Labern ohne Ende...

      Labern ohne Ende...

      Was andere Leute in 2-3 Sätze packen, hört sich bei mir an, wie ein mittellanger Vortrag. :O
      Ich dachte sehr lange, dass ich einfach mehr zu sagen habe, es mir wichtig ist, auch verstanden zu werden, ich vielleicht anders denke und deshalb mehr Worte brauche, aber oft hab ich wohl einfach nur ein Problem damit, etwas auf den Punkt zu bringen. Vorallem mündlich und wenn ich mir vorher keine Gedanken machen konnte.
      Und natürlich wird es einigen Leuten irgendwann zuviel. Ich selber bin da bei anderen komischerweise sogar recht schnell genervt.
      Manche denken auch, man hält sich für was besonderes, besseres oder schlauer als andere. Hört sich warscheinlich auch so an, vorallem wenn man auch noch Probleme damit hat, andere ausreden zu lassen. :rolleyes:

      Hatte das jetzt gerade wieder...
      Mein Ex-Partner und ich haben seit einigen Monaten wieder einen sehr guten, vertrauten Kontakt entwickelt.
      In der Beziehung war mein ewiges Gerede, was sich anhörte wie ein Vortrag oder schlagfertiges Diskutieren können ohne Ende, ein Problem. Habe ihm wohl auch öfter mal das Gefühl gegeben, immer alles besser zu wissen, erfahren hab ich das allerdings erst hinterher.
      Erst schob ich das nur auf ihn und sein mangelndes Selbstbewusstsein.
      Denn ich kann schon einlenken und einsehen, dass jemand anderes es besser weiß oder Recht hat. Aber es ist halt nicht einfach, gegen mich anzureden und mich quasi zum schweigen zu bringen.
      Und er ist auch jemand, der andere nicht gerne kritisiert, weil er niemanden verbiegen möchte.

      Heute morgen kam dann eine Mail, dass er für heute Abend absagen möchte weil er Zeit zum nachdenken bräuchte. Hab dann nachgefragt was los ist, er hat es kurz erklärt...
      Ich hab kein ADHS - es ist nur... Hey,guck mal, ein Eichhörnchen!
      Und dann kam meine Antwort: Ganz viel bla bla, kenn ich auch, kannste so, vielleicht auch so usw. :rolleyes:
      Und dann dachte ich mir, bist du eigentlich bescheuert? Der Kerl hat schon Kopfkarussel und ich hab nix besseres zu tun, als auch noch loszuquatschen.
      Hab dann nochmal ne ganz kurze Mail geschrieben, knapp in 2 Sätzen formuliert, was ich ihm eigentlich mitteilen wollte, nämlich Verständniss.
      Und dass ich mittlerweile selber sehe, dass ich oft viel zu viel quatsche, denn ich bin an einem Punkt angekommen, wo es mich selber nervt und auch hinderlich ist.

      Kennt ihr sowas auch von euch? Und wie kann man was aus dieser Erkenntniss machen?

      Und wieder hab ich es geschafft....ein Beitrag in 2 aufgeteilt, weil zu lang. :rolleyes:
      Ich hab kein ADHS - es ist nur... Hey,guck mal, ein Eichhörnchen!
      Original von Mucki

      Und wieder hab ich es geschafft....ein Beitrag in 2 aufgeteilt, weil zu lang. :rolleyes:


      :D

      Original von Mucki

      Kennt ihr sowas auch von euch? Und wie kann man was aus dieser Erkenntniss machen?


      Ja. Einiges :-)

      GANZ ALLGEMEIN (weiter unten kommt ADS-spezifisch)

      Also 1. die Erkenntnis ist gut, der 1. Weg zur Besserung :-D
      Wenn man etwas verändern möchte, dann kommen folgende Schritte häufig vor:
      - man merkt hinterher, dass man es hätte anders machen wollen
      - man merkt es schon währenddessen, weiß aber grad nicht wie man es anders machen soll
      - man merkt es währenddessen und peu-à-peu kann man es anders machen
      - man merkt es schon vorher und schafft es, es gleich anders zu machen

      Natürlich muß man sich erst überlegen, was man anders machen will.
      Ich liste mal ein paar Beispiele auf, die nicht unbedingt auf Dich zutreffen müssen:
      zuviel labern -> sich kürzer fassen
      abschweifen -> beim thema bleiben
      sprunghafte themenwechsel -> beim thema bleiben
      andere unterbrechen -> sich dessen bewußt werden, ggf. sagen "sorry, ich wollt dich nicht unterbrechen, red weiter"
      themen nicht beenden -> themen beenden
      zu schnell reden -> langsamer reden (normalschnell :D)
      usw

      nach dem artikel unten gehts weiter
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

