..Wenn Eltern AD(H)S ignorieren -& die daraus resultierenden Probleme

      ..Wenn Eltern AD(H)S ignorieren -& die daraus resultierenden Probleme

      Hallo an alle!
      Mich würde sehr interessieren, wie es hier anderen ergangen ist, deren Eltern sich komplett gegen das Thema AD(H)S sperren. Bei mir sieht es so aus, daß meine Eltern mich immer schon als ein wandelndes Problem hingestellt haben und sich komplett dagegen verweigert haben, den Problemen in irgendeiner Weise auf den Grund zu gehen, dann wären sie ja Gefahr gelaufen, sich evtl. auch mal an die eigene Nase zu fassen. Aktuell verweigern sie mir das Ausfüllen des Diagnose-Fragebogens, obwohl das das Einzige ist, was ich seit 1,5 Jahren überhaupt mal wieder von ihnen will. Ich finde das furchtbar schrecklich und frage mich, ob es soetwas auf diesem Globus noch einmal gibt und wie Ihr mit solcher Ignoranz bei diesem wichtigen Thema umgeht.
      Gruß!
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche

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      ich habe mit anfang 20 die diagnose bekommen.
      muss dazu sagen: meine mutter bezeichnet mich schon immer als "problemkind" und ich wurde geschlagen, misshandelt und unterdrückt von meinen eltern. ergebnis: extrem unsichere junge frau, essstörungen, labil, selbsthass und extreme-liebend- also alles endet immer in der eskalation usw.
      aber zusammengefasst: ich fühle mich extrem einsam und verlassen von meinen eltern...mein vater ist ein intelligenter mensch, aber er hat nicht die kraft sich gegen meine tyrannische mutter durchzusetzen und ist auch eher der rationale typ. als ich meinen eltern sagte, dass ich adhs habe...reaktion viel mau aus und bis heute sprechen wir das thema nicht an, es kommt mir so vor als ob sie das thema nicht interessiert - meine mutter sagte einmal "du bildest das dir nur ein, jeder hat doch adhs und stell dich nicht so an"
      jetzt hatte ich 7 monate keinen kontakt aufgrund dessen, dass meine mutter die geduld verloren hatte mich 27jährige geschlagen hat,w eil ich ihr zum xten mal gesagt hatte, dass ich eben vegan lebe und kein fleisch esse und meine mutter mich deswegen nur angeschrien hatte und mich aus der wohnung geschmissen hatte. meine schwester-bänkerin- meidet mich, sehr unterkühltes verhältnis...sie kann damit nicht umgehen, denkt ich sei geisteskrank. und auch weil wir sehr verschieden sind...sie: das liebe, saubere, hübsche mädchen und ich na ja..."alternativ" mit piercings und tattoos...
      ich hab wieder kontakt und lasse das so laufen, da ich sonst keine familie habe und es auch aufgegeben habe mit meiner familie zu streiten, ich will frieden, mein leben ist sowieso kompliziert genug...es ist sehr schwer, da meine eltern menschen sind die mir auf der anderen seite sehr viel geben (geld zustecken und mir nette worte sagen usw.) und auf der anderen seite kann ich nicht mit ihnen ernsthaft über das thema sprechen und bekomme stattdessen nur ihre "probkleme" aufgetischt
      „Es gibt noch etwas anderes als Moden; es gibt Werte, es gibt Wahrheiten". - Simone de Beauvoir
      Hallo Gretchen,
      na, das hört sich nach einer ganz ähnlichen Struktur an wie sie bei meiner Familie vorhanden ist. Auch ich fühle mich von meiner überhaupt nicht ernst genommen, ungeliebt, da sie meine Probleme immer ignoriert haben, -oder besser gesagt, die Ursachen nie haben sehen wollen. Es ist ja auch schön einfach für sie, mich einfach als frech und faul abzustempeln und mich schnell mal abzuwerten: "Ach, du spinnst ja!" -Wie oft habe ich das schon gehört! Auch ich fühle mich verlassen und einsam, weil meine Eltern mich praktisch in die Ecke "verrückt" stellen. Aber ich habe inzwischen eine eigene Familie, die zu mir hält... Nur bin ich nun 41 Jahre und muß mich bei dem Trümmerhaufen, den ich in meinem Leben hinterlassen habe, während es heute besser läuft, denn je zuvor, wieder mit den Geistern meiner Vergangenheit befassen und: Boing! Gibt´s die nächste Schelle! Ich bin fassungslos, wie egal Eltern das Wohl ihrer Kinder sein kann. Dabei sind meine Eltern nicht doof und nicht arm. Mein Vater ist derjenige, der in unserer Familie unterdrückt und tyrannisiert, -ein totaler Machtmensch, war beruflich immer sehr erfolgreich, -einer,der die Familie mal als eine Firma und sich als den Chef bezeichnet hat... Miene Mutter plappert ihm alles nach. Mein Bruder ist quasi in seine Fußstapfen getreten. Die haben kein Interesse, sich mit einem schwarzen Schaf zu beschäftigen, -sowas ist für das äußere Bild eine Katastrophe und nicht vertretbar.
      Claudia
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche
      So, hab jetzt endlich mal wieder den nötigen Abstand gewonnen. Das hat Kraft und Nerven gekostet. Ich muß mich mit dem Desinteresse meiner Eltern abfinden und es war ein Fehler, zu erhoffen und zu versuchen, sie zu konfrontieren: eine Sisyphus-Aufgabe und nicht der Mühe wert. Es kann nicht sein, daß ich meine Zeit mit diesen unlösbaren und unmöglichen Dingen verschwende. So.
      Claudia
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      Nietzsche
      Liebe Claudia,

