Möchte unseren Sohn verstehen

      Möchte unseren Sohn verstehen

      Hallo, ich bin neu hier und Mutter eines Sohnes Anfang 20.
      Er wohnt noch bei uns im Haus, aber in einer eigenen kleinen Wohnung. Diese sieht, wie auch früher sein Zimmer, einfach furchtbar chaotisch und über seine Ausgaben hat er keinen Überblick. Wir dachten immer, dass sich das irgendwann gibt und er es auch mal alleine schaffen muss. Diese Hoffnung mussten wir jetzt vorerst begraben, da er Ende letzten Jahres finanziell (durch Onlinesucht) und persönlich (vermehrter Selbsthass, depressive Zustände, immer stärkere Gewichtszunahme)abgestürzt ist.
      Das war der Moment, wo für uns als Eltern klar war, dass da mehr nicht stimmt und dass das jetzt bloß die Spitze des Eisbergs ist. Seitdem geht er zu einer Psychologin in der Diakonie, die ihn dann weiter vermitteln wird an einen anderen Facharzt.
      Von sich selber sagt er, dass er zuviele Dinge im Kopf hat. Er merkt sich (zu) viel, vergisst aber ständig "Kleinigkeiten". Fehler kann er nicht zugeben und lügt dann. An ADS hatten wir nie gedacht. Die Kindergärtnerin hatte es mal angesprochen, aber der Kinderarzt meinte, das nichts wäre. Man hat sich halt darauf verlassen.
      Nun haben wir natürlich recherchiert und auch das ADS Erwachsenenbuch gekauft, das mein Sohn sehr oft als Hilfe nutzt. Die Geschichten darin lesen sich wie das Leben unseres Sohnes. Sämtliche Online-Test sagen das ADS bei ihm höchstwahrscheinlich ist. Eine Diagnose war in der kurzen Zeit natürlich noch nicht möglich. Die Psychologin meint auch, dass er wahrscheinlich ADS hat, kann es aber nicht diagnostizieren, weil sie nicht die Möglichkeiten hat.
      Gestern haben wir nun endlich mal wieder die Wohnung entmüllt und mein Sohn stand da, kämpfte mit den Tränen und meinte: "Meine Güte, jetzt seh ich das alles erst richtig. Wohne wirklich ICH hier?"

      Ist das typisch? Wir müssen uns damit erst noch zurechtfinden, was nicht leicht ist.

      RE: Möchte unseren Sohn verstehen

      ja da ist typisch =)...aber nicht unbedingt ein unabänderbarer Zustand ;)

      Hallo und herzlich willkommen hier bei uns.

      Sehr gut dass ihr wohl endlich einen Namen gefunden habt für die unerklärlichen Zustände....

      Anfang 20 ist besser als Anfang 40!!!

      Viele hier haben ihr ADS erst im Erwachsenenalter kennengelernt und ein schweres ud chaotisches Leben hinter sich.

      Das wichtigste und hilfreichste ist erstmal so viel wie möglich über ADS zu erfahren. Das macht ihr schon mal sehr gut indm ihr euch Literatur zum Thema besorgt habt.

      Eine Diagnosefindung dauert meist sehr lange und ist am besten bei einem DS-spezialisiertenArzt durchzuführen....um nicht wieder einer Meinung eines unbelehrbaren Arztes zu unterliegen.leider erkennen noch sehr viele Ärzte nich an was unterdessen zu hauf wissenschaftlich bewiesen ist....nämlich dass es ADS gibt!

      Es ist gut dass euer Sohn noch mit im Haus wohnt....denn sehr hlfreich für einen ADSler ist eine äussere Struktur zu haben....jedenfalls so lange bis er ein eigenes Leben fähig leben kann.

      Lies so viel wie möglich...umso besser wirst du deinen Sohn verstehen können.

      Könnte jetzt Romane schreiben aber darf mich auch nicht wieder zu lange hier aufhalten, steht auch fast alles schon irgendwo hier im Forum :D

      Liebe Grüße =)
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)

      RE: Möchte unseren Sohn verstehen

      Ich wollt eigentlich nicht mehr schreiben...

      Aber wenn ich das lese erkenne ich mich wieder

      "Er wohnt noch bei uns im Haus, aber in einer eigenen kleinen Wohnung. Diese sieht, wie auch früher sein Zimmer, einfach furchtbar chaotisch und über seine Ausgaben hat er keinen Überblick. Wir dachten immer, dass sich das irgendwann gibt und er es auch mal alleine schaffen muss. Diese Hoffnung mussten wir jetzt vorerst begraben, da er Ende letzten Jahres finanziell (durch Onlinesucht) und persönlich (vermehrter Selbsthass, depressive Zustände, immer stärkere Gewichtszunahme)abgestürzt ist."

      vermehrter Selbsthass ersetzen wir durch starke innere Agressionen. Teilweise mit Hass und Gewaltphantasien, Wut die sich über die Jahre angestaut haben und jetzt ein Ventil benötigen. Aber trotzallem sensibel und einfühlsam.