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      Hier ist ein Auszug aus dem Infobrief "Einfach organisiert":

      Hätte ich das bloß nicht gesagt!“: 6 kluge Fragen gegen unbedachte Worte


      1. Mit wem spreche ich?

      Denken Sie an die Beziehung, die Sie mit Ihrem Gegenüber verbindet. Besonders dann, wenn es eine Person ist, die Sie lieben. Denn dann ist die Hemmschwelle für verletzende Worte meist weitaus niedriger als bei Menschen, zu denen Sie ein eher distanziertes Verhältnis haben.

      Beispiel: Bevor Sie Ihren Sohn mit „Nur ein Vollidiot macht 3-mal denselben Fehler!“ abbügeln, halten Sie einen Moment inne und sagen sich innerlich: „Ich spreche mit meinem Sohn, den ich sehr liebe und dem ich helfen will, die Schule zu bestehen.“

      2. Was habe ich (noch)nicht wahrgenommen?

      Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Dunkeln und haben ein großes Gemälde vor sich, von dem Sie mit Ihrer Taschenlampe einen kleinen Ausschnitt beleuchten. Richten Sie die Lampe auf andere Bereiche des Bildes, z. B. auf die Gründe Ihres Gegenübers für sein Verhalten, auf seine Persönlichkeit oder auf seine momentane Situation. Welche weiteren Personen sind mit auf dem Bild und damit von Ihren Worten indirekt betroffen?

      Beispiel: Eine flapsige Bemerkung über die Augenringe Ihrer Kollegin („Du siehst aus, als hättest du am Wochenende gut gebechert!“) liegt Ihnen schon auf der Zunge? Denken Sie daran, welche weniger erfreulichen Gründe es für eine schlaflose Nacht geben könnte.
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      3. Wie wird mein Gesprächspartner reagieren?

      Viele Menschen sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie wenig Gedanken darauf verschwenden, wie ihr Gegenüber ihre Worte aufnehmen wird. Fragen Sie sich, ob Ihre Worte tatsächlich das erreichen werden, was Sie bewirken wollen.

      Beispiel: Sie möchten, dass Ihre Nachbarin ihren Putzdienst in Treppenhaus und Keller gründlicher macht. Wird eine detaillierte Aufzählung all ihrer Versäumnisse Ihre Nachbarin dazu bringen („Endlich weiß ich, was zu tun ist“), oder werden Sie dadurch eine Abwehrreaktion erzeugen („Der kann ich ohnehin nie etwas recht machen!“)?

      Oft wirken aber auch gut gemeinte Worte verletzend.

      Beispiel: Mit Komplimenten wie „Für dein Alter siehst du großartig aus“ oder „Ich hätte nie gedacht, dass du das schaffst“ werden Sie eher Verstimmung als Freude hervorrufen.

      4. Wohin könnten meine Worte führen?

      Mit dieser Frage schauen Sie über die unmittelbare Reaktion Ihres Gesprächspartners hinaus auf mögliche längerfristige Konsequenzen. Welchen Einfluss werden Ihre Worte auf Ihre Beziehung zu dieser Person und zu anderen Menschen haben?

      Beispiel: Wenn Sie Ihre Kollegin Monika vorab und im Vertrauen über Ihre Kündigung informieren, wird sie sich wahrscheinlich geschmeichelt fühlen. Erzählt sie die Nachricht jedoch weiter, werden andere Kollegen vermutlich enttäuscht darüber sein, es nicht direkt von Ihnen gehört zu haben.

      5. Warum muss ich überhaupt etwas sagen?

      Oft werden Sie feststellen: Es geht auch ohne!

      Beispiele: Worüber Sie sich gestern aufregten, kommt Ihnen heute lächerlich vor. Der niedergeschlagene Freund ist schon dadurch getröstet, dass Sie seinen Klagen aufmerksam zugehört haben – ganz ohne große Worte! Sie kommen mit Ihren Kolleginnen auch dann klar, wenn Sie sich nicht an der Gerüchteküche beteiligen.
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      6. Wann sage ich es am besten?

      Der beste Zeitpunkt ist, pragmatisch gesehen, der, zu dem Sie am ehesten Gehör finden. Achten Sie nicht nur auf Ihre eigene Stimmung („Kann ich ruhig sprechen?“) und das Befinden des anderen, sondern auch auf den äußeren Rahmen, z. B. eventuelle Zuhörer.

