Meine Familie will mich nicht mehr haben...

      Meine Familie will mich nicht mehr haben...

      Mein Mann, meine Kinder, haben mich aus ihrem Leben aussortiert.

      Mein Mann wollte, dass ich gehe.
      Und irgendwann konnte ich das nicht mehr aushalten, wohne seit 3 Wochen nicht mehr zu Hause, würde gerne zurück,

      aber ohne mich ist jetzt lt. ihm alles ruhiger, allen geht es besser.

      Habe erst 2 Wochen bei einer Freundin gewohnt, dann ging das nicht mehr, da ihr Mann zu dieser Zeit beruflich im Ausland war und nun wieder zurück ist.

      Jetzt bin ich für ca. 2 Wochen bei meiner Schwester und Familie, und warte auf einen Platz in der Klinik.

      Bin völlig am Boden....habe so Angst, dass es endgültig aus ist!!!

      Habe so ANGST...

      Ich habe alles zerstört?
      Ich brauche Hilfe, warum hilft mir niemand? Ich war doch auch immer für alle da.

      Mein Mann sagt, er muss jetzt egoistisch sein, sonst würde er in 2 Jahren unter der Erde liegen...

      Ja, und ehrlich, heute kann ich ihn sogar verstehen....

      Trotzdem bin ich traurig....

      Scheinbar bin ich unerträglich für alle, ich habe erst nicht verstanden, jetzt spreche ich mit meiner Schwester, meiner Freundin,....ich reagiere so merkwürdig, verhalte mich einfach völlig falsch, was ich gar nicht wahrnehme, tja, und daher nicht ändern kann, konnte.

      Selbst jetzt, wo ich es ein bisschen weiß, trotzdem noch so.

      Kann nicht schlafen, von Sa auf So nicht, und heute Nacht schon wieder nicht....

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      ich hoffe, es renkt sich alles wieder irgendwie ein.

      habt ihr denn noch kontakt oder ist funkstille?

      was sind denn die problembereiche und was tust du bisher um sie zu lösen?

      und welches Ziel verfolgt dein Klinik-Aufenthalt? Weil in einem fremden Umfeld wirst du ja wohl kaum deine Alltagsprobleme haben?
      Das hört sich wirklich ziemlich krass an - um so mehr würde mich, genau wie eska, interessieren, wo's denn genau klemmt.

      Ganz neu scheint die Problematik Deinem Umfeld ja nicht zu sein, denn Du bist ja schon länger diagnostiziert und nimmst Medikamente, wenn ich das richtig sehe.

      Irgendwie fühle ich mich aber an meinen "Rauswurf" aus dem Elternhaus erinnert, der sich in vielerlei Hinsicht nachher für alle Parteien als befreiend herausgestellt hat. Heute habe ich zu meinen Eltern (und meinem Bruder und seiner kleinen Familie) ein sehr gutes Verhältnis...der Abstand hat die "Reibung aneinander" im Alltag beendet und sich dadurch sehr positiv ausgewirkt.

      Ich hoffe, wie auch immer Deine Geschichte weitergehen mag, dass Dir ein ähnliches Glück zuteil wird.
      Ehrlich, ich weiß gar nicht ,wo ich anfangen soll zu erzählen?

      Seit 1 1/2 J. schreibe ich Tagebuch und in dieser Zeit hatten wir nur Streit!!!

      Voriges Jahr um diese Zeit habe ich gedacht, ich müsste das mal filmen, wie zu Hause mit mir geredet wird...da sind dann Mann und Sohn auf mich los, wollten die Kamera abnehmen bzw. Sohn zerstören....

      Heiligabend habe ich dann auch nicht mit ihnen verbracht, sondern bin zu meiner Schwester ins Haus, die zu dieser Zeit im Urlaub war und ich den Schlüssel zum Haushüten.

      Im Januar wollte mein Mann dann die Scheidung..ich wusste ja nicht wohin, also habe ich bei der Frauenberatungsstelle einen Termin gemacht.

      Mein Doc, bei dem ich alle 2-3 Monate einen Gesprächstermin habe, riet mir dann, zu sagen, ich wäre mit der Scheidung einverstanden.

