Partnerschaft

      Partnerschaft

      Hallo ihr Lieben,

      ich selbst habe kein ADS. Mein Partner und ich vermuten dies aber bei ihm. Viele Symptome passen und diese Sachen waren auch in der Kindheit bereits präsent, aber man hat sich da wohl nicht wirklich was bei gedacht, sondern immer gesagt er sei schwierig.

      Wir haben in letzter Zeit viel gesprochen und nicht nur ich, auch andere haben in bestärkt, dass es sich um ADS handeln könnte und er solle dies schnellst möglich mit seinem Arzt besprechen. In der ersten Zeit war er positiv gestimmt, da er endlich eine logische Erklärung für die Probleme hatte und auch die Schwierigkeiten zwischen uns nach dieser Erkentnis wurden besser.

      Allerdings schiebt er den Arztbesuch immer weiter auf und der nächste Wutausbruch mit Verschwörungstheorien, üblen Unterstellungen und "Selbstgeißelung" (ich ess nichts mehr, ich geh nicht mehr weg, ich will niemanden mehr sehen) trat wieder ein. Er sagt immer wieder er sucht sich Hilfe, aber passieren tut nichts.

      Ich weiß nicht mehr wirklich was ich machen soll, da er einfach nicht zum Arzt geht oder sich Hilfe sucht. Was könnte ich noch machen? Ist es besser immer wieder auf ihn einzureden oder ihn links liegen lassen? Ich würde mich freuen, wenn sich jemand der selbst ADS hat hier zu melden könnte, wie er vielleicht Reaktionen von seinem Partner oder Freunden empfunden hat und wie ich ihm helfen kann ohne immer wieder hören zu müssen ich wäre an allem schuld :(

      Ich weiß es gibt für sowas kein Rezept oder den idealen Weg, aber ich würde mich über ein paar Tips oder Erfahrungen sehr freuen.

      Danke euch
      Hallo Ari82,

      erstmal herzlich Willkommen hier im Forum! :)

      Ganz wichtig ist es erstmal, dass er bereit sein muss, Hilfe anzunehmen, ansonsten bringt es nicht soviel ihn dahin zwingen oder ständig aufzufordern.
      Wenn er das nicht ist und Du leidest unter seinen Verhalten, dann kannst Du auch nur irgendwann einen Schlußstrich ziehen und Dich von ihn trennen. Für manche ist erst dann der nötige Leidensdruck - der nötig ist, um sich zu ändern - erreicht, wenn sich der Partner von ihnen trennt.

      Aber das nur als letzte Möglichkeit.

      Vielleicht solltest Du erstmal versuchen herauszufinden, was ihn genau davon abhält, sich um Hilfe zu bemühen. Hat er doch noch nicht sein Probleme aktzeptiert? Oder hat er Probleme, sich einen Fachmann anzuvertrauen? Oder schafft er nicht, sich Ärzte herauszusuchen und dort anzurufen? Oder spielt dann noch was anders rein, dass z.B. depressiv ist und sich deshalb zurück zieht?

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      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
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      Leider dauert es immer etwas von der ersten Erkenntnis zur wirkliche Akzeptanz.

      Gerade in Selbsthilfegruppe merke ich, das da erst eine Phase der (Selbst)Erkenntnis/Analyse ist, wo man erstmal mehr oder weniger nur sprechen möchte, wo man erst erkennt, an welchen Stellen in seinem Leben sich ADS bemerkbar macht bzw. machte. Vielleicht wird man in der Phase mehr darüber jammern, was man nicht geschafft hat und/oder man begnügt sich erstmal damit, dass für seine Probleme ADS verantwortlich ist und sieht noch keinen Grund, sich zu ändern. Bzw. schreckt einem erstmal der dazu nötige Aufwand komplett ab. Ich denke, dass in dieser Phase für Außenstehende schnell der Eindruck entsteht, dass man nun alle Probleme auf sein ADS schieben möchte, weil es so geht 'und das klappt nicht, wegen der Impulsivität und das geht nicht weil...' Aber in Wahrheit ist es einfach noch nicht die Erkenntnisphase abgeschlossen).
      In dieser Phase wird man auch noch nicht so viel Aktivität zeigen, auch vielleicht die Bereitschaft, sich zu ändern wird noch nicht so hoch sein. Denn an seinen Verhalten zu ändern ist Schwerstarbeit und so ist es nicht verwunderlich, wenn man davor erstmal zurück schreckt, heißt es auch, liebgewonnene Einstellunngen aufzugeben.

