Medikinet - Aggressiv, Nervös, schlecht gelaunt

      Medikinet - Aggressiv, Nervös, schlecht gelaunt

      Hallo Ihr,

      Ich bin neu hier und fühl mich allein gelassen und bin einfach super frustriert :-((

      Leider ist mein Arzt noch bis zum 19.03. im Urlaub.

      Ich nehme seit dem 28.02.12 Medikinet Adult Retard und fühl keine Verbesserung.

      Bei 10mg konnte ich Gesprächen immer noch nicht richtig folgen, war unruhig und hab das Gefühl, dass es Verkrampfungen begünstigt.
      Einkaufen ist immer noch die Hölle und unter der Geräuschempfindlichkeit und Gereiztheit leide ich nach wie vor.

      Hab nach einer Woche auf 20mg erhöht.
      Ich hab schon den Eindruck, ich kann mich besser fokusieren, aber es ist mehr eine Ahnung. Ich bin mir da noch nicht mal sicher. Ich spüre einen leichten Energieschub...

      Aber was mich einfach fertig macht, ich fühl mich einfach mies. Ich hab Herzklopfen, bin wahnsinnig schnell genervt, meine allgemeine Konzentration ist durch die enorme Geräuschempfindlichkeit auch nicht wirklich besser.

      Ich bin zur Zeit ohne Arbeit und die meiste Zeit zu Hause. Dennoch fühle ich mich schon kurz nach der Einnahme wie im Dauerstress. Ich mag kaum vor die Tür gehen, weil mich die Welt einfach stresst. Ich bin total aggressiv und gereizt.

      Einkaufen ist nach wie vor ein großer Stressfaktor, weil ich einfach super schnell überfordert bin und einfach gereizt. Ohne Ohrstöpsel kann ich das Haus nicht verlassen und selbst mit ist der Lärm noch furchtbar.

      Ich dachte, ich würde innerlich ruhiger werden und könnte mit den Medi die Welt (Geräusche, Visuelle Reize) besser ertragen. Aber ich hab irgendwie den Eindruck, die Symptome haben sich bei mir sogar verschlimmert. Jetzt rauche ich wieder öfter. Heimlich, weil mein Freund das nicht möchte. Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein :-(

      Woran kann das liegen? Immer noch falsche Dosis? Falsches Medikament? Muss ich länger warten?

      Vielen lieben Dank für hilfreiche Antworten.

      LG, Nikko
      Hallo Nikko,

      dann erstmal herzlich Willkommen hier im Forum! :)

      Ja, hört sich nach einer falschen Dosierung an, vermutlich überdosiert (aber andere können Dir da sicherlich ausfüherlicher antworten bzw. hast Du Dich hier schon mal durchgelesen, da solltest du auch einige Threads zu dem Thema finden).

      Ist Medikinet Adult das erste MPH was Du nimmst? Günstiger wäre es erstmal, mit etwas unretardierten anzufangen, um die optimale Dosis zu finden.
      Diese kann je nach ADSler und Tageszeit ganz unterschiedlich sein - von 2,5mg bis 30mg (oder sogar noch mehr).

      Viele nehmen auch Retard und retardiertes zusammen, z.B. morgens zum wachwerden das unretardierte, weil das schneller wirkt (nach Einnahme) und dann das langsamwirkende Retard für den Arbeitsalltag.

      Viele haben bei den Retard auch das Problem dass es nicht solange wirkt, wie es eigentlich wirkte. Ich kam mit dem Retard von Concerta auch nicht klar - hatte über haupt keien Wirkung, obwohl ich schon das höchste nahm (zwei Concerta zunehmen, war mir aber zu teuer).

      Gruß,
      Alexandra
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Hallo Alex

      Ja, danke für die schnelle Antwort :-)

      Bei mir ist die Diagnose erst seit Anfang Feb, das Medi nehm ich seit Ende Feb. Und ja, es ist das Erste.

      Aber wie kann es denn eine Überdosierung sein, wenn ich mich weder bei 10mg ruhiger fühle und meine Umwelt besser ertragen kann, noch bei 20mg?

      Das es nicht so lange wirkt, könnte bei mir auch der Fall sein. Vielleicht ist die enorme Aggressivität auch sone Art Rebouneffekt? Keine Ahnung. Aber ich leide einfach schon so lange an enormer Geräuschempfindlichkeit (Überreiztheit), dass ich in die Medikation große Hoffnungen hatte.