      Beispiele: Kritisieren Sie Ihre Kinder nicht vor deren Freunden. Reden Sie in der Öffentlichkeit nicht über andere Menschen. Reißen Sie in größerer Runde keine Witze, mit denen Sie die religiösen Gefühle anderer verletzen könnten.

      Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl
      Newsletter "Einfach organisiert" vom 1.3.12
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      Fortsetzung von oben, 1. Beitrag

      Weitere Beispiele im Bezug auf die Gesamtsituation und andere Person(en)
      einfach von sich erzählen -> darauf konzentrieren, was der andere sagen will (was er in dem Moment loswerden / hören möchte) (z.b. Verständnis, siehe Dein Beispiel oben)
      einfach loslegen -> Gesamtsituation bedenken, ist es grad zu spät, unter Zeitdruck, zu laut, ungünstig etc
      begeistert lossprudeln -> merken, wenn man für andere anstrengend wird (oder belehrend)
      wenn man wieder dran ist, sofort von sich erzählen -> erst (kurz) auf das Gesagte eingehen, vielleicht nachfragen

      Das sind Sachen, die man eh schon wahrnimmt, aber oft erst merkt, wenn man schon ewig gelabert hat.

      ADS-spezifisch
      Kennst Du das Pareto-Prinzip? Mit 20% Leistung erreicht man 80% des Erfolgs.
      Was meine ich damit? Man muß nicht plötzlich zum Superkommunikator werden.
      Es genügt die "schlimmsten" Situationen zu üben.
      Z.b. in den Fällen wo es echt ungünstig ist (z.b. der andere ist in Eile) oder wo man echt anstrengend wird (für andere aber auch für sich selbst) oder wo es extrem langatmig wird, diese Fälle überlegen, was am häufigsten vorkommt und trainerieren, dass man es etwas kürzer macht.
      In anderen Fällen kann man üben, dass es einem nicht erst hinterher, sondern schon währenddessen oder sogar davor auffällt.
      In allen anderen Fällen passt das schon.
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      Meine Freunde zum Beispiel wissen, dass es bei mir mal so, mal so ist.
      Öfter im Telefonat schaue ich, dass es ausgewogen ist, dass ich z.b. drauf achte irgendwann auch mal fertig zu werden mit dem Thema und dann das gegenüber erzählen lasse, nachfrage, Einfühlungsvermögen&Interesse zeige etc.
      Aber auch öfter am TElefon labere ich halt mehr, sprudle vor Mitteilungsdrang, das ist ok, das wissen sie, sonst würden sie niht anrufen.
      Was auch bekannt ist, dass ich manchmal relativ abrupt aber nett/witzig sage "so, telefonzeit ist rum" (oder etwas ähnliches, lustiges), weil ich regelrecht einen Cut machen muß, sonst würde ich ewig weiterreden.
      oder am Anfang und zwischendurch auf die Uhr schaue (und sage wieviel uhr es grad ist).
      Ein Ex-Freund von mir, der recht langsam redet, amüsiert sich königlich und findet es total süß, wenn ich ihm bewußt zuhöre, aber mir ins Gesicht geschrieben steht, dass ich gleich platze vor lauter warten, bis ich dran bin :D

      FAZIT:
      Wie bei vielen ADS-Symptomen langt es, sich das mal eine Weile bewußt zu machen (kann man einen kleinen Block sich zulegen und ein paar Fragen zum Redeverhalten überlegen und am Abend die Fragen beantworten und aufschreiben wie's war) und nach kurzer Zeit (1-3 Wochen) merkt man einen Unterschied zu vorher.

      Typisch ADS kommt es natürlich weiterhin vor, dass man grad in den ungünstigesten Situationen nicht optimal kommuniziert, aber was soll's :-D
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      Jetzt sind mir noch zwei Sachen eingefallen:

      Was bei mir öfter vorkommt ist, dass ich in der (Laber)Situation anfange, mir die Situation bewußt zu machen. Je nachdem nehme ich mir dann die Zeit um verschiedene Faktoren zu erfassen (was ist eigenlich das Thema, was wollte ich ursprünglich sagen, in welcher Lage sind wir (z.b. in Eile), wie kommt es beim anderen an, wie geht es dem anderen etc) und dann ganz langsam und konzentriert spreche, aber wirklich gaaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam oder sage "was wollte ich jetzt sagen, ich muß kurz überlegen" und dann klappt es auch meistens, dass ich mich angemessen ausdrücken kann und der Laberfluß unterbrochen ist. Und bisher hatte noch keiner was dagegen, wenn ich mir kurz Zeit zum überlegen nehme, bevor ich weiterrede. Kostet ja im Endeffekt viel weniger Zeit (und Nerven) als wenn ich weiterlabern würde. :D