      ja, bei mir war ich auch immer die Schuldige.

      Bei heutigen Streitereien werde ich als arrogant und undankbar abgestempelt.
      Meine Mutter hat mir heute erst wieder gesagt "Du hast eben italienisches Temperament gepaar mit Königsberger Sturheit" (sehr "tolle Erklärung")- Meine Mutter ist Italienerin, ihr Vater stammt aus Königsberg, heute Polen^^ Natürlich beruhigt sie diese "einfältige Erklärung", damit sie sich nicht schuldig fühlen muss...dafür, dass sie damals nicht auf Kinderärzte gehört hat, die mich schon mit 2-3 Jahren für "anders" erklärten...auch die Kindergärtner und in die Lehrer in der Grundschule hatten immer nur Stress/Probleme und Verhaltensauffälligkeiten an mir festgestellt...

      ICH sehe ähnlichkeiten bei unseren familien: ein elternteil ist herrisch, tyrannisch und der andere elternteil fügt sich. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir gehen muss...glaub mir ich will deswegen auch keine eigenen kinder- ich wäre wegen meiner mutter eine schlechte mutter oder so lange sie da ist wäre ich nicht die mutter die ich sein will. (ich kann sehr gut mit kindern und habe angst, dass sie mir nur reinredet, wenn ich z.b. sage ich brauche keinen erziehungsratgeber. ich mache das so und so und gehe lieber auf mein kind ein anstatt die neumodische pädagogen-scheiße zu befolgen usw.

      Auch können sie nicht verstehen wie schwierig der alltag/das studium für mich als adhsler ist...und warum ich mich andauernd mit anderen leuten zoffe oder andauernd die frage "wann wirst du endlich mal klar im oberstübchen`?" -minderwertigkeitskomplexe sind da vorprogrammiert!
      „Es gibt noch etwas anderes als Moden; es gibt Werte, es gibt Wahrheiten". - Simone de Beauvoir
      Original von Gretchen
      glaub mir ich will deswegen auch keine eigenen kinder- ich wäre wegen meiner mutter eine schlechte mutter oder so lange sie da ist wäre ich nicht die mutter die ich sein will. (ich kann sehr gut mit kindern und habe angst, dass sie mir nur reinredet, wenn ich z.b. sage ich brauche keinen erziehungsratgeber. ich mache das so und so und gehe lieber auf mein kind ein anstatt die neumodische pädagogen-scheiße zu befolgen usw.