      Aber so wie es momentan ist, kann ich arbeiten zum Beispiel ganz vergessen.
      Ich hatte extra schon mal den Beruf gewechsel: von Fotografin zu Industriekauffrau. Blöderweise musste ich feststellen, dass es im Büro sogar noch viel schlimmer ist für mich auszuhalten. Argh. Jetzt bin ich mit dem neuen Beruf arbeitslos und wegen der fehlenden Erleichterung durchs Medi auch noch frustriert :-(
      Nicht gleich den Mut verlierne, es kann eine Weile dauern, bis Du dir richtige Dosierung herausfindest.

      Es könnte auch sein, dass Du nur nicht mit dem Medikit klar kommst und MPH von einem anderen Hersteller besser verträgst. Zwar ist es der gleihe Wirkstoff, aber unterschiedliche H ersteller verwenden unterschiedliche Trägersstoffe und evenutell verträgst du dann manche bessser als andere
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
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      RE: Medikinet - Aggressiv, Nervös, schlecht gelaunt

      Ich hatte diese Symptome auch und habe sämtliche Präparate von MPH und in allen nur erdenklichen Dosierungen durch. Mein Fazit: Ich vertrag es einfach nicht. Ich bin wohl ein Non-Responder. Nach meiner langen Odysee von Präparat zu Präparat habe ich sogar eine Angst- und Panikstörung entwickelt, durch die ich kaum mehr das Haus verlassen konnte.

      Ein Möglichkeit für dich wäre vielleicht Amphetamin (hab ich auch nicht vertragen)
      oder
      Strattera oder Edronax (ich bin auf Edronax eingestellt und fahre damit gut).

      Es ist machmal ein mühseliges Rumprobieren aber das Non-plus-Ultra-Medi gibt bzw. gab es bei mir nicht.

      LG,

      steppi

      RE: Medikinet - Aggressiv, Nervös, schlecht gelaunt

      Hmmm.... ach schade.

      Aber ja, ihr habt recht, ich versuche jetzt einfach erst mal etwas runterzukommen.

      Am Montag ist der Arzt auch endlich aus seinem Urlaub zurück. Mal schauen was er sagt. Eine Freundin von mir meint, als das Medikinet bei ihr zu niedrig dosiert war, hatte sie auch den Eindruck, dass die Symptome eher stärker waren. Bei einer Höheren hätte sie es besser vertragen.

      Oh man, für Angststörungen bin ich auch anfällig... naja, hab schon lange Therapie hinter mir wegen sozialer Phobie..

      Ich hoffe, ich kann bald von der Gesprächstherapie in eine Gruppen-und Verhaltenstherapie wechseln. Meine jetzige Therapeutin hält nicht viel von der "Modekrankheit". Meine Mitbewohnerin und beste Freundin auch nicht, sowie meine Familie. Brauche einfach Kontakt mit Leuten, die es verstehen und die mir wirklich hilfreiche Ratschläge geben könnnen...

      Ansonsten klingt das Amphetamin recht interessant.
      Das habe ich in meiner Drogenzeit am liebsten genommen. Damals wusste ich noch nicht warum.

      Mal schauen.
      Vielen Dank auf jeden Fall für die Zuwendung. Das kann ich grad gut gebrauchen. Vielleicht finde ich auch über das Forum Kontakt zu anderen ADSlern in Bremen. :-)

      Gute Nacht :-)

      RE: Medikinet - Aggressiv, Nervös, schlecht gelaunt

      Original von NikkoNekoEine Freundin von mir meint, als das Medikinet bei ihr zu niedrig dosiert war, hatte sie auch den Eindruck, dass die Symptome eher stärker waren. Bei einer Höheren hätte sie es besser vertragen.


      War bei mir auch so.
      Mich hat vor allem die Aggressivität erschreckt.
      Jetzt passt es. Aber ich habe auch experimentiert, was für Faktoren.
      1. Mit oder ohne andere Menschen.
      2. Müde oder fit
      3. Habe ich einen Plan (also einen ungefähren sinnvollen Ablauf der nächsten Stunden)
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Und bist Du inzwishen die sozialen Ängste los, Nikko?

      Austausch mit anderen ADSler stellt bei der Behandlung auch eine ganz wichtige Komponente da - schon öfters mal in Vorträgen von Ärzten gehört.. aber das für im SHG Bereich sowieso nichts neues, oder? ;)

      Nun, habe gezögert, anderen von meinen ADS zu erzählen. Bekomme von meine Mutter auch immer wieder zu hören "ich glaube, Du bist doch einfach nur faul"... nun, aber gemerkt hat sie schon, das was nicht sitmmt und sie gibt sich auch Mühe das zu verstehen. Aber ich kann ihr da auch keine Vorwürfe machen, weil ich alle Probleme in mich reinfresse und dann erst im letzten Moment so vage Andeutungen mache.. Und wenn scheinbar alles in Ordnung war und auf einmal kommt man dann mit einer ADS Diagnose an, dann wirkt es doch erstmal etwas komisch, wie eine billige Ausrede.