      Erst nach dieser Phase folgt eine Phase der Aktivität, wo man sich aktiv um Hilfe bemüht, es anfängt zu aktzeptieren, dass man was ändern muss... auch anfängt, zu aktzeptieren, dass man nicht alles alleine ohne Hilfe schaffen kann.

      Und wie gesagt, zusätzliche Erkrankungen wie Zwänge, Ängste, Depressionen könnten die Sachen nochmal erschweren - z.B. hatte ich einfach Probleme damit, irgendwo anzurufen (wg. Sozialen Ängsten) und schob deshalb eien Diagnosestellung lange vor mir her.

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      Und da mußt Du schauen, was ihm gerade hemmt und in wie weit Du ihn da helfen kannst. Also wenn z.B. sein Hauptproblem ist, dass er sich nicht traut anzurufen, dann wäre das bestimmt ein Punkt, wo Du ihn sehr gut helfen könntest. Aber wenn er noch nicht überzeugt ist, dass er Hilfe braucht, dann kannst Du vermutlich kaum was machen.

      Gruß,
      PhlegmaWirbel
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
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      Hallo Ari,

      Es tönt wirklich nach ADS aus was du von dein partner erzählt.

      Kann sein dass es der anrug nur aufschiebst weil es ihm unangenehm ist? Mich hat mein freund für mich herumtelefoniert und ich war im raum. Wenn dein partner mit so was einverstanden ist, wäre vielleicht etwas. So wie ich immer wieder lese und selber bei mich kenne: ADSler haben manchmal schwierigkeiten eine wichtige telefon zu machen.

      Oder wenn er doch selber machen möchte, macht ihr eine bestimmte zeit ab und du tust ihm (da musst er auch sagen wie und wann) daran errinern. Mich hilft es so was auch, da kontrolliert mein freund. Wenn niemand kontrolliert, schiebe ich es mehr auf.

      Ihm vorwürfen machen wegen seine verhalten brint nichts: Er weiss selber dass er sich dumm verhält aber kann schwer anders und ist dann dort selber verletztbar.

      Wenn er wieder "dummtut" ist am bestens mit humor zu reagieren, seine verhalten humorvoll zu beschreiben. Wenn er dich wirklich beleidigt und wütend ist, wirkt es noch am bestens aus der raum zu gehen. Mit eine wütende ADSler kann man nicht vernünftig reden, aber es dauert nicht lang. So ist es auch bei mich: wenn ich ausraste, habe ich wirklich am liebsten man lässt mich ein moment in ruhe, sogar allein, damit ich meine emotionen selber sortieren kann, mich beruhigen. Ich kann sogar bestädigen was ich gelesen habe: Nach 30 minuten bin ich wieder runter von palmen und oft suche ich als erste das gespräch. Dann kann ich ruhig reden. Mich auf der moment beruhigen wollen mit "regt dich nicht auf" ist die beste methoden um aus ein bisschen ärgerlich stimmung eine ausbruch zu auslösen wo ich sehr laut sein kann.

      Wenn er selber sagt, er will niemand mehr sehen, ist auch am bestens der raum zu verlassen und ihm in ruhe zu lassen. So ein satz von ihm deutet auch darauf ihm dass alles ihm zu viel ist. ADSler brauchen oft ruhe um sich zu sortieren.

      lg
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!
      Danke für die lieben Antworten, das hilft mir ungemein.

      Meistens gehe ich auch, wenn ich merke er wird "komisch" (aus meiner Sicht kann ich es nicht anders beschreiben :(). Wir hatten es aber auch das er dann beleidigt war oder es vor dem gehen dann doch noch zu einem Streit kam, da ich meine Klappe nicht halten konnte, auf Grund doofer Kommentarer seiner Seits. Aber das ist eine Sache an der ich arbeiten muss, hier gebe ich ihm auch keine Schuld.

