4. Deutschlandweite ADHS-MESSE - die Vorträge

      ADHS und/oder Hochsensibilität - Sabine Frank / Martin Winkler

      ADHS und/oder Hochsensibilität - Sabine Frank / Martin Winkler

      „Wer sich nicht rechtzeitig wahrnimmt, kann auch nicht gut für sich sorgen!“


      Der Alltag stellt Hochsensible immer wieder vor Herausforderungen oder Probleme, für deren Bewältigung sie sich Unterstützung wünschen.
      Hochsensibilität ist eine besonders ausgeprägte Begabung zu intensiver, feiner und differenzierter Wahrnehmung.
      Wichtige Themen aus der Arbeit mit Hochsensiblen sind:

      - die eigenen Fähigkeiten besser kennen und einschätzen zu lernen
      - sich von den Gefühlen von anderen Menschen abgrenzen zu lernen ?
      - ihr Potenzial zu entfalten, Mut zum eigenen Weg
      - die Wahrnehmung und den Umgang mit den eigenen Emotionen
      - Veränderungen und dabei authentisch bleiben
      - Anders-sein, Anders-denken
      - praktische Tipps für das Erreichen von persönlichen / beruflichen Zielen
      - Stolperfallen im Umfeld zu erkennen, zu benennen und dadurch zu verändern
      - Erfolge sichtbar zu machen

      Bleibt im Anschluss die spannende Diskussion: ADHS und /oder Hochsensibilität

      ADHS-Coaching bei Erwachsenen - Christine Beerwerth / Sabine Frank

      ADHS-Coaching bei Erwachsenen - Christine Beerwerth / Sabine Frank

      Wir befassen uns in diesem Workshop mit dem Coaching des ADHS-Jugend-lichen und Erwachsenen. Coaching ist ein Teil der multimodalen Therapie bei
      ADHS.
      Das Besondere hierbei ist, dass eine Unterstützung des „etwas anderen Alltags“
      vor Ort, dass heißt in der Wohnung und am Arbeitsplatz statt findet.
      Hierbei stehen Themen wie Aufklärung über ADHS, Handwerkszeug für den All-
      tag, Pflege sozialer Kontakte usw. auf dem Programm.
      Wichtig hierbei ist der ständige Blick auf Stärken und Ressourcen des Klienten.
      Erfahrungsgemäß fällt das vielen Menschen mit ADHS sehr schwer. Sie haben
      häufig in ihrem Leben Kritik erfahren, so dass der Blick auf das, was an Möglich-
      keiten besteht, nicht geübt wurde.
      Wenn es gewünscht wird, nehmen an dem Erstgespräch Familienmitglieder,
      Freude und/oder Kollegen teil. Denn Ziel soll es sein, dass der Klient in seinem
      Umfeld geeignete Personen findet, die ihn unterstützen wollen und können.
      Coaching dient der Förderung von Bewusstsein und Eigenverantwortung.
      Natürlich wird es auch um Finanzierungsmöglichkeiten einer solchen prof-
      essionellen Unterstützung gehen.


      In diesem Workshop werden wir unseren Schwerpunkt legen auf:
      - junge Erwachsene - „best age“ - alte Menschen -

      Der Workshop vermittelt den Arbeitsalltag im ADHS – Coaching
      - immer anders – immer neu – immer spannend -

      ADHS und pathologisches Glücksspielen - Dr. Volker Premper

      ADHS und pathologisches Glücksspielen - Dr. Volker Premper


      Ein Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) kann zu vielfältigen Problemen und Schwierigkeiten führen. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein ADHS auch einen Risikofaktor dafür darstellt, ein suchtartiges, pathologisches Glücksspielverhalten zu entwickeln. In dem Vortrag wird zunächst dargestellt werden, welche wissenschaftlichen Befunde es bisher gibt, die für einen solchen Zusammenhang sprechen. Anhand von Fallbeispielen aus der klinischen Praxis wird die Problematik dann plastisch nachvollziehbar gemacht und verdeutlicht.