      Also sollte Deine Familie und Deine beste Freundin schon sich Mühe geben, Dich zu verstehen und es nur nicht nachvollziehne können, dann hilft es vermutlich am besten dass man gute Beispiele bringt und vielleicht dann nicht in Problemsituationen. Also z.B. Du bist zu spät und Deine Familie deswegen sauer. Dann ist es eine ungünstige Situation damit anzufangen, dass man bei ADS Probleme mit der Zeit/Planung/Organisation hat und deshalb zu spät kam.
      Dann lieber in einer neutralen Situation von Deinen Problemen berichten.. aber keine Ahnung, ob wie es bei Euch ausschaut und ob das schon so versucht hast.

      Es kann auch sein, dass Deine Familie und Freundin einfach Zeit braucht, das zu aktzeptieren..
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      @ Planlos:

      Ich hab jetzt mal 30mg genommen (10:30Uhr) und um 13:30Uhr muss ich mit der Straßenbahn zu meiner Therapeutin fahren. Mal sehen, ob ich es diesmal draußen besser vertrage.

      Ich versuche seit der ersten Einnahme ein Medikamententagebuch zu führen. Leider gelingt es mir nicht, da regelmäßig was reinzuschreiben... :-p

      @ Phlegma:

      Ja, ich finde, meine sozialen Ängste sind überwunden. Eben so die Depression. Ich hab irgendwann von selber aufgehört das Psychopharmaka zu nehmen, weil ich eh keine Veränderung mehr gemerkt habe. Deswegen bin ich auch erst darauf gekommen, das meine Probleme woanders herkommen müssen. Von etwas, was nicht in einer Gesprächstherapie wegzureden ist. Etwas, was nicht mit meiner Kindheit zu tun hat.

      Ich denke, von daher ist meine Mutter schon froh, das es ADS ist. Sie hat zwar keine Ahnung was das bedeutet, aber es heißt für sie, dass sie als Mutter doch nicht komplett versagt hat :-p

      Sie hat auch gleich gefragt, ob es erblich ist, weil ich genauso bin wie mein Vater. Also, ich bin überzeugt, er ist auch ein ADSler. Er ist genauso verwirrt, geräuschempfindlich (früher deswegen sehr aggressiv, was für mich schlagen bedeuet hat) etc. Die Parallelen sind einfach zu auffällig. Von daher wusste ich immer, egal was es ist, egal wie man es nennt, es muss auf jeden Fall erblich sein ;-)

      Mein Vater und ich haben nie viel geredet. Kommunikation fand bei uns kaum statt. Meine Eltern kennen mich kaum und ich kenne sie auch nur recht oberflächlich. So ist auch unser Verhältnis heute: Oberflächlich. Aber besser als früher. Ich habe ihnen verziehen, meine Mutter hat sich mal bei mir entschuldigt (da sie selber psychisch sehr labil ist konnte sie sich nicht so um mich kümmern). Das ist ok. Trotzdem ist es schade.
      Ab und zu starte ich mit meiner Mutter mal einen Versuch über meine Sorgen zu reden, aber sie blockt das recht schnell ab. Sie mag das einfach nicht hören, sie will sich selber schützen und in ihrer "Traumwelt" bleiben, wo alles in Ordnung ist.

      Aber ja, vielleicht wird die Zeit mehr bringen. :-)

      Das mein Bruder und meine beste Freundin das so abblocken, find ich unangehmer. Aber das sind auch beides so Verdrängertypen, wie meine Mutter. Ich setz mich eben mit meinen Problemen auseinander, weil ich muss. Weil ich es nicht schaffe, einen Job zu machen und bisher auch keine Partnerschaft lange führen konnte. Deswegen ist ADS definitiv eine Krankheit bei mir, egal was Andere sagen.