      Darüber denke ich schon den ganzen Abend nach und weiß nicht, wie ich das finden soll. Auf der einen Seite finde ich die Entscheidung keine eigenen Kinder zu wollen total nachvollziehbar. auf der anderen Seite macht mir die Macht, die du deiner Mutter über dich gibst, ziemliche Bauchschmerzen. Wieso lässt man einen Menschen, der dort nichts mehr zu suchen hat, so massiv in seine Lebensplanung eindringen?

      Das fühlt sich total falsch an. Machst du eine Therapie, Gretchen? Hast du woanders irgendeinen Halt?
      Ich habe gestern erst irgendwo gelesen, dass Menschen, die andere Menschen nicht akzeptieren können und alles kontrollieren müssen, alles nur nicht glücklich sind. Aber du hast verdammt noch mal ein Recht darauf glücklich zu sein und wenn deine Eltern keinen guten Job gemacht haben, dann ist es nicht dein Job deswegen unglücklich zu sein. Dein Job ist deine größtmögliche Entfaltung. Wenn ohne Kinder, dann ohne Kinder weil du es nicht willst und nicht weil du denkst, deine Eltern könnten denken...

      Sowas macht mich total wütend und traurig. Weil wir haben doch nur dieses eine Leben. Manno!
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.
      Hey Gretchen!
      Oh mann, das ist so ungerecht, wenn Eltren sich weigern, Verständnis zu zeigen, um im Recht zu bleiben. Ich muß sagen, daß ich wahrscheinlich "geplant" auch eher nicht Mutter geworden wäre, aber ich muß aus heutigeer Sicht sagen, daß meine Tochter das Beste ist, was mir im Leben passieren konnte. Allerdings habe ich auch den richtigen Mann dazu, der durch seine verständnisvolle Art vieles ausgleicht. Ich habe, genau wie Du sagst, etliche Erziehungsratgeber gelesen, um nicht so zu werden wie meine Mutter oder mein Vater. Ein paar Verhaltensweisen habe ich natürlich trotzdem übernommen, was mich manchmal ärgert, aber ich glaube, daß ich sie mir wenigstens einigermaßen abtrainieren konnte. Meine Eltern haben anfangs in ihrer Rolle als Großeltern bei meiner Tochter WIEDER diese negativen Verhaltensmuster gezeigt, woraufhin ich irgendwann die Konsequenz gezogen habe, den Kontakt möglichst gering zu halten. Das war gut so und meine Tochter hat supertolle Großeltern, nämlich meine Schwiegereltern.
      Liebe Grüße, Claudia
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „aidualc“ ()

      Das ist echt großartig, Claudia und du bist sehr, sehr glücklich.

      Wenn du komplett alleine davorstehst, ist es noch eine Spur krasser, da es ja nicht irgendwelche Leute sind, sondern Menschen, auf die man auf Leben und Tod angewiesen war und deren Weltsicht für ein Kind ein Naturgesetz sein muss und die man ja auch lieb hat.

      Bei mir waren es nicht meine Eltern, die hatten mit sich selbst genug zu tun und waren schlicht nicht da. Bei mir war es meine Oma, die nun, sagen wir mal keine große Hilfe war. Mir ging es auch auf der einen Seite besser, als ich da den Schlussstrich gezogen habe, aber ich war komplett alleine, total verwirrt und orientierungslos, mit einem ganzen Katalog im Kopf, wie ich es nicht machen soll, keine wirkliche Hilfe und das Gefühl, ich muss mich nur anstrengen und dann sind zumindest die Kritiker still. Aber es klappte gar nix und als ich die Kinder hatte, klappte noch weniger.

