      Lohnt sich meiner Meinung nach nur bei besonders schweren Fällen und Verzweiflung.

      Für Konzentrationsprobleme sind sie ungeeignet....da setz ich eher auf die MPH.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
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