Buchempfehlung Chaosprinzessin

      Buchempfehlung Chaosprinzessin

      Hallo,

      ich habe überlegt meiner Schwester "Die Chaosprinzessin" zu kaufen.
      Habe allerdings gelesen, dass es sich mehr auf Ehe und Haushalt reduziert und einseitig sei.
      Wird da explizit auf die Gefühlswelt einer ADSlerin eingegangen und wird auch ein Verständnis aufgebaut wie in "Zwanghaft Zestreut" und ist das Buch generell so gut und verständnisvoll wie "Zwanghaft Zerstreut" und kommen da dann also auch diese AHA!- Effekte?

      So habe meine Gedanken hier niedergeschrieben.

      Meine Schwester ist so alt wie ich und hat jetzt keine Ehe, ist aber so unfähig sich zu organisieren und Dinge zu Ende zu bringen und so sprunghaft ist, dass meine Mutter sich Sorgen macht, ob sie jemals eine Ausbildung oder Schule zu Ende bringt, dass ich den Gedanken ihr gegenüber geäußert habe, meiner Schwester die Chaosprinzessin zu kaufen

      Jetzt frage ich um Rat.

      MfG anti

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Antioxidantien“ ()

      Weil der Titel Chaosprinzessin für mein Umfeld, für meine Schwester und für meine Mutter ein Titel, womit sie leben können, und wissen wie sehr undizipliniert und chaotisch und impulsiv meine Schwester ist. Da liegt es näher mit so einem Titel heranzugeben, als dass ich mit dem Finger zeige und "ADS"! sage.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Antioxidantien“ ()

      Ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe.
      Ich erinnere mich nur, dass es recht "bekömmlich" geschrieben war.
      Zum einen von der Schreibweise.
      Zum anderen dass ich mich mit dem geschriebenen identifizieren konnte, weil die Autorinnen viele Beispiele aus dem eigenen Leben bringen.
      Das letzte Kapitel über das Selbstbild habe ich damals nicht verstanden. Inzwischen weiß ich, was damit gemeint ist :D
      Wie ich es jetzt finden würde, weiß ich nicht.

      Ich wüßte jetzt aber auch nicht, welches ich stattdessen empfehlen könnte.
      "Such Dir Menschen, die Dir gut tun" war auch eher leicht geschrieben.
      "Zwanghaft zerstreut" war mir zu langatmig, hab es nicht fertiggelesen.
      "Laß mich, doch verlaß mich nicht" fand ICH gut, aber recht heftig, weil einem bezügl. des zwischenmenschlichen Verhaltens der Spiegel vorgehalten wird
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Original von Planlos
      "Such Dir Menschen, die Dir gut tun" war auch eher leicht geschrieben.

      Das fand ich wenig hilfreich. Ich hab ganz wenig aus dem Buch mitgenommen und mich nicht besonders angesprochen gefühlt. Vor allem zielt es ja mehr auf Menschen ab, die nen ADSler begleiten. Also eine Coaching-Funktion einnehmen. Ich konnte das Buch aus dem Blickwinkel aber auch nicht so viel nützlicher finden.

      Das Buch vom Mann der Autorin, Walter Beerwerth, "ADS - das kreative Chaos" hat mir sehr gut gefallen, als ich noch ein Frischling war, was das Thema angeht.
      Wie das dann allerdings jetzt, viele Jahre und Bücher später ist? Ich hatte mir vorgenommen, es wieder mal zu lesen, um heraus zu finden, ob das als Empfehlungsbuch herhalten kann. Beim letzten mal hab ich das aber in der Bücherei vergessen, nachdem ich ein paar andere Autoren entdeckt habe, die ich unbedingt lesen wollte. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „eska“ ()

      Die Chaosprinzessin war das einzige ADS-Buch, was ich nicht verschlungen habe.... 8o - noch nicht mal zuende gelesen *schluck* Es war mir eindeutig zu schwere Kost und für die paar Dinge in denen ich mich wiedererkannt habe hat es sich für mich!! nicht gelohnt.