      Wir haben darüber gesprochen warum er nicht zum Arzt geht. Natürlich wäre sicher der erste Gang zum Hausarzt, um sich hier eine Überweisung zu besorgen. Er meinte zu mir, dass sein Arzt ihn sicherlich auslachen würde, da er ihn schon seit der Sandkiste kennt. Denke das hier aber eher das noch nicht akzeptieren eine Rolle spielt. Hatte bereits eine Ärztin für ihn aus dem Netz gesucht, welche sich auf ADS/ADHS spezialisiert hat. Die hatte er aber abgelehnt, er möchte lieber einen männlichen Arzt.

      Denke es wird hier noch etwas dauern, aber durch eure Meinungen kann ich mir ein besseres Bild machen. Er hat seit seiner Kindheit ebenfalls Hörgeräte, auf Grund einer chronischen Krankheit. Er wird sicherlich irgendwann taub werden, aber da lässt sich mit einer OP was machen. Nur das kommt dann ebenfalls noch dazu. Auch das er immer wieder meint er möchte meine Hilfe nicht. Früher hat er alles selbst gemacht und keiner hätte ihm geholfen, darum braucht er die jetzt auch nicht. Klingt für mich aber eher nach einem Hilferuf, oder?

      Denke ich werde hier immer mal wieder das Gespräch suchen und meine Hilfe anbieten, denke in dieser Sache ist Geduld der richtige Weg. Eure Meinungen haben mir sehr geholfen, damit ich als Aussenstehender einfach mal ein Bild bekomme. Ist sicherlich auch besser, als ein Buch zu lesen. Habe mir hier aber auch schon eins bestellt =)

      bis bald
      hallo ari,

      vieles wurde hier schon gesagt. deshalb möchte ich nur noch auf 2 dinge eingehen:

      1. ich habe über ein jahr benötigt, um mich zum arzt zu wagen, weil ich davor angst hatte, dass der mich auslacht und vielleicht eine schlimmere diagnose (richtung psychose) stellt. möglicherweise geht es deinem partner ebenso.

      2. du leitest ein mit der bemerkung, du habest kein adhs. aus meiner jahrelangen erfahrung aus beratungstätigkeit und selbsthilfegruppen weiß ich, dass adsler meist mit adslern in beziehung gehen. in meiner familie war ich die erste mit der diagnose. ein jahr später erhielt mein sohn diese diagnose. mein mann (als hypo ganz anders als wir hypis) brauchte noch einmal einige jahre, bis er es für möglich hielt, dass seine probleme auch mit adhs zu tun haben könnten. hatten sie auch, nur hat sein ads ein anderes gesicht als bspw. meines.
      ads kann ja in verschiedenen ausprägungsgraden und varianten vorliegen. möglicherweise hast du eher eine adhs-struktur, also die mildere variante. schau doch mal, was dich mit ihm verbindet, was dich fasziniert an ihm. und dann lies in den büchern über die verschiedenen symptomatiken. vielleicht ergibt sich ein aha-effekt ;)
      Kannst Du ihn dann nicht noch einfach einen männlichen Spezialisten heraussuchen? Könnte sein, dass das nur Aufschiebeverhalten ist und wenn du einen Mann findest, würde ihn wieder was anderes stören... aber nur daran sollte es nicht scheitern ;)

      Original von Ari82
      Auch das er immer wieder meint er möchte meine Hilfe nicht. Früher hat er alles selbst gemacht und keiner hätte ihm geholfen, darum braucht er die jetzt auch nicht. Klingt für mich aber eher nach einem Hilferuf, oder?

      Aber die Probleme bestehen noch? Also hat er früher vielleicht nur die Probleme verdrängt? Also gerade bei den eher hypoaktiven ADSlern ist es so, dass sie als Kind und Jugendliche kaum Probleme haben und diese erst richtig anfangen, wenn sie selbstständig werden. Denn davor sorgen oft noch die Eltern für eine feste Tagesstrucktur.

      Und dann ist natürlich noch die Sache, wie er selber es bewertet - vielleicht sieht er es auch noch so, dass er alles richtig macht und nur die anderen falsch reagieren.

      Ansonsten hört es sich erstmal so an, dass er auch noch keine Notwendigkeit sieht, was zu machen. Es könnte sein, dass er inzwischen zu viel Mißtrauen gegenüber Ärzte und Therapeuten entwickelt hat, dass er deshalb nicht hin will. Keine Ahnung, was er für Erfahrungen bis jetzt gemacht hat.

