Ich weiß nicht mehr weiter

      Ich weiß nicht mehr weiter

      Hallo, zusammen,

      es gibt Leute, die sich nicht mit "unnützem" Wissen belasten wollen und sich deshalb bei jedem Thema frühzeitig ausklinken. Das finde ich, gelinde gesagt, ziemlich schwachsinnig. Klar muss man nicht alles wissen und können!
      Aber vielen dieser Leute fehlt durch das frühe Ausklinken die Information, ob ein Thema für sie interessant sein könnte.
      So ähnlich sehe ich es auch bei Deinem Mann, Baghira. Er schließt für sich aus, "krank" zu sein, schon gar nicht am Kopf, und lässt keinerlei Information, die ihn an seiner Haltung zweifeln lassen würde, an sich heran.
      Wie Du dem begegnen kannst, haben schon andere vor mir geschrieben. Mir geht es noch um etwas anderes. Wie geht es Dir?
      Du hast Angst vor seinen Reaktionen! Wie fühlst Du Dich dabei? Du organisierst für Euch den Alltag, er bekommt kaum was hin, und er schreit wegen Kleinigkeiten 'rum? Du gibst Dir Mühe, ihm keinen Vorwand für seine Ausraster zu liefern, damit er weiter ausrasten kann?
      Auch wenn er in besseren Momenten zuckersüß ist, was ich nicht bestreite (ich halte es eher für ein weiteres Indiz für ADHS), ist das kein Ausgleich für seine Ausraster.
      Ist Dir bewusst, was er gerade mit Dir macht? Du wirkst auf mich sehr unsicher. Er ist gerade dabei, Dein Selbstbewusstsein in den Boden zu stampfen, und Du hilfst ihm noch nach Kräften dabei. Er scheint langsam die Achtung vor Dir zu verlieren. Die Anlässe für seine Ausraster werden immer kleiner und haben immer mehr mit Dir zu tun.
      Wach auf und biete ihm Paroli! Das hilft Euch beiden. Du solltest Dein Verhalten nicht seinen Ausrastern anpassen, sondern er sollte mit seinem Verhalten richtig aufklatschen. Soll er doch selbst den Einkauf übernehmen! Du bist wg. des Babys zu Hause, nicht um ihm sämtliche Arbeit abzunehmen. Nur so hat er die Chance zu entdecken, dass mit ihm wirklich etwas nicht stimmt.
      Viele Grüße
      Eure Chaos-Queen =)

      Ich weiß nicht mehr weiter

      Du musst Dir selbst wichtig genug sein! Das sollte die Überschrift über Dein weiteres Handeln sein. Die Zeit, die Du für die Organisation seines Alltages brauchst, fehlt u. U. dem Baby.
      Und die Zeit fehlt vor allem Dir. Du musst Dir bewusst werden, dass Du Ansprüche hast. Du musst Zeit für Dich einfordern, das ist ganz wichtig.
      Du verwöhnst ihn, weil Du ihn liebst? Gut. Verwöhnt er Dich auch mal, weil er Dich liebt?
      Sein Leidensdruck ist wohl nicht sehr groß, oder vielleicht ist seine Leidensfähigkeit auch zu groß. Immerhin hat er sein Studium kurz vor dem Diplom abgebrochen. Vielleicht sieht er aber auch gar keinen Zusammenhang zwischen abgebrochenem Studium und seinen Ausrastern.
      Manchmal kommt im Fernsehen etwas über ADS-Kinder. Vielleicht könnte er so etwas Dir zuliebe mit Dir zusammen anschauen?
      Noch ein letztes: Die Probleme, die er mit seiner Familie hat, könnten evtl. auch daher rühren, dass er nicht der einzige unbehandelte ADHSler in der Familie ist.
      Viele Grüße
      Eure Chaos-Queen =)
      Hi
      ich wollte grad einen ähnlich Beitrag verfassen über meinen mann, ich heule hier wieder seit ner Stunde.
      Hier ist ADS so deutlich, er ist der typische ADSler, wie man ihn in Büchern findet... er will es nicht sehen, fühlt sich pathologisiert, schafft die Arbeit nicht, bringt den Stress mit nach Hause, schreit mich und die Kinder an, wegen Kleinigkeiten, fühlt sich schuldvoll, minderwertig... ungeliebt.
      Und ich?
      Ich breche zusammen.
      Ich kann das nicht mehr.
      Ich schaffe es nicht, für die Kinder und ihn verantwortlich zu sein.
      Ich arbeite auch stundenweise, die Kinder sind klein und ich muß immer für ihn mitdenken, seine Launen, seine Phasen, seine Emotionen aushalten :(
      Ich selbst bin auch sehr empfindsam und merke das es nicht mehr geht.
      In Gesprächen erinnert er sich nicht an gesagtes, behauptet, ich hätte manches nie gesagt, er aber doch...etc...
      es ist verfahren und mühsam und obwohl er eine Fortbildung zum Thema hatte, wischt er es weg und sagt, nein ich hab nicht alle Symptome...
      und ich könnte ein Buch drüber schreiben.
      Er vertraut mir nicht, traut mir nicht zu ihn da einzuschätzen und ich bin so fertig.
      Wir sind seit 11 Jahren zusammen und es wird immer schlimmer, die Verantwortung, die ich alleine habe, erschlägt mich förmlich und sein "nicht-kümmern" auch :(
      Ich weiß grad überhaupt nicht weiter und bin völlig am Ende.