      "Das kreative Chaos" liebe ich - da schau ich hin und wieder rein wenn ich Motivation brauche. :D

      Es gibt da noch so ein paar oberflächliche Bücher über Erwachsenen-ADS (alles über ADS bei Erwachsenen z.B) die ich für "Aussenstehende" ganz gut finde da die oft mit simplen Fallbeispielen arbeiten, aber eben nicht so amerikanisch geprägt sind wie Hallowells Standardwerk. Die habe ich teilweise "familienintern" verschenkt - angeblich um über mich zu informieren - in Wahrheit aber um den Angehörigen die Augen für die eigene Betroffenheit zu öffnen ............ :D

      Diese Bücher sind billig, nicht zu dick und leicht lesbar - in meinen Augen das richtige, um Betroffene aufmerksam zu machen.
      Vor 300 Jahren hätte man mich noch als Hexe auf dem Dorfplatz verbrannt

      Ich kenne die Regeln - aber die Regeln kennen mich noch nicht !

      Tausend Gedanken in einem leeren Kopf !
      .
      ... hier im Forum hat es ja schlechte Bewertungen bekommen.. ich fand es damals gut... ob ich es heute auch noch so empfinden würde... keine Ahnung.. es war glaube mein 2.ADS Buch..


      Was mir am meisten davon hängenblieb war der Part mit der Problematik, dass Hypo-ADS-Mädchen nicht erkennt werden, sie problemlos durch die Kindheit kamen. Und dann erst im jungen Erwachsenenalter, wenn sie ihre eigenen Existenz aufbauen, sich selbst organisieren müssen,. Verantwortung für Kinder übernehmen müssen etc, mit voller Wucht die ADS-Probleme zu spüren bekommen.. Dann Sachen nicht hinbekommen und niemand verstehen kann, weshalb sie Probleme haben, waren sie vielleicht bis dahin sogar eine Vorzeigekind.. oder zumindestens nicht problemelatisch .. Also meine Mutter sagt z.B. dass ich ein total pflegeleichtes Kind war...
      Und daraus folgen dann starke Selbstvorwürfe, weil man sich selber nicht versteht.. keine Grund erkennt, weshalb man es nicht hinbekommt.. sich für schlecht, faul, schlampig etc. hält.

      Und darin konnte ich mich sehr gut wiederkennen.. auch wenn ich keine Familie hatte.. aber dieser Gedankenkreisel..

      Kein Ahnung, ob sich Deine Schwester darin wiedererkennen kann... wie alt ist sie, wohnt sie noch zuhause? Vielleicht wäre dann ein Buch für Jugendliche ADSler besser..

      Wo würdest Du vermuten, liegen ihre Probleme? Sprichwort Leidensdruck... "Die Chaosprinzessin" ist vielleicht gut für Frauen, die großen Druck spüren die von der Gesellschaft erwartete Rollen zu erfüllen (hausfrau und Mutter, wenn Karriere dann natürlich neben haushalt und Kindern...).

      Wenn sie aber an der Stelle keine Leidensdruck verspürt, weil sie einfach noch selber Jugendliche ist oder ihr einfach egal ist, keinen Erwartungsdruck in dieser Richtugn verspürt, dann wird sie vielleicht damti nicht anfangen können
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Da stimme ich Phlegmawirbel 100% zu.

      Mein ADS Hypo Sohn war ein problemloses Kind. Lieb anhäglich, still.

      Klar er war von klein an ziemlich verpeilt, aber so als Familienbaby dachten wir das komme von seiner Stellung in der Familie.

      Auch in der Schule liebten ihn die Lehrer. Er machte zwar nur das Minimum, da aber sehr intelligent schrieb er trotzdem Spitzennoten. Und dass er ein stiller braver Junge war, erfreute seine Lehrer.

      Mit 10 Jahren kamen erste Depressionen, mit 16 war die Depression so tief dass wir ihn zum Psychiater schleppten, da kam dann schnell die Diagnose.

      Lg
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