      Ich denke mir, dass beste für ihn wäre es, wenn er sich erstmal mit anderen ADSlern austauschen könnte.
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      Denke ich werde hier immer mal wieder das Gespräch suchen und meine Hilfe anbieten, denke in dieser Sache ist Geduld der richtige Weg.

      Ja, das denke ich auch, Du kannst ihn nur mal wieder erinnern, dass Du ihn helfen möchtest. Ansonsten scheint er dafür in Moment nicht offen zu sein und dann kannst Du erstmal nicht soviel machen.

      Was mir noch einfällt, wenn er alles mißtraut, Verschwörungstheorien entwickelt, könnte das auch schon eine Form von depression sein. Und das erschwert das Aufsuchen von Hilfe natürlich ungemein, bzw. das einlassen darauf.

      Aber wie gesagt, keine Ahnung wie schwer das wirklich bei Deinem Freund liegt, vielleicht ist er auch soweit zu frieden und es sind nur ein paar Kleinigkeiten, die ihn stören.
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
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      Hallo ari,

      Mal etwas wegen ablehnung von hilfe und angst von arzt: es ist etwas wovon ich von ADSler immer wieder höre und lese und es als selbstbetroffene auch sehr gut nachvollziehen (dein freund hat es auch für mich deutlich gesagt).

      Wer als kind keine diagnose bekommen hat, hat jahrzehne erlebt dass er anders ist, nicht verstanden wird, geurteilt wird u.s.w. Dazu sind ADSler eigentlich sehr emotional. Also, gemocht zu werden ist wichtig und bei dumme kommentaren sind sie richtig verletzt.

      Bis ich zur diagnose ging, verging jahren ;). Ich hatte im zeitung schon über ADS gelesen, schon gemerkt es könnte mich treffen (und auch mein freund :D), aber... Ich musste wirklich nicht mehr weiter wissen um der schritt zu machen. Zuerst heisst es "ja, es könnte nützen, aber medis will ich nicht". Jetzt nehme ich medis seit 4 jahren.

      Es ist auch so, dass wenn man seit geburt mit ADS lebt, ist man sich nicht wirklich bewusst wie schlimm die lage ist. Naja, fühlt man sich depressiv, aber anders kennt man doch nicht. Andere leuten fehlt es wirklich mehr auf!

      Noch wegen hilfe: ich habe meine leben so oft "giftige hilfe" erlebt, dass es mich sehr misstraurig macht, mich helfen zu lassen... Giftige hilfe,m ist wenn der andere dich wie eine unmüdige kind behandelt oder bei helfen noch verletzende bemerkung rauslassen muss. Ehrlich gesagt, da wurstle ich wirklich selber lieber als so behandelt zu werden! Dazu haben männer ehe mehr mühe mit hilfe annehmen, fühlen sich nicht mehr ganz mann wenn sie schwach sind. Vielleicht kannst du dein partner spüren lassen dass du ihm sehr attraktiv findet wenn er mal sich selbst ist, mit seine schwächen und grenzen. Dass du ihm liebt weil er ein mensch ist, nicht weil er superman ist.
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!
      Mit hilfe würde ich nicht drängen, da löst du sonst noch mehr wiederstand. Aber wie du seine verhalten erlebt, was er in dich auslöst, wo deine grenzen sind ist es in jeden fall zu ausdruck zu bringen! Wenn er merkt dass du an seine verhalten leidet, wird er sicher etwa motivation bekommen etwas dagegen zu tun.

      Noch zu ADS und die herren die schöpfung: wie gesagt, vermute ich bei mein freund auch ADS. Kann nicht ruhig sitzen, kein zeitgefühl, impulsiv und reizbar wie ich (gibt oft eine hitzige stimmung bei uns :D )... Diagnose habe ich seit über 4 jahren. Aus seine augen, bin ich die kranke. Wenn ich ihm sage: "ADS kann auch bei dich ein thema sein" sagt er schon, es kann möglich sein, aber medis will er nicht. Dabei ist seine leidendruck auch gross! Ich hatte schon mehrmals angst dass er sich etwas antut.

