Diagnose-Ich bin jetzt etwas verwirrt

      Diagnose-Ich bin jetzt etwas verwirrt

      Hallo alle zusammen ,
      ich weiß jetzt nicht , ob ich mit meinem Thema hier richtig bin .
      Wenn nicht,könnte es ja noch jemand umtragen :) . Und sorry ,wenn ich es falsch eingetragen haben sollte .

      Also , es geht darum,
      ich hatte vor 1 Woche eig. meinen letzten Diagnosetermin. Komischerweise sagte sie mir einen Termin zuvor,dass sie ganz stark darauf tippt ,dass ich Ads habe(alles würde darauf hindeuten) und meinte dann zu mir ,bei dem nächsten Diagnostiktermin,wird sie mit mir einen Termin bei dem Chefarzt vereinbaren,wegen den Medikamenten.Nur an dem Tag als ich meinen letzten Diagnosetermin hatte,sind wir nochmal einen ausgefüllten Fragebogen durchgegangen(wurde vor wenigen Wochen ausgefüllt) und dann meinte Sie zu mir ,dass die Diagnose jetzt abgeschlossen wäre und sie die fragen nochmal durchgegangen wäre und ich sehr starke Ergebnisse im ''Depressiven Bereich'' der Fragebogen hätte. Und sie jetzt nicht weiß, was der Chefarzt dazu sagt, ob er mir dann das ''Medikinet'' verschreiben würde.Da ich bei den Fragebögen auch so eine bestimmte Prozentzahl hätte, die genau an der Grenze der Ads Diagnose liegen würde.Aber irgenwie kam es für mich so rüber,als hätte sie gemeint , ich hätte kein Ads sondern nur Depressionen...Oder wie darf ich das jetzt verstehen ? :S :-/.

      Obwohl ihre Diagnose nun doch eher in Richtung Depression geht,anstatt Ads,hat sie mir seltsamer Weise Unterlagen mitgegeben zur Aufklärung von Medikinet. Und ich soll schon mal 1 woche lang Tagebuch führen.Mit dem einen Zettel,der in den Unterlagen dabei war :/ .

      Ich bin etwas verwirrt...
      Wie lief das denn bei euch ab ?Ich wollte sie eh morgen nochmal kontaktieren und nachfragen , weil ich mir jetzt irgenwie nicht sicher bin ,was denn jetzt genau ist.
      Was mich nicht umbringt,macht mich stärker.
      Hi Lady-like,

      die Ärztin morgen nochmal anzurufen ist eine gute Idee, weil wir hier bestenfalls spekulieren können.

      Ich spekuliere mal:
      Wir wissen, nicht was sie für einen Fragebogen verwendet hat. Bei mir war es bei der einen Diagnose nur ein Set ADS-Fragebögen, bei der anderen Diagnose war u.a. auch ein ewig langer dabei, der pauschal alle psychischen Krankheiten abdeckt (da waren so Punkte wie "Andere Menschen kontrollieren meine GEdanken - ja, nein, vielleicht").
      VIelleicht war bei Dir ein Fragebogen mit typischen Komorbiditäten dabei, so könnte sie auf Depression gekommen sein.

      Du hast ja bestimmt schon gelesen, dass unentdecktes bzw. unbehandeltes ADS zu Komorbiditäten, also Begleiterkrankungen führen kann. Wie zum Beispiel Soziale Phobie, Anankastisches Verhalten (zwanghaftes Notieren & Planen) und eben auch Depressionen.

      Depression hat einige ähnliche Symptome wie ADS, Antrieblosigkeit, Stimmungslabilität usw. Und von beidem gibts leichte und schwere Ausprägungen die widerum phasenweise Schwankungen unterliegen.
      Psychische Krankheiten sind nicht immer leicht zu unterscheiden für einen Arzt, der sie innerhalb von 2 Besuchen diagnostizieren soll.


      Das Zögern Deiner Ärztin würde ICH folgendermaßen interpretieren:

      Diagnose
      - Sie ist gründlich und holt eine zweite Meinung ein - finde ich gut.
      - Sie ist sich möglicherweise noch unsicher wegen dem ADS, neben den Fragebögen beeinflußt es sie auch, was Du beim Termin für einen EIndruck machst und der kann je nach Tagesverfassung anders sein.
      - Konkret spekuliert: Sie ist unsicher ob Du ADS, oder Depression oder ADS&Depression oder vielleicht was ganz anderes hast.