      Zum Thema belehrend und zwar speziell in Situationen wo jemand anders über ein eigenes Problem redet oder um einen Rat bittet:
      Mir fallen meistens eine Million Lösungsvorschläge ein.
      In der Coachingausbildung habe ich ein tolles Instrument gelernt: FRAGEN
      Also nicht sagen "mach doch das und das" sondern offene Frage stellen "was denkst Du, was du jetzt machen könntest" oder geschlossene Fragen stellen "denkst du es würde helfen, wenn Du das und das (Lösungsvorschlag) machst?"
      Die Leute wissen insgeheim nämlich meist schon die richtige bzw. beste "Lösung" und mit Fragen kommen sie selber drauf.
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      Das ist übrigens das hauptsächliche Geheimnis des Coachings. Es ist nicht wie in der Therapie, wo fest psychoregeln für den therapeuten bestehen, und er dauernd in den Gefühlen rumstochert.
      Sondern beim Coaching wird mit dem Hauptinstrument FRAGEN der Gecoachte dahin gelenkt, wo er/sie innerlich schon weiß, was die Lösung ist. [die Lösung/nächste Schritte ist der zweite SChritt, manchmal muß man erst (durch Fragen) rausfinden, was eigentlich genau das PRoblem ist und im Gedankendschungel Klarheit schaffen]

      Aber jetzt schweife ich schon wieder ab :D :D :D Und wiedermal habe ich losgetippt, ohne genug Absätze und Smileys für die Lesbarkeit einzubauen X(

      Das Thema Kommunikation finde ich superspannend!
      Die "Bibel" zu dem Thema war für mich
      "Miteinander reden" BAnd 1 und Band 3 von Friedeman von Schulz von Thun.
      Da geht es um das VierOhren-MOdell (Band1) und das "innere Team" (Band 3).

      Naja, aber ich wechsle mal lieber wieder in den "Erledigen Thread" :D
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      Original von Mucki
      Wow, danke dir! :)
      Werd mir das gleich in der Mittagspause in Ruhe durchlesen. Aber genau sowas, wie ich lernen kann mit meinen Verhaltensproblemen umzugehen, ist etwas, was mir sehr weiter hilft.


      Freut mich :-)
      Ich hoffe, es war nicht too much was ich gschrieben habe, man kann sich auch zuviel mit dem Thema beschäftigen wie Du merkst :D
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      Hallo Mucki,

      Zuerst mal bist du nicht allein! Mit ADS haben wir oft viel in kopf (und ich finde dabei auch sehr vieles vernünftig und spannend) und diese vieles können wir nicht in 1 satz zusammenfassen...

      Auf der forum bin ich auch viel am labbern... Dabei versuche ich doch mich verständlich und nicht zu langweilig zu fassen.

      Ich versuche mich keine schlechte gewissen zu machen wegen meine viellabberei. Es zeigt eine kopf wo vieles lebendiges drin ist, und sicher anteilmässig nicht mehr mist gibt als bei stinos.

      Ich bekomme doch auch problem wenn ich mich kurz fassen muss, oder wenn der gegenüber die geduld nicht hat mehr als 1 satz zu hören.

      Dabei war ich in der schule bei zuammenfassung erstellen sehr gut. Naja, da es in meine familie keine geduld gab um etwas langschweifelnd zu sagen, hatte ich vielleicht eine gewissen übung.

      Wenn ich viel rede und nicht zu punkt komme, zeigt auch eine chaos in kopf. Da hilft es mich zeit, stift und papier um mal selber klar zu werden. Seit ich medi nehme, kann ich diese kopfchaos besser aufräumen. ich nehme mich auch bewusst genug zeit dafür.

      Sonst hilfe es mich auch mich auf eine bestimmte situation vorzubereiten (oder auch danach nachdenken für nächste mal) was ich wirklich sagen will und wie es sagen. Ich tue dabei gerne eine freundin zu rat ziehen.

      Schrifltich kann ich dann immer noch korriegieren (aber mache auf forum wenig).