      Bei mein vater ein bisschen ähnlich: Er ist mich sehr ähnlich (nicht nur bei aussehen!) und dass weiss auch die ganze verwandtschaft... Aber ADS bei ihm? Nö auf keine fall! Aber sehr wahrnscheinlich bei seine eigene mutter... Da wissen auch alle seit langem dass meine "komische oma" viele ihre genen mich weitergegeben hatte... Keine zweifeln, wir sind uns ähnlich und mein vater konnte leider bei mich viele eigenschaften sehen die ihm schon bei seine mama genervt hatte.

      lg
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!
      Für mich ist er Superman :]

      Ich denke ihm fehlt bei dieser Arztsache einfach das Vertrauen. Er hat mir viel von sich erzählt und man kann nicht alles aufführen, aber es geht von kaputten Beziehungen, schwieriges Verhältnis zu den Eltern (Scheidungskind), Enttäuschung durch Freunde etc. Er hatte nicht den familiären Rückhalt wie z.B. ich und hat in dieser Hinsicht keine Hilfe erfahren wenn er sie gebraucht hat. Auch sind Beziehungen durch seine, ich nenne es mal "Ausbrüche", kaputt gegangen. Er hat sich in sein Schneckenhäuschen zurück gezogen und wir sind uns beide ziemlich sicher, dass er Depressionen hat. Er behauptet auch immer er ist einfach ein Arsch..., aber ich versuche ihn immer vom Gegenteil zu überzeugen.
      Aber wie es schon von euch beschrieben wurde, der erste Schritt ist der schwerste. Auch was Ärzte betrifft hat er schlechte Erfahrungen gemacht und da ist natürlich auch einfach dieses Grundvertrauen nicht da. Alles wird logischerweise erst mal in Fage gestellt. Was das Thema Selbstmord betrifft, kam es auch schon zur Sprache. Er will niemanden mehr zur Last fallen und mich nicht weiter runter ziehen. Ich bleibe hier am Ball und wenn es ein Jahr dauert ;)

      Ich hoffe ich werde den richtigen Weg finden. Denke es ist nicht einfach, da Männer bei Problemen wirklich oft keine Hilfe annehmen wollen (sorry :D) und wie papillonindigo es beschrieben hat, muss ich aufpassen keine "giftige Hilfe" zu geben. Verletzend werde ich ihm gegenüber nicht, aber halt dieses "alles aus der Hand nehmen" hört sich schon nach mir an :O

      Ich werde mich auf die Suche nach anderen Spezis für ADS in unserer Nähe machen und ihm das einfach mal hin legen, dann kann er selbst anrufen oder mir bescheid geben.

      Es ist toll hier so ein Feedback zu bekommen, da füllt sich der Tag gleich anders an =)

      Ich werde meinem Freund auch mal für einige Foren die Adressen geben, damit er hier wenn er möchte auch mal einen Austausch starten kann.

      bis bald
      Hallo ari,

      Zuerst finde ich toll dass er dich hat! Wie du schriebst, merke ich viel liebe, verständnis und engagement für ihm bei dich. So was ist schon eine riesenhilfe. Wenn er sich dich gegenüber höffnen kann und du kannst ihm mit viel verstöndnis zuhören, kann auch der vertrauen wachsen, mit jemand anders zu reden.

      Adressen suchen und irgendwo lassen mit die wörter: "wenn es dich interessiert" finde ich gut. So bleibt es eine vorschlag, keine drang. Link von diese forum wäre auch mal gut. Vielleicht hat er dann weniger angst von uns als von ein arzt. Er kann auch zuerst mal lesen und so sich ein eindruck davon machen.

      Grundvertrauen ist bei ADSler wirklich ein thema... ADS-ärzten wissen es auch und viele sind auch selbstbetroffene und können mit ADSler sehr einfühlsam umgehen. So sehe ich auch wenn ich ein buch von so eine ADS-spezialist lese der selber kennt und seine patienten gut versteht.

      lg
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!
      Danke für die Blumen :D

      Wir hatten unsere Schwierigkeiten und ich habe oft überlegt, ob ich schuld an allem bin. Nachdem wir viel gesprochen haben und ich mich damit auseinander setze komme ich besser klar, bzw. kann da auch für mich eine Ruhe finden.

      Ich hab mir das Buch "lass mich, doch verlass mich nicht!" bestellt und werde da über Ostern mal drinn lesen.

      Wir werden das beide sicherlich schaffen und ich kann mir über das Forum hier ja Tips holen :]