      Vortrag über Systemisches Aggressions-Management© - Dirk Schöwe

      Vortrag über Systemisches Aggressions-Management© - Dirk Schöwe

      Fachkräften fällt es in schwierigen Situationen nicht immer leicht, das erarbeitete
      Vertrauen bei sich und Kindern mit ADHS wirkungsvoll aufrecht zu erhalten.
      Thematiken wie Aggressionen und Gewalt, Mobbing und Konflikte brauchen ein
      achtsames, praxisnahes und wirkungsvolles Management – das Systemische
      Aggressions-Management©.
      Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und unserem Gegenüber lässt sich in
      Form eines Modells, der AggressionsAcht© und einer Haltung des
      Systemischen Aggressions-Managements© nach Dirk Schöwe darstellen. Im
      Vortrag wird die AggressionsAcht© vorgestellt und das acht-SAM©-Konzept
      eingeführt.
      Das acht-SAM©-Konzept richtet sich mitunter an folgende Zielgruppen:
      • Schulen
      • Berufsschulen
      • Kindertagesstätten
      • Institutionen mit Beratungsschwerpunkten
      • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
      • und viele mehr...
      Das grundliegende Konzept ist aus der Praxis entstanden und wird stetig für und
      mit der Praxis weiterentwickelt. Die Ergebnisse werden durch das Institut für
      Systemisches Aggressions-Management – ISAM kontinuierlich wissenschaftlich
      evaluiert und stetig den Qualitätsansprüchen unserer Klienten angepasst. Es
      befähigt Fachkräfte aus den oben genannten spezifischen Berufsgruppen,
      Verhalten durch die Veränderung sozialer Strukturen zu beheben. Der Umgang
      mit herausfordernden Situationen beinhaltet das Lernen und die Neuausrichtung
      der eigenen Haltung.
      Die ISAM-Kurse vermitteln eine lösungs- und ressourcenorientierte
      Arbeitshaltung, die Freude im Alltag und am Arbeitsplatz potentiert.

      ADHS und Schriftspracherwerb: - Annette Rögener

      ADHS und Schriftspracherwerb: - Annette Rögener

      „Myrtel und Bo“ – ein klar strukturiertes und doch offenes Lernkonzept mit multisensuellen Bausteinen

      Auch Kinder mit ADHS-Syndrom können in der Schule ihr Leistungspotential und ihre Kreativität entfalten. Ein klar strukturierter Unterricht hat hierauf eine bedeutende Wirkung. Nicht durch Druck, sondern durch Motivation und ein intensives Erleben wird das Lernen zu einem erfolgreichen Prozess. Durch viele Komponenten aus den Bereichen Musik, Theater, Kunst und Bewegung wird vor allem auch die Kreativität unterstützt. Viele ADHS-Kinder können durch Interesse an einer Sache zu Höchstleistungen kommen. Bei herkömmlichem Unterricht gelangt oft nur ein geringer Prozentsatz des Gelernten in das Bewusstsein der Kinder.

      „Myrtel und Bo“ unterstützt den schulischen Erfolg, indem es die Kinder „mit ins Boot nimmt“ und sie in die Klassen integriert, damit sie ihre Fähigkeiten entwickeln können.

      ADHS und Kommunikation - Patrick Boerner

      ADHS und Kommunikation - Patrick Boerner

      Die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern hat einen großen Einfluss darauf, wie sich die Beziehung entwickelt und wie gut der Gedanke, den Eltern vermitteln möchten, im Kopf des Kindes ankommt.
      Nach einer kurzen Theorie-Einleitung wird z. B. geübt, wie durch den bewussten Umgang mit Ich-Botschaften und Du-Botschaften, positiven und konkreten Formulierungen und Verallgemeinerungen der familiäre Alltag etwas erleichtert werden kann. Dies gilt übrigens sowohl im Umgang mit Menschen mit ADHS