      Alleine mit den Kindern weg war ich schon, das findet er super, weil er sich dann ja um nichts kümmern muß :(
      Liebe Owyne!

      Ersteinmal Respekt! für das was du leistest! Du bist eine starke Frau! Und damit du das auch bleibst, musst du die Notbremse ziehen.

      Beim lesen deines Beitrags kam mir die Frage in den Sinn: was hält dich noch bei deinem Partner? Du schmeist EUREN Haushalt, kümmerst dich um EURE kleinen Kinder, planst und organisierst FÜR deinen MANN, befasst dich mit SEINER Störung.

      Wo bleibst du?

      Du hast nur ein Leben, deine Kinder nur eine Kindheit. Macht es euch daher so schön wie möglich und lasse deinen Mann `frei`. Sprich: löse dich von ihm. Ziehe in eine eigene Wohnung in seiner Nähe. Es muss ja nicht gleich eine komplette Trennung werden, aber so, dass du deinen eigenen Raum hast, dich organisieren kannst ohne ihn als Belastung mit durchs Leben zu schleifen und die Verantwortung zu übernehmen. Dein Mann ist erwachsen, er ist für sich selbst verantwortlich. Übernimm nicht mehr seinen Kram, sondern fokusieren auf dich und deine Kinder.

      Falls du die Beziehung halten möchtest, kannst du ihm zu der räumlichen Trennung ja eine Paartherapie anbieten. Spätestens an diesem Punkt MUSS er mal in Nachdenken kommen. Wenn nicht, ist es bei ihm für die nächste Zeit eh verloren.

      Mein Vater hat ads, ist cholerisch und narzistisch. Es gab viel lautstarken Streit, meine ganze Kindheit hindurch. Ich hätte mir sehr, sehr, sehr gewünscht, dass meine Mutter nicht in dieser Co-Abhängigkeit bleibt und sich räumlich trennt. Leider war das nicht der Fall.

      Du bist eine starke und clevere Frau! Glaube an dich und mach dich nicht kaputt!

      Alles Liebe,
      Sansibar (ehemals Susali)
      Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Sansibar“ ()

      Liebe Owyne!

      Ersteinmal Respekt! für das was du leistest! Du bist eine starke Frau! Und damit du das auch bleibst, musst du die Notbremse ziehen.

      Beim lesen deines Beitrags kam mir die Frage in den Sinn: was hält dich noch bei deinem Partner? Du schmeist EUREN den Haushalt, kümmerst dich um EURE kleinen Kinder, planst und organisierst FÜR deinen MANN, befasst dich mit SEINER Störung.

      Wo bleibst du?

      Du hast nur ein Leben, deine Kinder nur eine Kindheit. Macht es euch daher so schön wie möglich und lasse deinen Mann `frei`. Sprich: löse dich von ihm. Ziehe in eine eigene Wohnung in seiner Nähe. Es muss ja nicht gleich eine komplette Trennung werden, aber so, dass du deinen eigenen Raum hast, dich organisieren kannst ohne ihn als Belastung mit durchs Leben zu schleifen und die Verantwortung zu übernehmen. Dein Mann ist erwachsen, er ist für sich selbst verantwortlich. Übernimm nicht mehr seinen Kram, sondern fokusieren auf dich und deine Kinder.

      Falls du die Beziehung halten möchtest, kannst du ihm zu der räumlichen Trennung ja eine Paartherapie anbieten. Spätestens an diesem Punkt MUSS er mal in Nachdenken kommen. Wenn nicht, ist es bei ihm für die nächste Zeit eh verloren.

      Mein Vater hat ads, ist cholerisch und narzistisch. Es gab viel lautstarken Streit, meine ganze Kindheit hindurch. Ich hätte mir sehr, sehr, sehr gewünscht, dass meine Mutter nicht in dieser Co-Abhängigkeit bleibt und sich räumlich trennt. Leider war das nicht der Fall.