      Ich habe auch gemerkt dass ich manchmal zu viel sage wenn ich anfange mich rechtzufertigen und dazu noch ziemlich nerve. Also, lasse ich es lieber (geht nicht immer, aber immer besser). Ich muss mich nie rechtfertigen dass ich ADS habe! Ab und zu, wenn angemessen ist, zu sagen "ich bin vergesslich" oder "ich ermüde schnell" genügen völlig als erklärung damit der andere doch meine verhalten einordnen kann.

      lg
      Mein Blog: http://papillonindigo.wordpress.com/ Ein leben mit ADS... Nie langweilig!
      Mir geht es genauso, Mucki! Und mich ärgert das total! X( :evil:

      Deshalb ziehe das schriftliche den mündlichen vor... weil ich länger Zeit überlegen kann.

      Ich denke, es liegt einmal daran, dass ich oft alleine bin und deshalb mehr Redebedarf habe .. bzw. auch einfach das ADS, das einem auch soviel Gedanken rumschwirren, die man auch mal aussprechen will. Und wenn ich dann an einen Tag nur ein Gespräch habe, dann versuche ich halt alles in diese eine Gespräch reinzuqutschen.. und meine erste Strategie ist, wenn ich merke, dass es zuviel wird für ein Gespräche - ist dass ich schneller spreche und stichpunktartiger werde. :O :rolleyes:

      Leider passiert mir in Chats und Telefonaten auch oft, dass während des Gesprächs/Chats fast einschlafen und in den Moment, wo der andere die ersten Anstalten macht, aufzulegen bzw. ich es beenden will/möchte, auf einmal wach werde und mir noch dutzend von Sachen einfallen...

      Nun planlos und papi haben ja schon Tipps gegegeben.

      Mich rechtfertigen ist auch eine Sache, die bei mir zum Labern führt. Dies ist eine der wenigen Sachen,d ie mir durch die letzte Therapie bewußt gewußt geworden sind. Dadurch rede leider viele Sachen schnell tot. Peinlich auch, wenn das z.B. passiert in Situation, wo man sachliche Kritik bekommt z.B. das Zuhörer sagen, wie gut der Vortrag war... In der Situation versuche ich mir immer zu sagen "Zuhören, nicht rechtfertigen!"
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      Ich glaube, dass hier in Forum schreiben schon ein Möglichkeit ist, das Labern etwas einzudämmen... in dem ich hier meine Gedanken rauslasse und dann, wenn ich mit jemand spreche, sie schon besser sortiert habe. Also besser eingrenzen konnte und die Sachen, die letztendlich doch nicht wichtig genug sind, u m ausgesprochen zu werden, gsanz weglassen zu können.

      Im Freundeskreis versuche ich auch kein schlechtes Gewissen deshalb zu haben, damit müssen die Freundschaften eben klar kommen können, sonst hat es kein Sinn, dies als Freundschaft zu führen, weil es sonst keine Entpsannung/Ausgleich für u ns ist. Ich denke allerdings auch, dass es nicht ganz so schlimm Laberflash bekomme und auch noch relativ offen für Signale bin, die anzeigen, dass es den anderen zuviel.

      Anderseits muss ich dazu sagen, dass meine Ängste da ein großeer Einflußfaktor ist, dass ich andere nicht zu sehr zuquatsche.. aber natürlich mehr im negativen Sinn, dass vieles, was vielleicht wirklich auch ein interessanter Beitrag gewesen wäre, nicht äußere.

      So das iuch dann oft zwischen den extremen hin und herschwenke - zu wenig zu sagen oder zu viel.
      Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.
      The "Earth" without "art" is just "eh".
      ich habe es noch nicht geschafft, eure Beiträge hier alle zu lesen, aber ich habe mich beim Schmunzeln ertappt.... au ja... so kenne ich mich auch.

      Ich denke, so ist meine therapeutin drauf gekommen, durch meinen "Sprechdurchfall" wie es einige ja bezeichnen. Bei ihr kann ich es auch und darf es, bei den Therapeutinnen vorher ging das nicht (sie wechselten den Job, nicht mich) die haben zwischendurch immer in den PC geschrieben und mich so abgewürgt. Ich fühlte mich da nie wohl oder wahrgenommen. Ganz anders jetzt.

      Ich finde mich immer mehr in euren Selbstbeschreibungen uns Erlebnissen wieder. Das tröstet ungemein :-)
      Original von PhlegmaWirbel
      Mir geht es genauso, Mucki! Und mich ärgert das total! X( :evil:

      Deshalb ziehe das schriftliche den mündlichen vor... weil ich länger Zeit überlegen kann.

      Ich denke, es liegt einmal daran, dass ich oft alleine bin und deshalb mehr Redebedarf habe .. bzw. auch einfach das ADS, das einem auch soviel Gedanken rumschwirren

      <unterschreib> - also nicht dass Du so bist, sondern dass es MIR genauso geht! :D