      über Ausgaben keinen Überblick..... ich hab mehr oder weniger ne Kaufsucht. Ich letztens bei Amazon abgeräumt. Zeugs was ich jetzt nicht so dringend brauch.

      Ansonsten fühl ich mich angesprochen.

      Lasst mal Depressionen abchecken. Ich krieg jetzt mehr Antidepressiva. Meine kognitiven und Aufmerksamkeits- Defizite rühren von der Depression. Da kann man noch so viele Geschichten aus dem Kindergarten erzählen man brauch eindeutig eine fundierte Fremdbeurteilung (Lehrer, Eltern usw.) aus der Kindheit (Kindergartenalter)

      Was ich damit sagen will, es ist schwer diagnostiziert zu werden. Ich befinde mich auf dem Pfad der Einsicht das die Depressionen der Schlüssel sind. Die sind behandelbar und gehen vorbei.

      Noch ein Hinweis, steigt das Selbstvertrauen und der Spaß (an der Arbeit), steigt das Leistungsvermögen.

      Dazu gehört auch ein harmonisches Umfeld, wo man gemocht wird.

      Grün wie das Forum, so ist die Farbe der Hoffnung.

      Viel Spaß beim lesen und schreiben.
      Hallo coni,
      herzlich willkommen!
      wie Schilfrose schon schreibt, besser jetzt als in 20 Jahren.
      Dein Sohn ist in der glücklichen Position, dass Ihr zusammen jetzt noch Weichen stellen könnt, auch wenn er gerade eigentlich in einer denkbar unglücklichen Position ist und wie Eisenflechter schreibt als Begleiterkrankung auch Depressionen haben könnte.

      Wie Du so schreibst scheint Ihr zusammenzuhalten und zusammenzuhelfen, d.h. im Team könnt ihr da was reißen.
      Was macht Dein Sohn beruflich, was hat er für Ziele?
      Weil so wie Du ihm mit dem aufgeräumten Zimmer auf einen Schlag so eine Art glückliche Zukunftsvision beschert hast, so bräuchte er das wahrscheinlich auch in anderen Bereichen.

      Dass ihm die Tränen gekommen sind, kann ich nachvolllziehen. Ich wenn ich Rießenfortschritte gemacht habe und immer noch viel Energie reinstecke, macht mir die Desorganisation immer noch schwer zu schaffen (ich kann mein komplett aufgeräumtes Zijmmer innerhalb von 5 min in einen Saustall verwandeln).
      Das mit dem aufgeräumten oder besser gesagt gut strukturierten, geordneten Zimmer, wo alles seinen Platz hat, ist so immens wichtig.


      Warum habe ich heute meine Sportübungen nciht gemacht? Weil der Boden nciht gekehrt war? Warum war er nicht gekehrt? Weil Zeug auf dem Boden rumliegt. :(

      Warum habe ich dies oder jenes vergessen mit zunehmen heute? Weil es irgendwo lag und ich nicht drangedacht habe. :(

      Warum bekomme ich keine Überraschungsbesuche? bzw. allgemein selten Besuche? Weil es peinlich werden könnte. :(

      Warum kann ich mich nicht aufraffen, dies oder jenes zu erledigen? Weil ich das Zeug erst zusammensuchen muß und mich dann nicht entscheiden kann, wo ich es ablegen soll, weil doch irgendwie noch nicht alles seinen Platz hat, oder weil ich immer noch zuviel davon habe etc. :(
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Planlos“ ()

      Warum zögert es sich immer ewig hinaus mit rauskehren, rauswischen, Bad putzen? Weil oft irgendwo was rumliegt. :(

      Warum greife ich zur Chipstüte und lass die gekauften Zutaten schlecht werden? (Weil ich wegen schlechter Planung Rießenkohldampf habe und) weil die Küche nicht aufgeräumt ist und ich erstmal abspülen müßte. [Witzigerweise, wenn ich alle Jubeljahre mal Ritalin nehme, fange ich sofort an die Küche sauberzumachen, weil es fürs regelmäßige Essen so wichtig ist].

      Warum habe ich was vergessen, obwohl ich es aufgeschrieben habe? Weil der Zettel irgendwo zwischen den ganzen andern Zetteln verschwindet und der Stapel mich so vorwurfsvoll ansieht, dass ich mich nicht in seine Nähe wage. :(

      Warum mache ich nichts und sitze nur vorm PC statt aufzuräumen? Weil es soviel ist, dass ich garnicth weiß, wo ich anfangen soll. :(


      naja, jetzt habe ich sehr viel über mich geschrieben, aber du schreibst, du willst deinen sohn verstehen, also jetzt verstehst du bestimmt auf jeden fall, welchen anteil das chaos an der ganzen strukturlosigkeit im alltag und dem vergessen zu tun haben kann.
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Planlos“ ()

      Oh Gott,

      wie schrecklich! Das ist sooo wahr! Alles, was Du schreibst Planlos!