      Wie viel Andersartigkeit verträgt eine Gesellschaft? - Carsten Donath

      Wie viel Andersartigkeit verträgt eine Gesellschaft? - Carsten Donath

      Carsten Donath: 50 Jahre, 2007 spätfremddiagnostizierter Asperger und ADHS-ler und gleichzeitig seit 30 Jahren als pädagogische Fachkraft u.a. zur Zeit als Heilpädagoge in einem BBW tätig, berichtet über verschiedene Stationen seines Lebens und betrachtet seinen Autismus dabei von innen und außen.

      Hin zur Diagnose und rein ins (Arbeits-) Leben - Carsten Donath

      Hin zur Diagnose und rein ins (Arbeits-) Leben - Carsten Donath

      Carsten Donath : 50 JAhre berichtet über seinen schwierigen Weg zur Diagnose "ADHS", "Asperger Autismus (ASS)" mit 47 Jahren , über das Sichbewusstwerden seines Andersseins und den Umgang damit, denkt darüber nach, welche Stärken Autisten in den Arbeitsprozess einbringen , wie Stärken gefördert und entdeckt werden könnten und plädiert dafür, dass jeder Mensch mit seinen ganz eigenen Besonderheiten einen Anteil innerhalb des ersten 1. Arbeitsmarktes leisten könnte und will.

      Mobbing/ Bullying in der Schule - Olav Schwarz

      Mobbing/ Bullying in der Schule - Olav Schwarz

      Mobbing ist kein neues Phänomen. Es ist auch in Schulen weit verbreitet, wobei es nicht verwechselt werden darf mit kurzzeitigen Konflikten, Streitereien, aggressiven Auseinandersetzungen oder Ausgrenzungen unter Kindern und Erwachsenen. Mobbing kann eine Bandbreite von Situationen betreffen.
      Häufig sind die Erwachsenen ratlos oder schauen weg, während die Opfer, egal ob Kinder oder Erwachsene, die Schuld bei sich selbst suchen und zunehmend in eine soziale Isolation geraten. Lehrkräfte sind meist überrascht, wenn man sie auf Mobbing in einer Klasse anspricht. Denn die Schikanen geschehen oft zu subtil und meist außerhalb des Unterrichts, während der Pausen oder auf dem Schulweg. Je länger Mobbing andauert, umso schwieriger ist es, eine Lösung zu finden und umso sicherer ist die körperliche oder seelische Beeinträchtigung der betroffenen Kinder und Erwachsene.


      In meinem Vortrag liegt der Schwerpunkt auf Mobbing unter Schülern, was jedoch die Auswirkungen z. B. bei Mobbing von Lehrern gegenüber Schülern und umgekehrt sowie innerhalb des Kollegiums oder bei Eltern keineswegs verharmlosen soll.

      - Erklärung des Begriffs, Formen von Mobbing/ Bullying
      - Häufigkeit
      - Erklärungsansätze
      - Die Rolle der Eltern und des schulischen Umfeldes
      - Prävention
      - Vorstellen eines Schulbezogenen Programms gegen Bullying

      Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen - Olav Schwarz

      Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen - Olav Schwarz

      Selbstverletzendes Verhalten greift in den Industrieländern mehr und mehr um sich. In Deutschland wird derzeit mit etwa 800.000 Betroffenen gerechnet, die Tendenz ist steigend. Es sind besonders Jugendliche und junge Erwachsene weiblichen Geschlechts betroffen. Sie versuchen mehrheitlich durch Schnitte in die Arme, in leichter Form "Ritzen" genannt, nicht mehr auszuhaltenden Stress, seelischen Kummer oder innere Leere abzubauen. Gründe für SVV liegen oft in traumatischen (Kindheits-)Erlebnissen, Depressionen, Mobbing usw. Wie die meisten anderen psychischen Störungen und Erkrankungen ist auch SVV ein Tabu-Thema. Das Phänomen Selbstverletzung scheint in der Öffentlichkeit nicht zu existieren. Die Unwissenheit in der Bevölkerung und die fehlende Akzeptanz von psychischen Störungen allgemein macht die Situation für selbstaggressive Menschen und deren Angehörige schwierig. Die Betroffenen verbergen ihre Verletzungen und Narben - teils aus Scham, teils aus Angst. Das Umfeld reagiert zu oft mit Unverständnis, Vorurteilen oder Ignoranz. An Hilfe wird in dem Zusammenhang selten gedacht.

