Erschöpfung und Zittern

      Erschöpfung und Zittern

      Hallo liebes Forum,
      nach längerer Zeit meld ich mich jetzt mal wieder zurück. Und zwar wegen folgendem Problem:

      Ich fühle mich seit Tagen so wahnsinnig erschöpft, dass ich langsam nicht mehr weiter weiss.
      Es ist nicht die normale Müdigkeit wie ich sie eigentlich kenne, es ist eher eine starke Erschöpfung von Innen heraus mit einem Unruhegefühl in der Brust und Bauch.
      Zusätzlich kommt noch, dass ich teilweise auch sehr zittrig bin und das Alles obwohl ich meiner Meinung nach genügend Schlafe.

      Inzwischen habe ich Eisentabletten (aufgrund eines leichten Eisenmangels) und Magnesium genommen, weil ich dachte es läge daran. Aber nichts. Ich fühl mich so wahnsinnig erschöpft und innerlich zittrig.

      Kennt das irgendjemand und weiss mir Rat?

      Mein Arzt meinte, es könnte evt. am Medikinet liegen, aber das müsste man testen in dem ich für ca. 4 Wochen darauf verzichte. Das geht aber grade überhaupt nicht, weil ich es geschafft habe meinen Job noch mehr zu verschlechtern. Ich sitze in der Sachbearbeitung und erledige nur Routinearbeiten, ich bin hierbei auch langsam am verzweifeln. Und das wäre die zweite Möglichkeit laut Arzt, meine Unzufriedenheit in meinem Beruf könnte das Verursachen.

      Was meint ihr dazu? Hat irgenjemand eine Idee was ich tun könnte?

      Ich wäre euch wirklich sehr dankbar.
      Eure Miu
      Für mich ist ein Tag erfolgreich, wenn ich morgens lebendig das Bett verlasse und abends lebendig wieder hineinsteige
      Den kann man in fast jedem Alter bekommen...

      Hast Du noch weitere Symptome?

      Bleierne Müdigkeit? Unübliches Essverhalten? Starkes Frieren nach dem Essen?
      Hast Du noch die Nerven Dich mit Deinen Freunden zu treffen, oder ziehst Du Dich zurück?
      (gibt noch mehr Symptome)
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Also Hauptsächlich diese Erschöpfung und das Zittern. Ich bin noch Unaufmerksamer als sonst. Wenn ich hier schreibe, muss ich verdammt oft korrigieren, das passiert mir eigentlich nicht.
      Was meine Freunde angeht kann ich pauschal nichts dazu sagen, weil ich keine in meiner Nähe habe. Ich kommuniziere eig hauptsächlich über Skype mit ihnen.
      Zusätzlich fühlen sich meine Knochen irgendwie schwer an und die Müdigkeit kommt so wellenweisse.

      Essen tu ich schon immer recht wenig, seit ich vor ein paar Wochen in dieser neuen Abteilung angefangen habe, hab ich anfangs sehr viel Süßes genascht. Irgendwie hat sich das aber gelegt.
      Vorallem morgens auf Arbeit, hab ich gar keine Lust eine Kleinigkeit zu essen oder auch mit meinem Kollegen zu spreche (Wobei ich sagen muss, dass er die reinste Nervensäge ist und ich ihn inzwischen gerne aus dem 5. Stock werfen würde X( ).

      Was sich sonst noch geändert hat, ist mein Sexualleben in den letzten Wochen *rotwerd* Ich habe zwar keinen Freund, aber ich schau danach das es da nicht abflaut. Irgendwie brauch ich diese Ablenkung und diesen Moment in dem ich nicht zu denken brauche und abschalten kann. Vielleicht hat das gar nichts damit zu tun....

      Was mich erstaunt hat war Sonntag, als ich nichteinmal die Motivation hatte zum Übungshang zu fahren und noch ein paar Flüge für meine nächste Schulung zu machen (Momentan mache ich meinen Gleitschirmflugschein).
      Ich hatte zwar leicht Kopfschmerzen, aber das hindert mich normalerweise nicht am fliegen.

      Das ist so das meiste, was mir spontan einfällt.

