Ich weiß nicht mehr weiter

      ich bin ja auch erst seit einigen wochen hier und bin über die Probleme meiner Tochter auf meine ADS Besonderheit gekommen. Ich hab anfangs wahnsinnig viel gelesen und unentwegt entdeckt... ah...wahnsinn, deshalb bin ich so...und man, is ja irre , da gibts Leute die die gleichen Probleme haben. Sogar in deinem Artikel hab ich neues entdeckt mit den Schulterverspannungen. Ich denk mir immmer wieder, man du solltest dir das alles aufschreiben - war bloß bis jetzt zu chaotisch dazu, weil ich lieber weiterlesen wollte.. Mir purzeln immer wieder viele Erinnerungen aus der Kindheit durchs Hirn. Bei einer Diagnosesitzung würd mir das nie alles auf einmal einfallen. Und dann kommts ja auch noch sehr auf den Arzt an , wie fit der ist. Ich denke, ich werde mit der Zeit immer besser verstehen warum ich bin wie ich bin ... ich sammle ahaerlebnisse... auch über meine bisher unbewußten Kompensationsversuche - und bau das bißchen weiter aus. Bei euch beiden kommt ja noch dazu dass ihr euch gegenseitig unterstützen könnt.
      Ruhig wird das Leben nie werden - aber ich mag meine Gefühlstiefe - trotz der ganzen Macken und Chaos
      Vielleicht ist ads viel weniger Krankheit, sondern Besonderheit im Sein, die nur durch unsere kopflastige Lebensweise und den Perfektions- und Leistungsdruck immer mehr Probleme bereitet. Das Allheilmittel Ritalin seh ich mittlerweile auch als zwiespältige Sache. Zum einen wird es von der Pharmaseite, die da mit billigem Ausgansmatrial durch die Illegalität von Amphetaminen massig Kohle scheffelt und scheffeln will überfavorisiert. Zum anderen finde ich , ist es ein Fehler es vor allem Kindern vorschnell überzustülpen in der Meinung dann funktioniert es besser. Ich weiß nicht wie gut Ritalin in den Langzeitwirkung gerade im wachsenden organismus erprobt ist. Und ich weiß auch, dass diese Forschung fast auschließlich von den Pharmafirmen selbst übernommen wirds und deshalb nie neutral ist.
      Ich wünsch dir dass ihr im gegenseitigen begreifen und akzeptieren wachst - und der Liebe zwischen euch viel mehr Raum gebt, wie der Ordnung und Perfektion - das ist eigentlich das einzige was wirklich wichtig ist, für euch wie eure Kinder.
      Und Unzufriedenheit und Leidensdruck sind auch unheimlich geschenke, weil sie der Motor zur Veränderung sind. einfach annehmen und nicht so kritisch betrachten.
      Ich bin richtig begeistert, was es hier für liebe, nette und zauberhafte Menschen gibt, die hier schreiben.
      Danke dafür! Auch für das Feedback, aber auch die Sichtweisen, das Annehmen.
      Toll.
      Ja ich bin auch skeptisch, was Medikamente angeht, benutze gern mit meinen Kindern auch Homöopathische Sachen.
      Aber wenn ich merke, es geht nicht, oder ein Mensch KANN nicht das zeigen, was er ist, und verzweifelt dran, dann ist es in der Situation das Richtige.
      Davon bin ich überzeugt.
      Man muß immer schauen, wo man steht, was aktuell dran ist und was man beabsichtigt.
      Und auch wie es gehen kann, mit Therapie, Verhaltensunterstützung, mit Aufklärung etc...

      Danke hier für den wunderbaren Austausch!
      ähm.. ich bin ja neu hier....
      hab jetzt aus Neugier mitgelesen siehe meinen Thread "Sinn/Ziel einer Diagnose".
      Jetzt fällt mir hier zweierlei auf:
      - es wird gesagt der Mann müsste sich Hilfe holen/helfen lassen. Aber Felida, du hast mir gerade erst geschrieben, dass viele auch eine richtige Diagnose ADS, nicht anerkennen würden. Es ist wirklich nicht einfach sich Hilfe zu holen wenn alle abwinken?
      - andererseits finde ich: Es ist ja eben genau nicht die Aufgabe von Baghira, bei ihrem Mann ADS zu diagnostizieren. Mir fallen schon nur beim durchlesen diverse Dinge ein, die das Verhalten des guten Mannes auch noch erklären würden (manische Zustände z.B. oder auch ganz einfach normale Rücksichtslosigkeit). was ich sagen will: Es hilft doch der Ehe nicht wenn sie für sich beschliesst dass er ADS hat und ihm das dann sozusagen zum Vorwurf macht.
      Was man als Partnerin einzig machen kann ist auf das konkrete Fehlverhalten hinweisen bzw. das kritisieren. Also "ich möchte dass du mich nicht mehr anschreist", das ist doch ein Feedback mit dem er was anfangen kann. "ich bin sauer weil du dein ADS nicht behandeln lässt" ist aber eine Unterstellung und das würde mich auch wütend machen wenn ich ihn wäre.
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