      Jährlich nehmen sich über 100 Kinder und Jugendliche das Leben und die
      Anzahl der Suizidversuche ist zehnmal so hoch. Die Dunkelziffer fließt
      hierbei nicht mit ein. Bei allen betroffenen Eltern, Geschwistern,
      Angehörigen, Freunden, Klassenkameraden und Lehrern, löst solch ein
      Versuch einen Schock aus und jeder macht sich große Schuldvorwürfe.
      Da die Kinder und Jugendlichen die meiste Zeit in der Schule sind, stehen
      die Probleme, die mit der Schule einhergehen, an der Spitze.

      - Ursachen und Risikofaktoren
      - Häufigkeit und Formen von selbstverletzendem Verhalten
      - Hilfesuche und Hilfemöglichkeiten

      ADHS und Hausaufgaben - Herr Prof. Hans Ruder

      ADHS und Hausaufgaben - Herr Prof. Hans Ruder

      Hausaufgaben bei Kindern mit ADHS sind ein tägliches Spießrutenlaufen, für die Betroffenen und deren Eltern. Der Druck der Schulen, die ADHS-spezifischen Schwierigkeiten der Schüler, eine mitunter nur auf den Vormittag ausgelegte Medikation und die dadurch belastete Eltern-Kind Interaktion sorgen für diese Belastungsprobe. Prof. Ruder erarbeitet mit Ihnen, wie Sie die Situation analysieren können und welches Verbesserungspotenzial und welche Hilfen zur Verfügung stehen.

      focusreha.de

      Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit ADHS - Herr Prof. Hans Ruder

      Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit ADHS - Herr Prof. Hans Ruder

      Was ist das Ziel einer guten Behandlung bei ADHS? Eine längere Aufmerksamkeitsspanne erzielen? Weniger impulsiv oder hyperaktiv sein? Aus Sicht der Rehabilitation greift das alles zu kurz. Zentrales Ziel ist eine verbesserte Teilhabe: Teilhabe in der Familie, Teilhabe am Schulunterricht, Teilhabe an Sozialgemeinschaft, um drei Beispiele zu nennen. Die Internationale Klassifikation von Funktionen, Einschränkungen und Gesundheit (ICF) der WHO gibt uns hier ein besseres Verständnis, wie Hilfe wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Es ist eine Sprache, die von Medizinern genauso verstanden werden kann wie von Lehrern, Laien oder Sozialarbeitern. Neben einem Einblick in dieses Werk werde ich Ihnen präsentieren, wie die ICF die Arbeit einer Klinik für Kinder- und Jugendrehabilitation mit Schwerpunkt Psychosomatik nachhaltig verändert.

      „Bewegte Konzentrationsförderung“ - Yvonne Dörken

      „Bewegte Konzentrationsförderung“ - Yvonne Dörken

      Lernen und sich Bewegen im pädagogischen Alltag. Durch Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote kann eine Steigerung der kognitiven Fähigkeiten und der Lernleistungen erreicht werden. In dieser Veranstaltung wird das Konzept „Bewegte Konzentrationsförderung“ kurz vorgestellt. Anschließend folgen schwerpunktmäßig praktische Beispiele zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit und Anregungen für eine systematische und planvolle Herangehensweise an Aufgaben.
      Die Fortbildung richtet sich an alle interessierten Menschen die mit Grundschulkindern und 5./6. Klasse arbeiten.
      Bitte bequeme Kleidung!

