Konzentrations- und Fokussierungsübungen

      Konzentrations- und Fokussierungsübungen

      Hallo zusammen,
      ich suche momentan Handreichungen für Konzentrationsübungen. Ich habe ziemlich oft den Fall, dass ich für die Uni arbeiten will und keinen Gedanken geradeaus denken kann, weil ich es mal wieder geschafft habe mich mit Einflüssen aller Art (Radio, Internet, etc) zuzuballern, bis im Gehirn alles quer läuft.
      Kennt ihr da Übungen für einen "Reset"? Ich probiere es momentan mit Spaziergängen, Teetrinken, etc pp, aber das alles wirkt nur bedingt. Anleitungen der Uni-Psychologin erhalte ich leider im Moment nicht, da sie meint, dass das autogene Training, das sie anbietet, bei mir nur unter Medikamenten funktionieren wird (Haha - zu unkonzentriert zum konzentrieren :-/ ). Und die Psychaterin lässt sich nun nach über drei Monaten gestreuten Test-Terminen auch Zeit mit der Auswertung der Testergebnisse, also wirds Zeit, dass ich so langsam mal in Eigenregie ein paar Techniken lerne, mit meinem Gehirn umzugehen…
      In der Hoffnung einige gute Tips und Anregungen von Euch zu bekommen,

      Liebe Grüße, Pit
      Die erste Frage sollte sicherlich mal lauten, ob Du schon mal die Situationen hattest, dass Du Dich trotzdem gut konzentrieren konntest und was da gemacht hattest.

      Hast Du mal probiert, einen anderen Lernort aufzusuchen wie Bibliothek? Oder zumidnestens Deinen Schreibtisch die größten Ablenker verbannen?

      Ansonsten waren bei mir in einer ähnlichen Situation weniger die reinen Konzentrationsprobleme das eigentlich Problem. Sondern negative Gedanken und Selbstbewertungen (nichts zu trauen/ Kompliziertheitsdenken/Angst haben zu doof zu sein, um den Lernstoff verstehen zu können/Altlasten jeglicher Art) dazu geführt, dass ich in ein extremes Vermeiden verfiel, die wichtigen Sachen immer vor mir herschob, eine Ablenkung nach der anderen machte, während ich eigentlich intensiv versuchte anzufangen und von den Ablenkungen auch nichts geniessen konnte

      Sollte das bei Dir auch das Problem sein, dann bringt Dir vielleicht weniger eine Entspannungstechnik etwas. Mir half es da mehr, mir die wichtigen Aufgaben in kleineren beherrschbaren Schritten zu teilen oder mir mehrmals folgnede Fragen aufzuschreiben in der Form :
      Was ist mein Ziel? Was ist mein aktueller Stand? Was sind die nächsten Schritte? Wo könnte es Probleme geben? Wie könnte ich die lösen?

      Das hat mir oft geholfen anzufangen, ja sogar eine gewisse Lust an dem Thema zu entdecken.

      Gut, diese Methode ist jetzt speziell an Programmieraufgaben angepaßt, für das reine Lernen müßten die Fragen vielleicht anders aussehen. Da half mir dann mehr, mir Überblicke und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themen zu suchen.

      Kurz zusammengefaßt - wenn ich Probleme habe, auf etwas meine Konzentration zu richten, dann muß ich irgendwas machen, damit ich es 'irgendwie' mit meinen Händen bearbeiten kann. Also das anstreichen von wichtigen Textstellen sein, einfach das Aufgabenblatt bekritzeln, die Information in einem Diagramm dastellen oder eben die eben genannten Fragen.
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Original von Planlos
      mir hilft die App "Wortsuche" (man muß dann nur rechtzeitig wieder damit aufhören)


      Beschäftigungen mit "Klebenbleib-Potential" habe ich leider schon als persönlichen Zeitkiller entlarvt ;)

      Original von PhlegmaWirbel
      Sollte das bei Dir auch das Problem sein, dann bringt Dir vielleicht weniger eine Entspannungstechnik etwas. Mir half es da mehr, mir die wichtigen Aufgaben in kleineren beherrschbaren Schritten zu teilen oder mir mehrmals folgnede Fragen aufzuschreiben in der Form :
      Was ist mein Ziel? Was ist mein aktueller Stand? Was sind die nächsten Schritte? Wo könnte es Probleme geben? Wie könnte ich die lösen?