      Ich traue mich aber zu schreiben, dass ich das Kapitel schon lange abgeschlossen habe, mich gesund und munter fühle und...das ist irre wichtig...meiner Oma verziehen habe, meine Eltern verstehe, warum sie so gehandelt haben, wie sie gehandelt haben und ich tue meinen verdammten Job und lebe mein Leben. Meine Schwestern sind meine besten Freundinnen und ich hätte es nicht ohne sie geschafft, ich habe einen totalen Loserjob, der mir total Spaß macht und aber auch gar nix mit akademischen Würden zu tun hat, nach denen ich doch anfangs so gestrebt habe, liebe meine Hobbies und freue mich über jede Herausforderung.
      Und es läuft sogar gut, wenn es nicht gut läuft, weil es endlich Spaß mach 'ich' zu sein.
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „danielak“ ()

      Liebes Grestchen!
      Ich will eigentlich damit sagen, daß Du durchaus die Möglichkeit hast, durch eigenständige Entscheidungen und Arbeit an Dir selbst, Deinen ganz eigenen Weg zu finden, nämlich eien Weg, den Du für den richtigen erklärst. Du kannst die Einflüsse Deiner Eltern begrenzen, so wie Du es willst. Du mußt das nur wollen -und glaube mir: für Dein Kind WIRST Du das wollen! Kinder geben Dir alles um ein Vielfaches zurück, was Du ihnen gibst. Es lohnt sich so sehr. Es wäre also unendlich schade, wenn Du Dir dieses Glück, nur wegen Deinen Eltern, verwehrst. Und wenn Du diese Zweifel alleine nicht in den Griff bekommst, hol Dir doch "heimlich" Hilfe von therapeutischer Seite! -So wie ich vermute, halten Deine Eltern genauso wenig von diesem "Psychologengequatsche" wie meine :rolleyes:. Aber das sollte Dich nicht hindern! 8)
      Ganz liebe Grüße!!!
      Claudia
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche
      Hi Danielak!
      Ja, Du hast recht. Alleine hätte ich ein massives Problem gehabt. Ich weiß auch nicht, ob ich das alleine geschafft hätte. Da hast Du wirklich eine riesige Leistung gebracht! Bie mir ist das mit den Geschwistern auch gar nicht so wie bei Dir: Mein Bruder ist auif der Seite meiner Eltern, weil er zu feige ist und Angst vor der Rache meines Vaters hat: Er könnte enterbt werden oder möglicherweise sogar seine Anerkennung verlieren, wenn er sich irgendwie auf meine Seite stellen würde. Er hat eben nicht den nötigen "Arsch in der Hose", wie man so zu sagen pflegt. - "Haha!" Arme Wurst!
      Also: Meinen vollsten Respekt an Dich!
      Lieben Gruß,
      Claudia
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      Nietzsche
      Hallo zusammen

      es sind ja nicht nur die Eltern, die es nicht glauben.

      Bei mir ist es vor allem die totale Stinotochter, die jetzt 21 ist.

      Die findet wir Menschen seien alle unterschiedlich und ich und ihr ADS Bruder sollen sich gefälligst zusammenreissen, das reiche. Ritalin und co seien eine Droge.....
      Sie hat da echt zuwenig Verständnis. Und ich mag mich bei ihr nicht mehr rechtfertigen. Dann denkt sie halt so, ihr Problem.

      Mein Mann und der andere Sohn verstehen es mittlerweile.

      Gruss
      Hey Spargel!
      Das von der Tochter ist hart. Daß Du Dich vor ihr nicht rechtfertigen willst, ist verständlich. Aber gibt´s keinen Weg, ihr die ausführliche Information mal aufzuerlegen? -Quasi: Du willst von mir xy: okay, aber vorher liest du mal Text z und unterhältst dich mal mit uns in der Familienrunde darüber. -?- Ich meine, so eine Gelegenheit, daß sie mal etwas von Dir will, kommt doch auch immer wieder... Oder?
      Gruß, Claudia
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche
      Hallo Claudia

      das hatte ich schon mal gemacht. Aber im Moment ist sie irgendwie auf dem Ego Trip.

      Auch mein Mann findet es von ihr etwas doof.
      Aber ich mag mich einfach nicht rechtfertigen und ich denke dass sie mit zunehmender Lebenserfahrung einsichtiger wird.
      Sie zieht Ende Monat aus, dann haben wir auch mehr Distanz, was gut ist.