      Du bist eine starke und clevere Frau! Glaube an dich und mach dich nicht kaputt!

      Alles Liebe,
      Sansibar (ehemals Susali)
      Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.
      Irgendwie ist das für mich keine Option.
      Wir haben ein Haus, die finanzielle Belastung ist groß, eine Wohnung kann ich nicht alleine tragen, da ich noch nicht arbeiten kann, die kleine ist noch zu klein.
      Ich möchte gern das es so geht :(
      Ich kenne es auch, mein Vater hat oft gebrüllt... auch geschlagen :(
      Mein Mann ist zumindest nicht körperlich aggressiv, wohl aber verbal, was es schwer macht.
      Ich weiß einfach nicht, wie ich das emotional machen soll, wenn ich ihn innerlich loslasse, dann verabschiede ich mich auch von der Liebe zu ihm.
      Zumindest fühlt es sich so an.
      Liebe Owyne,

      ich mag dir mal einfach meine Geschichte erzählen, vielleicht hilft es dir was.
      Ich war 10 Jahre lang mit einem Mann verheiratet mit dem ich drei Kinder habe. Er war glaub ich kein adsler, aber ein Mensch der nur um sich dreht und selbverständlich davon ausgeht das seine Meinung die einzig wahre und alles andere widerspruch gegen ihn ist und alles sich um seine Bedürfnisse dreht.
      Wir hatten wie du ein neugebautes Haus mit großer Belastung.
      Meine Kinder waren , wo ich an die Grenze kam zw. 2 - 7 Jahre alt.
      Ich hab mit 23 geheriatet und mich sehr angepasst, nur irgendwann hab ich mich immer mehr wie der Putzlappen gefühlt auf den Mann tritt, weil er nicht ausreichend funtkioniert. Ich hab schon vorher ein paarmal überlegt mich zu trennen, als ich erst zwei Kinder hatte, mich aber nicht getraut alles allein zu bewältigen.
      Der entschediende Moment war , als er arbeitslos wurde und ich statt ihm zu arbeiten ging um neben dem arbeitslosengeld , noch ein bißchen zuverdienst zu haben.
      Ich hab nach einigen Kinderjahren ganz verlernt , wie es ist Wertschätzung zu erfahren - und die erfuhr ich nun von Kollegen und Kunden. Wenn ich nach hause kam wurde mir richtig drastisch klar unter welchem irren druck und Lieblosigkeit ich da lebe. Als er mich aus nichtigem Anlass emotional erpresste, war mein Entschluss gefasst, ich kann nicht mehr.
      Aus dem rückblick kann ich dir folgendes sagen : ich hab mich immer befreit gefühlt nicht mehr an ihn gebunden zu sein, und ich würde es wieder machen. Das finanzielle war überhaupt kein Problem. Du hast selbverständlich Anspruch auf alle möglichen Sozialleistungen und bis das mit dem Unterhalt- geklärt ist anspruch auf Unterhaltsvorschuß. Durch den nötigen Hausverkauf war ich die ganz Zeit fiinanziell abgesichert.
      Ich konnte mich frei entfalten, hatte meine Enrgie für die Kinder und keinen Partner der mich fortwährend belastet.
      nun aber die belastenden aspekte: mein ex ixt ein Narzist - er hat sich böse gekränkt gefühlt und hat immerzu versucht die Kinder gegen mich aufzuhetzen , was bis zur Pubertät heftige Spuren hinterlassen hat.
      Diese emotionlae Belastung war rießig, für mich wie die Kinder. Aber ich weiß nicht ob ich sie kleiner gemacht hätte wenn ich geblieben wäre. Ganz ehrlich , ich glaube das wär furchtbarer gewesen,
      Nachdem was du schreibst hatte ich auch das Gefühl du musst dich dringend um dich selbst kümmern. Gerade wenn ein Mensch so sehr um sich selbst dreht braucht er deutlich sichtbare Genzen vom Partner.