      DAs habe ich dann auch getan, worauf mein Mann meinte, er wolle erst sein Knie (was er sich bei Schnee vertreten hatte und dadurch Schmerzen) erst auskurieren, dann wolle er sich das nochmal überlegen.

      Der Jüngste hatte Abschlussgrillen im Juni vom 4. Schuljahr. Am Vormittag hatten wir Streit (weiß jetzt nicht mehr wieso), daher bin ich alleine mit Kind hin, denn seit einigen Jahren habe ich die Regel aufgestellt, wenn wir Streit haben ,und er dann tagelang nicht mit mir redet, mich ignoriert, unternehme ich mit ihm nichts mehr.
      Denn ich konnte es nicht mehr aushalten, dass er zu allen freundlich war, nur zu mir nicht....
      Also wer dann den Hauptbezug zur Unternehmung hat, der geht dann hin.
      Im Falle Schule Kind Nr. 3 war ich die Glückliche, die aber nicht glücklich war, denn alle anderen waren mit der kompletten Familie.

      Später mehr.

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Hallo Schneeflocke,

      in Deiner Schilderung oben hast Du ja vor allem die Auswirkungen und Nebeneffekte der Konflikte mit Deiner Familie beschrieben.

      Wenn es Dir nicht zu persönlich ist, würde mich schon interessieren, woran der Streit sich entzündet hat bzw. warum sie Dich überhaupt abservieren wollen. Habe aber auch Verständnis dafür, wenn es Dir zu intim ist.

      In jedem Fall finde ich es sehr gut, dass Du nun endlich Hilfe bekommst. Auch wenn der Gang in die Klinik Dir wahrscheinlich nicht leicht gefallen ist, klingt es wie eine gute Entscheidung.

      Ich hoffe für Dich, dass es der erste Schritt ist mit dem Dein Leben wieder in geordnete Bahnen kommen kann und drück Dir dafür ganz fest die Daumen.

      Viele Grüße
      MrSleepyhead
      Wo soll ich anfangen?

      Sie halten es einfach nicht mehr aus mit mir.
      Da ich ja jetzt schon 2-3 Wochen nicht mehr zu Hause wohnte, kommen lt. O-Ton meines Mannes alle zur Ruhe.

      Ich mache alle verrückt,
      und weiß/wusste nicht wieso.

      Durch Gespräche mit meiner Schwester/Freundin erkenne ich ein Stück weit, was bei mir falsch läuft, meine Wahrnehmung ist einfach total anders sowie meine Reaktionen, die dann wiederum von den anderen ganz falsch gedeutet wird - ein Teufelskreislauf.

      Mein Mann und ich drehen uns mit unseren Streitereien im Kreis...
      trotz Hilfesuche - Therapie - Medis meinerseits -

      So wie es war wollen wir beide nicht mehr weiter machen!!!

      Das ist Fakt.

      Am 04.11. hatte ich ein Erlebnis mit einem Polizisten und währenddessen einen Nervenzusammenbruch, was mir aber erst meine Freundin klar machte, als ich ihr das erzählte.

      Und erst da merkte ich, ich kann einfach nicht mehr...burn out...egal wie es heißt..totaler Zusammenbruch - nervlich und auch körperlich bin ich am Ende.

      Vielleicht auch gerade jetzt, wo mit den Kids so ziemlich alles in die richtigen Bahnen läuft??? Und ich etwas weniger Sorgen um sie haben muss und weiß, es geht hier weiter, auch wenn ich ausfalle???

      So dass ich jetzt mal dran bin?
      Nachdem was ich - wir alles hinter uns haben?

      Verrückterweise können mein Mann und ich jetzt besser miteinander reden als jemals zuvor.
      Und er kann mich auf einmal von alleine in den Arm nehmen, wenn ich hier weine, traurig bin, nachts nicht schlafen kann.
      Ich habe aber auch keine Angst mehr, alles zu fragen, und auch unangenehme Antworten auszuhalten, egal, wie weh es tut.

      Habe noch wahnsinnige Angst, dass es unser endgültiges Aus ist, es kein Zurück gibt...trotz Klinik....
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Teil 2, da zu lang (hoffentlich für Euch nicht???)


      Er beruhigte mich aber, wer weiß, was in einem halben Jahr ist?