      Oder sie ist sich bezüglich der Diagnose ziemlich sicher, hat aber noch Zweifel hinsichtlich der:
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

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      Medikation
      - Sie möchte, dass Du die richtige Medikation bekommst. :)
      Dazu holt sie eine zweite Meinung ein.
      Und sie läßt Dich Mph testen.
      Falls Du nicht eine komplett stressige Woche hast, wo Essen und Schlaf ganz durcheinander sind (kommt ja mal vor) oder andere Leute "reinstören" (Urlaub, Liebeskummer), dann hast Du nach einer Woche testen schon einen ersten Eindruck, ob Mph bei Dir etwas verändert

      (Nein, es wird nicht gleich alles supertoll dadurch, braucht auch eine Einstellungsphase und der Erfolg hängt noch von mehr Faktoren ab, siehe dazu andere Threads zu dem Thema)

      Wenn Sie den Chef gefragt hat und Du getestet hast, wißt ihr alle mehr.
      - Konkret spekuliert: Bei ADS in Kombi mit Depri wirkt manchmal auch nur ein Antidepresiva recht gut (kenne mich da nicht aus, gibt's Threads hier).
      Sie ist also vielleicht unsicher wegen der besten Medikation, ob Mph oder was anderes.


      Hab jetzt Deine anderen Beiträge nicht im Kopf.
      Ich hoffe, Du erschrickst jetzt nicht, dass sie denken könnte, dass Du eine (leichte?) Depression hast. Wie gesagt, beim Versuch ihre Patienten zu behandeln müssen sich Ärzte aus dem ICD-10 (Krankheitnverzeichnis) für eine Nummer entscheiden.
      Und es gibt viele Nummern und die Ärzte können nicht alle Krankheiten so gut kennen, deswegen hat sie das Nachfragen beim Chefarzt und deinen Mph-PRobelauf eingeschoben.

      Was ich so raushöre scheint sie sich auf jeden Fall Mühe zu geben. Wenn sich die Diagnose(n) für Dich nicht gut anfühlt würde ich mir auf jeden Fall eine zweite Meinung leisten.

      Ich hab mit Sprachkursen gearbeitet. Wenn ein TEilnehmer das Gefühl hatte, er wurde in den falschen Kurs eingestuft (zu schwer,zu niedrig) durfte - ja sollte! - er immer den Test nochmal machen, weil sich nix destruktiver auf die Motivation die gesamten 6 Kursmonate hindurch auswirken konnte, wie die ganze Zeit zu denken, er wurde falsch eingestuft. Sie haben dann zwar schon was gemacht, aber halbherzig, ohne Freude und sich viel schneller beschwert.
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      Zusammenfassung:
      - Wenn Du mit ihr telefoniert hast, weißt Du mehr.
      - Wenn Du 1 Woche Mph getestet hast, wisst ihr mehr.

      Und dann kannst Du schauen, ob noch Zweifel offen sind, gibt es viele Möglichkeiten.
      Z.b. mehrere Medikatmente testen.

      Ich drück Dir die Daumen, dass sich für Dich das Diagnose- und Medithema bald einpendelt, dass Du Dich darauf konzentrieren kannst, inwiefern sich Dein Leben jetzt dadurch verbessern kann! :]


      Edit: Und ICH würde die Zeit nutzen und recherchieren bez. ADS und Depressionen, so dass ich mir mir selbst sicherer wäre. Und die Ärztin ggf auch beeinflussen könnte in die Richtung, die ich möchte.
      Ich sage ICH, weil soviel lesen mich beruhigt, andere macht es eher noch konfuser.
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      Hallo , planlos. Danke für deine Antwort. Ohjee, was für ein langer Text . Gestern kam ich gar nicht dazu, ihn zu beantworten,.aber heute Versuch ich es nochmal aufs neue :) .
      Bei mir war auch ein Fragebogen , mit solchen Fragen dabei. Da dachte ich mir noch, was sind denn das für komische Fragen ...Also zwanghaftes notieren kommt bei mir auch vor.Aber auch nur, weil ich es einfach alles vergessen würde,wenn ich es mit nicht aufschreiben würde.

      Das Problem ist, das man mich auch sehr schlecht einschätzen kann. Ich wirke nach außen meistens :glücklich, zufrieden, zurückhaltend und sehr ruhig.Obwohl es aber Zuhause ganz anders ist . Ich hatte ihr auch erzählt, dass wenn ich sehr wütend bin , mich irgendwie abreagieren muss . Und da sind auch teilweise Sachen dabei kaputt gegangen :-/ . Da hat sie auch total erstaunt geschaut ...

      Das mit den Sprachkursen , Fund ich ja Super von dir. Das gute ist, du weißt , wie es ist, wenn man sich Vllt nicht so ganz konzentrieren kann. Manche reagieren dann anders. Da heißt es dann , der Test ist schlecht gelaufen , tut mir leid. Und das war's dann...

      Ich hab schon recherchiert ;-) und hab mir paar Seiten darüber angeschaut. Hab auch ein paar Zusammenhänge gefunden ...
      Vielen Dank nochmal , für deine tolle und ausführliche Antwort :) sehr nett :))) danke, danke ,danke
      Was mich nicht umbringt,macht mich stärker.