      ADHS in der Pubertät - Prof. Dr. med. Hans Ruder

      ADHS in der Pubertät - Prof. Dr. med. Hans Ruder

      Jugendliche haben ihre eigenen Vorstellungen bezüglich Schule, Familie, Gleichaltrigen oder Medikamenten. Bereits vor der Pubertät neigen sie zu oppositionellen Attacken oder Verweigerungshaltung. Elterliche Hilfen scheinen wertlos zu sein und werden nicht angenommen. Dennoch brauchen gerade Jugendliche mit ADHS trotz ihres erhöhten Freiheitsdrangs oft mehr Unterstützung als Gleichaltrige ohne ADHS. Eine unlösbare Aufgabe?
      „ADHS und Job“ - Birgit Boekhoff

      Der Vortrag gibt eine Einführung in die Thematik „ADHS und Job“.
      Was bedeutet ADHS für das Berufsleben? Mit welchen Alltagsschwierigkeiten haben ADHSBetroffene
      häufig im Job zu kämpfen und wie können Lösungen aussehen? Wie kann ein Arbeitsplatz
      aussehen, der der ADHS-Struktur gerecht wird?
      Neben der Darstellung typischer Schwierigkeiten, die die Betroffenen aus ihrem Arbeitsalltag
      berichten, werden Anregungen und Tipps zur Bewältigung der Arbeitsanforderungen gegeben. Es
      werden Kriterien zur Findung eines geeigneten Jobprofils vorgestellt.
      Die Inhalte basieren auf mehrjähriger Erfahrung als ADHS-Coach. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt
      auf Beispielen und Erfahrungen der Berufspraxis.

      Konzentrieren durch Musizieren? - Das musiktherapeutische Aufmerksamkeitstraining PEPE - Kathrin Rot

      Konzentrieren durch Musizieren? - Das musiktherapeutische Aufmerksamkeitstraining PEPE - Kathrin Rothmann & Jana-Mareike Hillmer

      Zur Behandlung von Kindern mit ADHS existiert eine große Bandbreite an therapeutischen Maßnahmen - unter anderem die Musiktherapie. Musiktherapeutische Arbeitsansätze, ob im Einzel- oder Gruppensetting, sind bisher selten standardisiert und evaluiert. Daher ist unser Ziel, unser neu entwickeltes, manualisiertes musiktherapeutisches Aufmerksamkeitstraining PEPE zu evaluieren.
      Das musiktherapeutische Aufmerksamkeitstraining PEPE ist ein Gruppentraining für Kinder mit ADHS oder Konzentrationsschwierigkeiten im Alter von fünf bis zehn Jahren. Es beinhaltet einfache Rhythmus- und Bewegungsübungen zur Verbesserung der geteilten, fokussierten und dauerhaften Aufmerksamkeit sowie zur Förderung des Sozialverhaltens. Zusätzlich erhalten die Eltern der Kinder ein begleitendes Training, das u.a. Psychoedukation sowie Verstärkerpläne umfasst.
      Die Evaluation erfolgt mittels eines Kontrollgruppendesigns an einer Stichprobe von ca. 40 Kindern. Die Kontrollgruppe durchläuft anstelle der Musiktherapie eine Ergotherapie. Alle Kinder werden anhand von psychologischen Testungen sowie Befragungen ihrer Eltern und Lehrer zu drei Messzeitpunkten (Prä, Post und Follow-Up) untersucht. Die Evaluation des Trainings ist Inhalt der Promotion der beiden Diplom-Psychologinnen Jana-Mareike Hillmer und Kathrin Rothmann.