      Sonniger Tag euch allen! Meine Zähennägel sind grellpink!

      Spargel
      Ich entscheide selbst- nur es ist so, dass ich auch ein Recht darauf habe eine Familie zu haben und auch die zu sein, die ich nunmal bin. Ich lasse mich nicht "verbiegen"- besonders nicht von Eltern, die mich als "problemkind" sehen, den ich war in meinen augen nie eins, mir wurde nie richtig geholfen.
      ich habe halt, aber es ist natürlich nachvollziebar, dass mein mann, kein adsler, nicht immer verständnis für meine verhaltensweisen usw. hat. ich habe bisher keine austauschsmöglichkeiten außer ihr hier...ich bin dankbar, dass ich hier wenigstens verstanden werde. aber ich bin ein stehaufmenschen und liebe das leben und vor allem ist mir meine zukunft sehr wichtig- ich habe so viele ideen und wünsche, ziele, die sollte sich niemand kaputt machen lassen.
      wie heisst es so schön: man kann sich seine familie nicht aussuchen...aber ich kann mir die wege, die ich gehen will aussuchen!

      ich fühle mit euch allen und kann nur sagen, dass es zum glück auch andere eltern gibt, die sehr verständnisvoll und interessiert sich mit ihren kindern einsetzen/sich kümmern.
      „Es gibt noch etwas anderes als Moden; es gibt Werte, es gibt Wahrheiten". - Simone de Beauvoir
      ach...ich glaube auch Unverständnis der Eltern kann einem helfen seinen eigenen Weg zu gehen - das Selbstbewusstsein zu entwickeln ein eigenes Leben zu haben, das nichts mit dem der Eltern zu tun hat.

      Mein Vater hat das mal ganz schön formuliert:
      Du musst dich nicht andauernd verteidigen und es ist egal wie lange du versuchts uns zu überzeugen. Wir haben eben unsere Einstellungen und du has deine.
      Dein Leben muss uns nicht gefallen - und unser Leben muss dir nicht gefallen.
      Hauptsache man ist mit seinem eigenen leben zufrieden =)

      :D Im Grunde hat mich das von dem lebenslangen Wunsch befreit endlich mal Anerkennung oder Verständnis durch meine Eltern zu bekommen.
      Brauch ich nicht. s sind meine Eltern - nicht meine Freunde.
      Ich lebe nicht mehr mit ihnen - wir haben eben unsere unterschiedlichen Leben und wichtig ist nur dass ich mein Leben selber gut finde.


      Apropos: Gretchen du hast Poooooooooooooooooooost :D
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Hallo Schilfrose!
      Du meintest:

      Mein Vater hat das mal ganz schön formuliert:
      Du musst dich nicht andauernd verteidigen und es ist egal wie lange du versuchts uns zu überzeugen. Wir haben eben unsere Einstellungen und du has deine.
      Dein Leben muss uns nicht gefallen - und unser Leben muss dir nicht gefallen.
      Hauptsache man ist mit seinem eigenen leben zufrieden


      ...Das finde ich prima, denn damit akzeptiert er Dich ja als eigenständig denkenden Menschen und gesteht Dir zu, daß Deine Einstellung für Dich und Dein Leben gut sein kann. Klar, daß Du dann ganz frei sein kannst. Ich gehe auch meinen eigenen Weg, aber mein Vater gesteht mir NICHT zu, daß daran auch nur irgendetwas gut oder richtig sein könnte und eine andere Meinung zu haben ist für ihn soetwas wie eine Todsünde. Meine Eltern versuchen sogar, das Verhältnis zwischen mir und meinem Bruder zu spalten, weil sie es nicht akzeptieren können, daß unsere Meinungen oft so weit auseinander gehen und meine Schwägerin mir eigentlich immer recht gibt. Damit kann man einfach nicht so locker sein. Meinen eigenen Weg gehen und zu dieser Entscheidung zu stehen, bedeutet also in meinem Falle, meine Wurzeln aufgeben zu müssen. Ich tu das trotzdem. Aber innerlich habe ich manchmal zu kämpfen, weil das so ungerecht ist. ..Will sagen: Eltern sucht man sich nicht aus.
      L.G.,Claudia
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „aidualc“ ()