      Das heißt, sie nehmen mich so hin, geben mir mit "guten Ratschlägen" (hat alles mit Ernährung zu tun oder Du musst früher ins Bett) das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, aber fragen nicht, was ADS ist. Aber meinen Bruder fütter ich dennoch ab und zu mit Infos. Ob er will oder nicht ;-)

      Zum Glück ist mein jetziger Partner echt toll. Er interessiert sich wirklich für mich und akzeptiert und respektiert mich. Er kann mich nicht verstehen, aber ich versuche ihm dennoch zu beschreiben, was bestimmte Situationen für mich bedeuten. So können wir nicht so in Cafés gehen oder im Restaurant essen. Kino wird auch schwierig. Lebensmittel einkaufen sowieso. Aber es gibt ja zum Glück auch kleine Cafes und alternative Kinos, wo nicht ganz so viel los ist :-)
      Allerdings ist die momentane Zeit der richtigen Medi-Einstellung recht schwer für mich. Ich hoffe, er wird es mit mir weiterhin aushalten. Ich muss versuchen, mich nicht allzu sehr unter Druck zu setzen und die Erwartungen runterschrauben. Aber das ist leichter gesagt als getan :-p Vorhr hab ich ihm immer gesagt, wenn meine Prüfungszeit vorbei ist, wird es besser mit mir. Dann hab ich gesagt, wenn ich umgezogen bin und ich keine Ohrstöpsel brauche, dann wird es besser mit meiner Laune. Wenn ich Medis bekomme, dann wird es bestimmt besser...

      aber ich glaube, es ist falsch so zu reden. Aber ja, ich hoffe, das ich irgendwann, irgendwie, irgendwo ein Platz finde, wo ich mich gut fühlen und entspannen kann.

      Un dich hab grade festgestellt, das ich mich in Zulunft besser kürzer fassen soll....nicht mehr als 2000 Zeichen ;-) Argh. Na gut.

      LG
      Hallo NikkoNekko,

      Bei mich, war es mit richtig eingestellte medis schon besser. Aber medis machen nicht alles. ADS habe ich immer noch und merke es immer wieder. Mein grenzen habe ich auch immer noch und sie sind nicht sehr weit...

      Reizoffen bin ich immer noch und ruhe brauche ich immer noch.

      Trotzt medis hatte ich dann auch noch viel zu tun, viel zu ändern und vor allem zu lernen mich so zu annehmen wie ich bin.

      Es kann auch sein dass du von die wirkung auch selber wenig merkt, obwohl sie da ist. Wenn du dich schlecht fühlst, kann es auch eine überdosierung sein. Vielleicht kannst du die leute um dich fragen ob sie etwas merken? Von aussen ist die wirkung oft deutlicher zu sehen...

      Bei mich war die mediseinstellung nicht so kompliziert. Aber es ist leider nicht immer so. Bei manche wirkt auch MPH nicht sehr gut. Es gibt andere alternativen, oder kann eine kombination von 2 medis besser sein. Also, es kann wirklich zeit brauche!

      Amphetamin wird von viele auch gut vertragen (ich nehme es auch) und wenn du in deine drogenzeit schon damit "gute erfahrungen" gemacht hatte, ist auch eine hinweis...

      Das thema mit der umfeld, die verständnis und die "gute tips" kenne ich auch X(. Keine einfache thema!

      Sonst wissen es auch meine eltern. Meine mutter ist erleichtert und zeigt verständnis. mein vater auch, aber macht dicht bei thema "es ist vererbt" obwohl es gut von ihm kommen kann... Naja, irgendeinmal hatte er doch gesagt, meine oma (seine mutter) könnte eine ADSlerin gewesen, was ich auch vermutet habe. Ablenkbar, reizoffen...

      lg
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „papillonindigo“ ()

      Hey :-)

      Komme grade aus der Stadt wieder...

      also, die Hinfahrt hat ohne Ohrstöpsel und mit 30mg schon recht gut geklappt. Ich habe es ertragen, ohne allzu starken Stress zu spüren.

      Dafür war der Rückweg kaum auszuhalten. Die Wirkung war komplett vorbei und alles war auf einmal richtig laut. Jetzt bin ich wieder total verspannt und hab Rückenschmerzen und Kopfweh :-/

      Ja, vielleicht ist eine Medikation mit zwei verschiedenen Sachen bei meiner geringen Stresstoleranz sinnvoller. Denn das Medikinet wirkt einfach nicht lang genug und wenn die Wirkung in einer stressigen Umgebung nachlässt ist die Aggression umso größer :-(

      Na, auf jeden Fall bin ich jetzt wesentlich zuversichtlicher, was die Medikation angeht. Da wird sich schon eine Lösung finden.

      Und ja, ich muss auch was in meinem Leben ändern. Ein wichtiges Ziel: Raus aus der Stadt! Lieber weiter ausserhalb wohnen, wo ich mal lange Spaziergänge in der Natur machen kann und für mich allein sein kann.