      Ein Psychater sagte mal zu mir, erzieh niemanden mit deinem verhalten zum schweinehund. In dem moment wo du einerseits die Angst vor dem loslassen verlierst und ihm andrerseits deutlich sagst was du brauchst und für dich sorgst, wirst du spüren wieviel Liebe in ihm noch vorhanden ist und ob er für eure Beziehung kämpfen will.
      Solange du dich bemühst und übernimmst holt er raus was geht. Er spürt dich so ja gar nicht.
      Ich wünsch dir ganz viel Energie und Weisheit für den nächsten Schritt.
      Danke für deine Erzählungen.
      Er ist aber nicht so, wie du deinen Exmann beschreibst.
      Mein Mann ist sehr liebevoll mit den Kindern und übernimmt auch täglich feste Aufgaben.
      Es sind Phasen... es lebt sehr zyklisch, gute Phasen mit viel Vornehmen und Motivation, dann wieder Stress in der Arbeit, mit viel Aggression und Depressionen hier zuhause.
      Es ist ein auf und ab und das belastet.
      Ich weiß das ich sehr einseitig geschrieben habe, aber so ist es dann auch nicht.
      Auch wenn ihn keiner so erlebt, außer uns hier.
      Das macht es dann auch schwer, denn wo anders ist er sonst sehr freundlich und auch offen, wenn auch in den letzten Jahren sehr viel weniger. Das war früher anders.
      Nun pflege ich alle Familienkontakte und er hat sich zurückgezogen.
      Schreibe ich keine Weihnachtskarten an seine Freunde, werden sie nicht geschrieben, das ist schon vorgekommen.
      Das finde ich dann auch schade, denn ich weiß genau, das es ihm wichtig ist.
      Er bekommt es einfach nur nicht auf die Reihe. :(
      Ich glaube einfach auch, es wäre für IHN leichter, wenn er medikamentös mehr Ruhe in den Alltag bekäme, strukturierter und klarer arbeiten könnte dadruch und auch wüßte wie und wo er sich selbst unterstützen kann, statt alle um sich verrückt zu machen und bis tief in die nacht zu arbeiten, weil ers wieder mal bis zum ende aufgeschoben hat.
      Du liebst ihn wirklich und du glaubst noch an ihn. Ich glaube er kann wirklich froh sein, dich zu haben! Nur bringt es eurer Familie nichts, niemandem, wenn du an diesem Auf und Ab zu Grunde gehst! wenn er doch eigentich ein verständnisvoller Mensch ist, dann müsst ihr doch mal in Ruhe miteinander reden können und euch überlegen wie es weiter gehen kann. Und eins kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Liebe ist so viel größer, stärker und vielseitiger als wir meist denken. Es gibt viele Wege, wieder zueinander zu finden. Es gibt immer wieder eine Chance, wenn man sich wirklich liebt. Aber Abstand muss auch manchmal sein, sonst kann man sich bei so viel verzweifelter Liebe auch kaputt machen.
      Wer keinen Mut zum Träumen hat, der hat auch keine Kraft zum Kämpfen.
      ..gut zu wissen.
      Dann ists wohl gut eine Balance zwischen seinen und deinen Bedürfnissen hinzukriegen. Ich bin froh, wenn ich es schaffe die nacht durchzuarbeiten weil ich es nur auf den letzten Drücker schaffe...zb. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so , ob medikamente die Situation so arg verändern. Hab ich nicht den Eindruck wenn ich hier so mitlese..
      Fühlst du dich noch geliebt ?
      Kannst du ihn mit seinen besonderen Umständen lieben - denn selbst mit Diagnose bleibt er ein besonderer Mensch - wenns vielelicht auch ein bißchen leichter wird.
      Ja das ist wohl wahr.
      ich liebe ihn und ja ich kann ihn annehmen.
      Aber ich möchte auch, das er auch an sich arbeitet und nicht alles auf mich abwälzt.
      Das erwarte ich schon :(
      Und erzeuge wieder Druck...
      Grad ist es ein Kreislauf, der echt schwer ist, zu durchbrechen.