      Das Therapiekonzept der Göttinger Zahlenbilder - Harald Schmidt

      Das Therapiekonzept der Göttinger Zahlenbilder - Harald Schmidt

      Eines der besonders typischen und alarmierenden Merkmale für eine Lernstörung in Mathematik (Dyskalkulie) ist das zählende Rechnen – möglicherweise gar das Fingerzählen – weit über die ersten Wochen des Mathematikunterrichts hinaus. Dass die Zählstrategie über den Zahlenraum 1-20 hinaus sich schnell als wenig hilfreich erweist liegt auf der Hand. Solchen Kindern fehlt in der Regel eine sichere Vorstellung von Zahlenmengen.
      Auf der Grundlage des Eierkarton-Schemas (2 x 5) für die gegliederten Zahlenmengen im Zehnerraum bis 10 und über den Zehnerübergang hinaus wird ein in vielen Therapiestunden erprobtes Konzept vorgestellt.
      Nach diesem Konzept lernen Kinder, Zahlenmengen sinnvoll zu gliedern, um damit besser zu rechnen und Rechenvorteile auszunutzen. Dieses Konzept ist von der Handlungsebene über die bildliche Vorstellung und symbolische Darstellung bis hin zur differenzierten Automatisierung für alle Grundrechen-arten anwendbar und kann sowohl spielerisch als auch in systematischem abwechslungsreichem Training eingesetzt werden.
      Im Vortrag werden vom Referenten selbst entwickelte und erprobte Spielideen vorgestellt.

      Die entsprechenden Spielmaterialien sind über den Mungo-Verlag erhältlich (Mungo-Verlag.de).

      Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit der Diskussion.

      Mathematik beginnt mit dem Eierkarton - Harald Schmidt

      Mathematik beginnt mit dem Eierkarton - Harald Schmidt

      Wenn Kinder in der 2. oder 3. Klasse noch immer mit den Fingern rechnen, zu scheinbar sinnlosen Ergebnissen kommen oder stundenlang über eigentlich einfachen Mathematik-Aufgaben sitzen, dann ist es Zeit, sich genauer damit zu befassen, welche Voraussetzungen die Kinder im Mathematikunterricht erworben haben, welche Vorstellungen sie mit Zahlen und Rechenaufgaben verbinden und welche Lösungsstrategien sie verwenden.
      Mit dem Workshop sollen Eltern in die Lage versetzt werden, die besonderen Mathematik-Probleme ihrer Kinder besser zu erkennen und ihnen sinnvolle Hilfen anbieten zu können. Der Workshop ist auch als Fortbildung für Lehrer, Erzieher und Therapeuten geeignet.
      Hauptursache für gravierende Mathematik-Probleme in den ersten Klassen ist oftmals eine fehlende Vorstellung von Zahlen als Mengen oder Portionen. Der Eierkarton und seine bildlichen Darstellungen bietet eine ideale Möglichkeit, kindgemäß Vorstellungen von Zahlen bis 10 oder bis 20 so zu vermitteln, dass auf diesen Vorstellungen die Rechenaufgaben zum kleinen Einspluseins und zum Einsminuseins aufgebaut werden können.
      Zu diesen Übungen hat der Referent zahlreiche Spiele und Materialien entwickelt, die auch für lernschwache Schüler ein abwechslungsreiches und motivierendes Arbeiten ermöglichen. Diese Materialien können teilweise leicht selber hergestellt oder über den MUNGO-Verlag erworben werden.
      Insbesondere bei Kindern mit einer AD(H)S-Symptomatik ist diese Störung oft mit einer Dyskaklulie kombiniert, weil gerade solche Kinder Mühe haben, von den im Fachunterricht angebotenen Methoden und Materialien zu profitieren.
      Der Referent hat selber gute Erfahrungen damit gemacht, wie solchen Kindern mit den vorgestellten Materialien durch Handlungsorientierung der Zugang zur Mathematik erleichtert werden kann.

      "Der Workshop baut auf den Vortrag "Göttinger Zahlenbilder" auf, kann aber auch unabhängig davon besucht werden!"