      Kann mir jemand sagen, was ich am besten gegen diese Müdigkeit tun kann? Ich bin gestern erschöpft ins Bett und heute genauso wieder aufgestanden :evil:
      Für mich ist ein Tag erfolgreich, wenn ich morgens lebendig das Bett verlasse und abends lebendig wieder hineinsteige
      liebe miu
      das hört sich tatsächlich nach einem burnout an - was ja keine diagnose ist - dahinter steht eine überlastungsdepression mit zb psychosomatischen störungen (zb müdigkeit, tremor (zittern zb hände), herzbeschwerden usw
      du solltest dich da dringend in behandlung begeben, das ist eine krankheit die man behandeln kann und die störungen gehen dann auch wieder zurück. die ursachen können verschiedene hintergründe haben. BITTE geh zu einem facharzt der sich damit auskennt und lass es nicht bis zum äussersten kommen - ich bin einfach zusammengebrochen mit sprachaussetzern und motorischen störungen - diese krankheit ist schleichend und die grenze ist schnell überschritten! was du brauchst ist vor allem ruhe, eine eiweissreiche und vitaminreiche kost, wenig kohlenhydrate, kleine dinge die dir freude machen und ganz sanfte bewegung, spazierengehen, sanftes yoga, entspannungsübungen.....
      ich war 9 wochen in einer klinik und habe dort auch viele in deinem alter getroffen - du bist also kein einzelfall
      ich wünsch dir alles gute miu - achte auf dich!
      Ich sagst du und bist stolz auf diese worte. aber das größere ist, woran du nicht glauben willst, - dein leib und seine größe vernunft: die sagt nicht Ich, aber tut Ich.nietzsche
      Original von Miu
      Kann mir jemand sagen, was ich am besten gegen diese Müdigkeit tun kann? Ich bin gestern erschöpft ins Bett und heute genauso wieder aufgestanden :evil:


      Wenn ich dann morgends losgegangen bin in die arbeit hab ich mir dann gedacht: so erschöpft bin ich sonst halt wenn ich zur Haustür reinkomme, aber doch nicht jetzt schon wenn ich losgehe! 8o

      Soweit ich mir das inzwischen zusammengereimt habe ist es so, dass man dann den körper (&geist) nochmal ein kleines bischen anstrengen (anspannen) muß, damit er sich richtig entspannen und wieder fit werden kann.
      ich weiß nicht ob du schon deine persönlichen entspannungsverfahren hast, klassisch ist autogenes training & jacobsen.
      was ich jetzt spontan empfehlen könnte ist "telegym - emotional moves", da gibts alle 8 Folgen auf youtube. das ist nicht anstrengend.

      aber das sind so sachen, die man sich für den alltag angewöhnens ollte, damit es garnicht erst soweit kommt.
      jetzt wo du schon in einem erschöpfungszustand bist mußt du natürlich zum arzt etc.
      weil der ja auch sonstwo herkommen kann (schilddrüse z.b.)
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Das Problem das ich bei meinem Job habe ist, dass ich völlig unterfordert bin.

      Ich ziehe Akten aus der Registratur, prüfe diese am PC und erstelle das Deckblatt zur Verfilmung. Das seit 3 Wochen im Kreis rum und keine Ahnung ob ich noch anders eingesetzt werde.
      Zusätzlich texten mich meine Kollegen im Zimmer mit jedem möglichen Käse zu, wenn ich etwas nachfrage bekomme ich ausführliche ellenlange Erklärungen.
      Das ist eine furchtbare Belastung für mich, ich scheine wirklich nicht all zu viel auszuhalten.

      Momentan bin ich in einer Art Probezeit die noch den ganzen September andauert. Wenn ich eine Verlängerung angeboten bekomme, weiss ich jetzt schon, dass ich lieber den Bankschalter als den Sachbearbeiterbereich wählen werde.

      Ob krankschreiben in dieser Situation gut wäre weiss ich nicht. Es sollten halt vier Wochen medikamentfrei sein um sicher zu gehen. Ausserdem wüsste ich nicht was ich zu meinem Arzt sagen sollte.