      Das hat mir oft geholfen anzufangen, ja sogar eine gewisse Lust an dem Thema zu entdecken.

      Meines Erachtens (mein persönliches Umfeld sieht das anders) habe ich kein Problem mit persönlicher Abwertung, allerdings ist das Resultat (extremes Vermeiden, Aufschieben) dann bei mir trotzdem das selbe. An verschiedenen Stellen habe ich hier im Forum von deiner VS-Strategie gelesen, ich glaube in Kombination mit Portionierung der Aufgaben in Teilaufgaben könnte das hinhauen. Testprojekt: Übungszettel über funktionale Programmierung in Erlang sowie Lambda-Kalkül. Der Stoff ist (wie du als Informatikerin garantiert weißt ;) ) geeignet um sich selbst ne Schraube ins Gehirn zu drehen…
      Nun denn, ich besorge mir nun eine Dosis Koffein, lege die Stoppuhr parat und schaue, wo mich die Reise hinführt ;)
      Ist dein Problem "in die Lernstimmung reinkommen" oder "aus dem Gedankenkarussel aussteigen" ?

      Mir hat es mal ne Weile lang geholfen, abends vorm Schlafen gehen Tagebuch zu schreiben. Da hab ich dann regelmäßig meinen Kopf geleert bevor ich ins Bett bin.
      Leider hab ich mir das dann wieder abgewöhnt, als ich dann auch so schlafen konnte. Und ich bleib auch nicht so gerne an Tätigkeiten dran, wo ich etwas tue, um es zu tun. Ich bin leider immernoch zu Zielorientiert für meinen Geschmack.

      Ich würd bald gerne "Kritzelpausen" in meinen Tagesablauf einbauen. Wo ich dann aufschreiben und malen kann, worauf ich grad Lust habe. Und wenn es nur Kringel sind. Den Vorteil sehe ich darin, den Überschuss an motorischer Energie abzubauen, die Gedanken auf eine Tätigkeit zu richten und hoffentlich dann auch jedesmal darin zu "versinken". Mal sehen, ob es dann auch dauerhaft klappt, sich so für eine Konzentrationsphase aufzuwärmen.
      Original von DerPit
      Testprojekt: Übungszettel über funktionale Programmierung in Erlang sowie Lambda-Kalkül. Der Stoff ist (wie du als Informatikerin garantiert weißt ;) ) geeignet um sich selbst ne Schraube ins Gehirn zu drehen…

      *oh ... theoretische Informatik... ja, die viel mir schwer - mein Gehirn schaltet bei langen Formeln einfach mal so ab :evil: Da habe ich mir dann die Formeln farbig (also eine Variable rot, die andere grün usw.). Ich habe mir immer überlegt, ob ich die theoretischen Informatik viel besser verstanden hätte, wenn ich sie in Form von Bidlern/Diagrammen hätte visualisieren können. Denn hatte ich mich mal mit viel Qual in eine Formel/Beweis eingelesen, fand ich immer, dass da letztendlich total einfache Sachen standen, wo ich intuitiv sofort drauf gekommen bin.. nur schreckten mich die Symbole immer sofort komplett ab

      Das blöde dabei ist nur, dass sie mich glaube schon interessiert hat - also die Bedeutung, nur die Formalisierung in Formeln und Zeichen Denkblockaden auslöste..

      Nun denn, ich besorge mir nun eine Dosis Koffein, lege die Stoppuhr parat und schaue, wo mich die Reise hinführt ;)

      Viel Erfolg dafür! :) Wie weit bist Du gekommen?
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".

      RE: Konzentrations- und Fokussierungsübungen

      hi,

      die glaub ich natürlichste Methode für ein Reset ist schlafen. Dann verarbeitet das Unterbewußtsein die Dinge des Tages und legt es ab. Am anderen Tag merkt man dann einen Lernerfolg. Aslo am besten bunkerst du dich vor dem Lernen nicht mit anderen Unnötigem zu.
      Ich hab bei mir selbst damit gute Erfahrung gemacht. Querdenken hilft auch gut beim Lernen, vorallem bei ganz neuen Themen. Das Gehirn versucht nämlich immer eine Verbindung zu Vorhandenem her zu stellen.

      Gruß
      “Ich finde, wer am Ende des Tages keine grünen Knie hat, sollte sein Leben ernsthaft überdenken.”
      :D