      Und hat Recht, das weiß niemand, daher will ich versuchen, im Heute zu leben, heute bin ich erstmal dran, mit Gesundwerden in der Seele.
      So viele Altlasten, auch aus der Herkunftfamilie, so viel verdrängtes, unverarbeitetes, ungeklärtes...

      Und ich dachte, ich wäre auf einem guten Weg...

      Bin ich ja auch!!!

      Und das gehört jetzt auch zum neuen Weg wahrscheinlich.

      Es geht an die Substanz!!!

      DAS tut weh, ja, aber langfristig kann es ja nur von Nutzen sein, gelle???

      Kennt Ihr das auch?

      Fühle mich innerlich so leer, alles futsch, muss alles neu gesucht, neu aufgebaut, neu gefüllt werden.

      ANGST...und doch voller Hoffnung....

      Lass jetzt erst mal alles auf mich zukommen, Koffer gepackt.

      Reise ins Ungewisse..ist schon komisch.

      Denkt bitte an mich.

      Danke.

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Da hast Du sicher einiges an Arbeit vor Dir, Schneeflocke, aber wie gesagt, Du bist in guten Händen. Ich habe den Eindruck, dass eine vollständige und ehrliche Bestandsaufnahme eine der ersten Aufgaben sein wird...da herrscht wohl noch viel Unklarheit auf allen Seiten, aber insbesondere Deinerseits ist ja auch der Wille deutlich erkennbar, das durchzuhalten.

      Im Hier und Jetzt zu leben ist schon mal ein guter Anfang.

      Und dass Abstand hilft, habe ich in meiner Familiengeschichte auch erlebt. Bis vor ca. 15 Jahren war es bei uns extrem schlimm, aber seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne und zugegebenermaßen auch alle Familienmitglieder an sich gearbeitet haben, ist es VIEL besser. Richtig gut eigentlich. Inzwischen telefonieren wir regelmäßig und freuen uns immer, einander z.B. an einem Adventssonntag zu sehen - manchmal, so wie neulich, bleibe ich dann auch einfach noch einen Tag länger, weil wir noch bis spät nachts Karten gespielt und gute Gespräche geführt haben.

      Wenn ich mal dran denke, wie mein Opa meiner Mutter immer noch ein klärendes Gespräch verweigert und amnesiemäßig so tut als wäre nie was gewesen (er hat sie als Kind mehrmals halb tot geprügelt), sind das wirklich paradiesische Zustände bei uns.

      Also: Alles wird gut! Und denk dran: je besch***ener alles ist, desto weniger hat man zu verlieren. :D
      Ich bin wieder zu Hause :).

      Ein Wunder - ein Neuanfang - kein einfacher, aber ein anderer, neuer Weg ist zwischen mir und meinem Mann möglich gewoden.

      Leider habe ich zu meinem ADHS noch eine Diagnose bekommen:
      Borderline, wenn auch in gemäßigter Form 8o ?(.

      Weiterhin gehe ich 1 x die Woche ambulant zur Klinik zu einer Gruppe, um quasi umzulernen, mit Situationen anders umzugehen.

      Es ist alles noch so verwirrend, und auch die neue Diagnose erstmal annehmen, mit ADHS hatte ich mich ja angefreundet, denn es enthält ja auch viele positive Eigenschaften im Grunde.
      Bei Borderline sehe ich da leider keine.....

      Aber aufgeben gilt nicht, gelle :D?

      Danke, dass Ihr an mich gedacht habt, und mich nicht gleich verteufelt....
      Das gut ein Stück weit sooo gut, ansonsten hat man ja oft - immer das Gefühl, falsch zu sein...


      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Hallo Schneeflocke,

      hmm... ich habe schon sooo oft gehört/gelesen, dass ADHS und Borderline sehr nahe beieinander liegen und in meinem Diagnoseprozess hatte man bei mir auch versucht, mir Borderline "zu unterstellen", welches aber dann wieder "verworfen" wurde.
      Ich denke, ich würde an deiner Stelle nochmal nachhaken, ob du eventull doch "nur" eins von beidem hast?

      Ansonsten:
      schön, dass deinemMann und dir ein Weg aufgezeigt wurde, der aktuell gangbar ist. Dass das ganze eine Lebenslange Arbeit ist, ist "leider" so.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst.

      Gabi
      Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebaehren zu koennen.
      (Friedrich Nietzsche)