      Zum Medikinet nehme ich zusätzlich noch ein Antidepressiva, ohne das ich momentan wohl nicht über den Tag käme.
      Ich weiss einfach nicht was tun :(
      Für mich ist ein Tag erfolgreich, wenn ich morgens lebendig das Bett verlasse und abends lebendig wieder hineinsteige
      Du ich hab zwar keine Ahnung ob das bei dir auch so zutrifft,aber bei mir gab es ähnliche Reaktionen auf div Medikamente.
      Die Müdigkeit z.B.könnte von den AD´s kommen.
      Mal als nebenfrage welche hast du,und fühlst du dich seid der Einnahme noch schlapper,irgendwie innerlich und geistig "hohl" und leer,siehst du alles etwas "grau",also schon Farben,aber von der Wahrnehmung her,so wenn du dich mal zwei,drei Tage zurückerinnern sollst.
      Ebenfalls hatte ich extreme Krämpfe,starke Gewichtszunahme(über 40Kg innerhalb weniger Wochen),und viele mehr.
      Vom Medikinemt hatte ich auch zittern und extrem eigenartiges innereliches unruhiges flattern.
      Einerseits war ich platt wie ne Flunder,andererseits konnte ich aber auch nicht zur Ruhe kommen innerlich.
      Zu den Kopfschmerzen könnte evtl an zu wenig Zucke liegen,hab nachgelesen das Zucker verstärkt verbraucht wird im Hirn bei Medikineteinsatz und daher der Kopfschmerz kommen soll.
      Kannst ja aber auch mal hier nachlesen,da stehen ausführliche NW drin.
      kompendium.ch/search/full/Medikinet/de

      Ich kann dir nur raten(sollte es bei dir ähnlich sein wie bei mir),mach was dran,versuch nicht dich auf biegen und brechen durchzuschleppen.Früher oder später,wird dir dein Körper ansonsten schon sagen was er braucht...der nimmt sich seine Auszeit einfach ;)

      Leider konnten mir fast alle Ärzte nicht wirklich weiterhelfen.Sobald das "Standardprogramm" durchgerattert ist,sind die ein wenig Ahnungslos und Hilflos finde ich.
      Hab leider sehr wenige Ärzte bisher gehabt die sich WIRKLICH um mich kümmerten,mit Herz und Hirn,nicht mit dem Geldbeutel.

      Halt die Ohren steif und versuch ganz in aller Ruhe nach dir zu schaun.
      Du mußt ebenfalls bedenken das du mit 20 in einem Alter bist in dem du in die "erwachsenenphase" übergehst,dies ist auch für deinen Körper ne Umstellung.
      Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil! Albert Einstein
      Original von Miu
      Ob krankschreiben in dieser Situation gut wäre weiss ich nicht. Es sollten halt vier Wochen medikamentfrei sein um sicher zu gehen. Ausserdem wüsste ich nicht was ich zu meinem Arzt sagen sollte.


      naja. "Erschöpfung und Zittern" klingt nicht gesund. Also wär das evtl. schon allein ein Grund fürs Krankschreiben.
      Wenn du ohne Medikinet nicht arbeitsfähig bist, aber das absetzen musst, um zu testen, ob das Nebenwirkungen sind, klingt das für mich schon nach nem ausreichendem Grund. Letzendlich musst du mit deinem Arz drüber reden, er wird da schon ne Lösung finden.
      Die Intensität schwankt eben ziemlich. Heute hab ich gemerkt je mehr es in Richtung Feierabend ging, desto mehr hat das Zittern abgenommen.
      Momentan fühl ich mich immer noch erschöpft und "müde in den Knochen", aber nicht so sehr wie auf Arbeit.

      Also die Symptome von cansatind habe ich nicht. Ich nehme sogar eher noch ab anstatt zu. Und ob die Unruhe daher rührt weiss ich nicht.
      Ich bin sowas von ratlos grad ;(
      Für mich ist ein Tag erfolgreich, wenn ich morgens lebendig das Bett verlasse und abends lebendig wieder hineinsteige
      Ist das wirklich sicher dass das vom Medikinet kommt????
      Hatte auch diese Symotome, war das falsche Antidepressiva! Ein Gefühl wie Zombie mit Parkinson. Keine Lust auf irgendwas und im Kopf teilweise Watte im Doppelpack. Mitten im Satz vergessen was ich sagen wollte, nicht richtig zuhören können weil alles in Geblubbert überging

      Hab dann eine Umstellung bekommen und es ging relativ schnell besser. Bei den Psychomedis ist viel Versuch und Irrtum

      Viel Erfolg und sei gut zu dir
      Grüßle, E.