      ...Und: Anerkennung will ich schon lange nicht mehr von meinen Eltern, -das wäre ein lächerliches Unterfangen... Und es fuchst mich ungemein, daß sie hintenrum meinen Bruder gegen mich aufbringen. Und alles nur, weil ich wollte, daß sie mir dieses ADHS-Eltern-Formular ausfüllen.... Hätte ich das doch nur nie versucht!
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche
      je unabhängiger du dich emotional von deinen Eltern, ihren Spielchen, ihren Urteilen, usw machst desto freier wirst du...und desto eher sind sie gezwungen dich zu akzeptieren wie du bist.
      Füllen sie den Bogen halt nicht aus...du kannst ohne sie leben =)

      Sie werden dich trotzdem lieben....
      Eltern sein ist auch nicht leicht...es ist nicht jedem gegeben andere Lebensmodelle zu akzeptieren oder zu verstehen...
      mach es ihnen vor was toleranz bedeutet...und wenn du nur ihre Intoleranz tolerierst :D

      Der erste Schritt ist emotional frei zu sein...auch von deinem Bruder.
      Er ist auch ein selbtverantwortlicher mensch...und ob er sich von den Entzweiungsmachenschaften deiner Eltern beeinflussen lässt steht auch in SEINER Macht...nicht in deiner.

      Es ist egal was dein Vater denkt...
      es ist egal was deine Mutter denkt...
      es ist egal was deine Schwägerin denkt....

      Das alles hört sich nach einem ewigen Kreislauf eines machtkampfes an...
      Das nennt sich erwachsen werden :D

      Aber dieses ganze kämpfen bringt letztendlich nichts ausser Unfrieden in dein eigenes Leben.

      Das gilt übrigens für fast alle lebensbereiche...auch für Beziehungen...
      man muss bei sich selber bleiben.
      Solange man sich gedanklich um Eltern, Partner, Freunde , usw kümmert ist man nicht bei sich selber....und hat damit auch keinen eigenen inneren Ruhepunkt.
      Je mehr du deinen Frieden hast desto eher wird der sich auf deine Umgebung abfärben.
      von alleine...ohne es zu erkämpfen.
      Lass deine Eltern Eltern sein mit all ihren Fehlern....
      und leb dein Leben zufrieden.
      Man muss sich nicht die Kritik anhören...
      was glaubst du wie deine Eltern schauen wenn du ruhig und bestimmt jede Kritik unterbrichst und sagst: Stop! Du hast kein Recht dir eine meinung über mich zu bilden! Ich bin erwachsen - so wie ihr !
      Ihr seid nicht weiser nur weil ihr älter seid.
      Ich will und werde mir deine Kritik nicht mehr anhören.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      Sorry....vielleicht klingt das alles altklug...aber das ist die Erkenntnis die ich im Laufe meines Lebens gewonnen hab....ob sie bei jedem funktioniert weiß ich nicht.

      Ich weiß nur: Alles liegt in der eigenen hand - man kann alles beeinflussen durch das was man zulässt.
      Jeder hat seinen eigenen Part an Streitereien.
      Es ist schwer sich da raus zu winden...aber es kann auch diesen Knackpunkt geben und man erkennt: es liegt in meiner hand was ich zulasse und was nicht.
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)
      ..Wenn´s denn nur Kritik wäre! Das, wasdie sich bringen, geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr und ist guter Stoff für einen Psychothriller. Mobbing und Psychoterror vom Feinsten. Deshalb meide ich jeden Kontakt. -Natürlich! Aber das heißt trotzdem nicht, daß das einfach ist.
      "Was hilft's! Sein Herz ist eng und all sein Geist ist in diesen engen Käfig eingefangen, eingeklemmt."
      Nietzsche