      Danke :-)
      LG Nikko
      Hallo NikkoNekko,

      So wie du beschreibst, tönt nach wirkung!
      Vielleicht wirkt es bei dich nicht sehr lange. bei mich hat MPH auch kurz gewirkt, darum bin ich auf amphetamin umgestiegen und damit sehr zufrieden.

      Wenn ich müde bin, auch mit medis, habe ich ohrenstöpsel. Ich lebe in der stadt. Ohne medis war fast immer nötig :). Ich schlafe auch mit ohrenstöpseln.

      Jetzt ist nur nötig wenn ich zu wenig ruhe hatte. Zu glück wohne ich in eine ruhige viertel, der ehe aussieht wie ein dorf. Also, ruhe finde ich genug.

      lg
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      Ok, heute hatte ich endlich das Gespräch mit dem Arzt. Da er selber ADHS hat, war das irgendwie anstrengend :-p

      Egal...
      er schickt mir jetzt ein Rezept für Concerta 36mg, da ich auch mit 30mg Medikinet kaum Wirkung verspürt habe (halt nur die ersten 3,5Std und dann mit weiterer Einnahme gar nichts mehr außer schlechte Laune und Dauerstress).

      Allerdings muss man das ja selber bezahlen...aber egal, wenn es mir hilft, mach ich das irgendwie. Vielleicht kann ich dann auch endlich besser eine Arbeit finden und dann hab ich ja eh mehr Geld...

      Ich schau mal hier im Forum, ob ich was zu Concerta finde :-p

      LG
      Ich probiere Concerta 36mg heute den zweiten Tag.... es ist definitiv sanfter als das Medikinet.

      Allerdings kann ich keine super tolle Verbesserung feststellen. Ich war heute beim Hautarzt und hatte das Gefühl ruhiger zu sein. Aber nur kurz. Dann musste ich mich wegsetzen, weil der Eine mich mit seinem Bonschen genervt hat und der Mann, neben dem ich dann saß, hat total gestunken. Also, wo ist da jetzt eine Verbesserung? Es ist eine Ahnung von Verbesserung. Mehr nicht. Lohnt es sich dafür, die Nebenwirkungen abends in Kauf zu nehmen?

      Jetzt ist der zweite Abend und ich fühle mich genervt, kann mich nicht mal das abendliche Telefonat mit meinem Freund führen. Bin weinerlich. Hab Gedanken nach Selbstverletzung, Zigaretten und Alkohol. Trinke auch jetzt, weil mich dieses Trauergefühl so überrollt. Das ist doch furchtbar.

      Ich glaube, ich will einfach versuchen, primär etwas gegen die Reizoffenheit zu finden. Das belastet mich am Meisten. Das mit der Konzentration wird dann bestimmt von selber besser. Ich hab hier gelsen, das soll das Venlafaxin ganz gut sein. Das werde ich dann noch probieren. Wenn das auch nichts ist, dann lebe ich lieber weiter ohne Medis und versuche stattdessen die Umgebung so zu ändern, das es mir besser geht.
      Ich nehme seit vergangenem Donnerstag auch wieder Medikinet (10-20 mg / Tag) und die ersten paar Tage ging es mir total super - ich konnte endlich mal meine Wohnung in Ordnung bringen und hatte so richtig Energie.

      Nachdem ich es heute eingenommen hatte, fühlte ich mich nach etwa 1 std extrem depressiv, genervt, antriebslos und weiß nichts mit mir anzufangen. Latent ist auch so ne komische Angst da, die ich nicht wirlich einordnen kann.

      Ich verstehe nicht, warum die Wirkung erst so genial war und heute so schlagartig gekippt ist. Woran könnte das liegen? ?(
      @ Nikkonekko:

      ich fühle mich genervt, kann mich nicht mal das abendliche Telefonat mit meinem Freund führen. Bin weinerlich. Hab Gedanken nach Selbstverletzung, Zigaretten und Alkohol. Trinke auch jetzt, weil mich dieses Trauergefühl so überrollt. Das ist doch furchtbar.


      Es tönt nach rebound. Du kannst mal schauen ob es jeden abend in so etwa geht, nach die gleiche zeit nach einahme.

      @ steppenwölfin: auch ohne medis kann sich unsere befinden und zustand sich sehr verändern. Mit medis bleibt noch viel davon! Es kann so etwas sein. Oder... Du hast vorher nichts gegessen (seit eine weile) und hat unterzuckerung (es tönt ein bisschen danach).

      lg
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