      Vier ist bestanden, bestanden ist gut, gut ist fast eins :]
      Da geb ich Elke recht.
      Gründe was und wie du mit deinem Arzt reden kannst und solltest hast du genügende,auch satt um eine Krankmeldung zu rechtfertigen.Mach dir da mal keinen Kopf drum.
      Was Imho eher das Problem ist,das du scheinbar en bißerl verständliche Panik vor evtl.Konsequenzen zu haben scheinst.
      Sprich doch evtl mal mit deinem Chef.Nur so wirst du schlauer wie er überhaupt reagiert ;)
      Ungewissheit kannst du glaub ich zur Zeit ganz sicher NICHT brauchen.

      Und gut das du nicht die von mir beschriebenen Nebenwirkungen hast....echt jetz,sei froh drum.
      Ich gelte mittlerweile als austherapiert.So einfach macht sich das Gesundheitssystem ;)
      Gut nur das ich mich früh genug informiert habe und eine Alternative gefunden hab.Leider mit sehr viel Verwaltungsaufwand und Anträgen verbunden.Aber bald wirds mir wieder (hoffentlich,wenn der Antrag durchgeht) um einiges besser gehn.
      Ziel ist es überhaupt nochmal was gebacken zu bekommen.
      Ich weiß wie es ist,wenn der Körper nimmt was er braucht,daher sag ichs ja zu dir,kümmer dich um dich.
      Mag sein das ich zu deinem Text ein wenig zuviel rein interpretiere,aber einiges daran kommt mir sehr bekannt vor und da klingelt es bei mir direkt.Wie das nun letztendlich bei dir ist,wirst du wohl selst rausfinden müssen denk ich.
      Fakt ist,laß dich nicht einfach mal so nebenher abspeisen von Krankenkasse,Arzt,Apotheke usw.aber das geht ja meist bei ADSler automatisch...das zur Wehr setzen.
      Ich drück dir die Daumen und wünsch dir echt alles alles Gute.
      Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil! Albert Einstein
      Hallo
      bist du eine Frau? Und eventuell noch Vegetarierin? Dann lass dein Blut auf Ferritin und Vit B 12 Mangel untersuchen,
      Ich hatte einen Mangel, Kopfschmerzen, bleierne Müdigleit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, war immer am frieren, die Hände kribbelten....
      Vor 3 Wochen erzählte mir eine Bürokollegin sie glaube ein Burnout zu bekommen. Auch sie hatte solche Symptome. Ich musste sie richtig überreden beim Arzt einen Bluttest zu verlangen. Auch sie hat einen Mangel!

      Hab gelesen das 50 % aller Frauen zu tiefe Werte haben und auch viele Kinder im Wachstum...

      Gruss

      Spargel
      Momentan geht es verblüffender Weise wieder. Bis auf ein Unruhegefühl im Brustbereich. Wisst ihr was ich meine?
      Zusätzlich noch ein wenig müde in den Knochen. Das Zittern ist inzwischen verschwunden. Ich schaue mal morgen wie es da ist und ob ich mir vll umsonst einen solchen Kopf um die ganze Sache mache. Wer weiss, vll ist es nur heute so schlimm gewesen?
      Schätze ich werde das ganze ein wenig beobachten. Ich habe immer dieses Gefühl mit meinen "Problemen" zu übertreiben.

      Und Spargel? Ich bin zwar eine Frau, aber keine Vegetarierin ;) Frieren tu ich nicht aussergewöhnlich stark und auch das Kribbeln hab ich gott sei dank nicht.
      Für mich ist ein Tag erfolgreich, wenn ich morgens lebendig das Bett verlasse und abends lebendig wieder hineinsteige