      Und ja Liebe ist größer als alles. Daran halte ich mich fest, auch das Gott uns da unterstützt. (Weiß nicht ob hier Christen sind, aber mir hilft es zumindest in manchen Situationen)

      Danke das ihr hier so lieb für mich da seid!!! Das bedeutet mir ganz viel.
      ich weiß sonst nicht, wo ich schreiben kann.
      Ich schreib hier mal weiter, ich hoffe es ist ok, auch wenn es nicht mein Thread ist.
      Wir haben gestern doll gestritten, vieles kam hoch.
      Wir konnten aber einen guten Konsens finden, auch mein Anliegen, das er sich aktiv über ADS informiert wurde wahrgenommen.
      Heute habe ich einiges in dem "Lass mich, doch verlass mich nicht" gelesen und nun heule ich wieder.
      Argh!
      Grade das Gesundheitskapitel hat mich sehr angesprochen! MICH!
      Ich habe schon seit ich Kind bin ständig Schmerzen, Armschmerzen, immer wieder Überlastung vom Schreiben, Nackenvespannungen... keiner kann mir helfen, und so ist mein Leben täglich von Schmerzen begleitet.
      Massagen lindern, Sport macht es schlimmer, ich soll trotzdem.
      Und nun?
      Ich habe auch schon meiner Mutter gesagt (die AD nimmt)das sie sich doch mal mit ADS auseinandersetzen soll - da sehe ich großes Potential, das es ihr besser gehen würde.
      Ich selbst bin chaotisch seit ich Kind bin, blieb weit unter meinen möglichen Leistungen in der Schule, war schüchtern, oft sehr fixiert auf eine beste Freundin und konnte mich wenig lösen von meinen Eltern.
      Studium war gut, auch sehr gut abgeschlossen, da war ich dann im sozialen Bereich ;) auch gefordert und es machte Spaß.
      Hier zuhause merke ich, das ich das Spagat zwischen Haushalt, Kindern, Arbeiten kaum schaffe.
      Dazu dann die Auseinandersetzungen mit meinem mann.
      Ich kann, wenn ich will und muss strukturiert arbeiten, kann gut Pläne machen und danach arbeiten. Das habe ich zumindest meinem Mann voraus.
      So, haben wir vielleicht beide ADS? Könnt ihr mir auch nicht sagen, aber ich setze mich nun damit auseinander... das was schön wäre, wäre irgendwie mal angenommen zu werden, mit all den Schmerzen, und dem unerträglichen Alltag.
      Bisher war es so: Das machen doch viele frauen, machen sie Sport, lernen sie sich entspannen. Ein Arzt sagte sogar: Sie MÜSSEN lernen sich zu entspannen. :rolleyes:
      Ich trage auch nachts eine Aufbissschiene, meine große Tochter knirscht auch jetzt schon mit den Zähnen :(
      Teil 2 (warum kann man hier keine längeren Beiträge schreiben?)

      Hilfe.
      Grad ist es wieder so viel.
      So viel noch zu erledigen.
      Ich mag gern einfach mal zur Ruhe kommen :(
      Ich glaub ich bin grad wirr. Die Emotionen sind grade sehr stark und ich hab wieder Kopfweh, von zu wenig Schlaf, zu viel Streit und Verspannungen.

      Danke das ich hier schreiben kann.

      Mag jemand was dazu sagen? Ich fühl mich grad ganz hilflos.

      was machen wir, wenn wir als Familie ALLE ADS haben?!?!? PUH!
      Aber letztlich haben wir uns auch so gefunden... weil wir so sind, wie wir sind, wir haben immer schon gemeinsam aus dem Bauch raus Entscheidungen getroffen, auch wenn wir dann anders damit umgehen (mein Mann ist ein großer Zweifler, ich lebe meistens gut damit, wenn ich was entschieden habe)

      So nun mach ich aus, ich will aufräumen, eine Freundin kommt zu Besuch.
      Dir geht es gerade nicht so gut, weil es ganz schön in dir arbeitet. Meistens ist das so, wenn ein großer innerer Umbruch vor einem steht, kommt ganz viel hoch und verwirrt erstmal.

      Das ist aber gut! Du fängst an, dich mit dir und deinem Mann auseinander zu setzten, zu reflektieren, zu hinterfragen..... Dabei kannst du nur gewinnen: Selbsteinschätzung, Selbstwert, du lernst dich besser zu beobachten und ganz wichtig: auf deine Bedürfnisse und deinen Körper zu achten.
      Du merkst, dass bei dir langsam eine Belastungsgrenze überschritten ist und nun versuchst du Wege zu finden, besser mit allem umzugehen. Das ist toll! Ob du nun auch Ads hast oder nicht, ist dabei garnicht mal so wichtig, sondern anzufangen aufmerksam mit sich und seinem Körper zu sein, ist ein großer Schritt nach vorn!

      Wenn du wissen möchtest ob ihr ads habt, dann sucht euch mal einen guten Therapeuten, hier im Forum findest du bestimmt Jemanden in deiner Nähe.

      Bis du einen Termin hast dauert es ja meist seine Zeit, bis dahin kannst du ja versuchen dir ab und zu was Gutes zu tun und bewusst zu entspannen: einen Tee oder ein Glas Wein, abends auf der Terasse trinken (Musik und Tv aus), ein Schaumbad mit Kerzen und einem guten Buch, ein kleiner Spaziergang ganz allein. Wenn dir alles zuviel wird, mal vor die Tür gehen und ganz bewusst ein und aus-atmen.
      Oft sind es schon die Kleinigkeiten, die man in den Alltag einbauen kann und eine gute Wirkung erzielen. Man muss nicht gleich Yoga oder autogenes Training lernen (was allerdings auch unterschützend wäre ;) ).

      Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit!
      Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sansibar“ ()