      Warum bekomme ich keine Überraschungsbesuche? bzw. allgemein selten Besuche? Weil es peinlich werden könnte. unglücklich


      Ich finde Menschen so interessant und bin so neugierig auf das, was sie zu sagen haben und ich denke ich bin auch nicht gerade schüchtern in diesem Punkt ;) ...
      dennoch - auch ich versuche Besuche bei mir zu vermeiden :(

      (Manche dürfen aber immer kommen!!! ;) )

      LG, angi
      @planlos

      Mein Sohn ist im Verkauf tätig und damit absolut glücklich, weil er seine Kunden "zutexten" kann. Er verkauft sehr erfolgreich und bei seinem jetzigen Arbeitgeber ist er wie ein Familienmitglied. So etwas habe ich ihm immer gewünscht, denn ein häufiger Stellenwechsel war bisher normal.
      Leider hat er dort in der heftigen Phase Mist gebaut und wurde zunächst gekündigt. Nun kann er aber vorerst weiterarbeiten und ich hoffe, dass das auch so bleibt.
      Original von angi versuche Besuche bei mir zu vermeiden :(


      Mir ist das selbst erst vor Kurzem klargeworden wie stark "das bißchen Unordnung" den sozialen Bereich beeinflußt. :(

      Original von angi
      (Manche dürfen aber immer kommen!!! ;) )


      Dito! :]


      Ich muß einfach bald mal wieder Leute einladen und das üben :D
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Original von coni
      @planlos

      Mein Sohn ist im Verkauf tätig und damit absolut glücklich, weil er seine Kunden "zutexten" kann. Er verkauft sehr erfolgreich und bei seinem jetzigen Arbeitgeber ist er wie ein Familienmitglied. So etwas habe ich ihm immer gewünscht, denn ein häufiger Stellenwechsel war bisher normal.
      Leider hat er dort in der heftigen Phase Mist gebaut und wurde zunächst gekündigt. Nun kann er aber vorerst weiterarbeiten und ich hoffe, dass das auch so bleibt.


      Hallo coni,
      das sind gute Aussichten. Weil dann muß er "nur" das private Leben in Griff kriegen und hat nicht dort auch noch eine Baustelle (vorausgesetzt das klappt weiterhin so gut).

      Wenn Du so noch Fragen hast, immer raus damit :) Vielleicht kommen noch weitere Fragen, wenn Du die ersten ADS-Bücher durchgelesen hast.

      Ich stand irgendwann da und dachte: ok, da steht jetzt drin, was ADS ist und was es für Symtome hat und das man sich das mit den Medis und der Therapie überlegen soll, aha. Und was kann ich jetzt konkret dagegen tun? Wie gehe ich jetzt vor, um etwas zu ändern?
      Mir hat es z.b. geholfen mir einen Teilbereich vorzunehmen und dazu jeden tAg Notzien zu machen, dadurch hat sich etwas geändert.

      lg, Planlos
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......

      RE: Möchte unseren Sohn verstehen

      Original von Eisenflechter
      ...vermehrter Selbsthass ersetzen wir durch starke innere Agressionen. Teilweise mit Hass und Gewaltphantasien, Wut die sich über die Jahre angestaut haben und jetzt ein Ventil benötigen. Aber trotzallem sensibel und einfühlsam....




      ja, du beschreibst es treffend
      Nachdem wir inzwischen drei Bücher über ADS/ADHS zu Hause haben und wir fleißig darin lesen, bin ich immer wieder erstaunt, wie sich plötzlich die Puzzelteile eines Lebens wie von selbst zusammenfügen. Vor allem beim ADS-Erwachsenenbuch dachte ich, ich lese die bisherige Lebensgeschichte meines Sohnes.
      Ich habe auch die Grund- und Hauptschulzeugnisse rausgeholt und man ließt die Beurteilungen jetzt mit anderen Augen. Hier einige Ausschnitte:
      1. Klasse: ...dem geforderten Tempo beim Bereitlegen von Heften...kommt er nicht immer nach; ...spielt häufig mit seinen Arbeitmitteln und ist abgelenkt; ...übersichtliches Schreiben...bereitet ihm Schwierigkeiten
      2. Klasse: wartet im Unterricht nicht, bis er an der Reihe ist; sucht sich in der Freiarbeit nicht sofort Übungen und verliert manchmal die Zeit; Schreiben strengt ihn an; liest nicht zügig und fehlerfrei (passiert auch jetzt manchmal noch); Unsicherheiten in Mathematik;
      In der 3. Klasse mangelt es an Aufmerksamkeit und Zielstrebigkeit, er braucht immer noch Zuwendung vom Lehrer
      4. Klasse: Es fehlt die nötige Aufmerksamkeit
      5. Klasse: Sein Verhalten ist nicht altersgerecht
      6. Klasse: Neben Mitschülern zu sitzen bereitet ihm Probleme, da er ihre Schwächen nur schlecht akzeptieren kann und sich zu häufig ablenkt; schlecht Schrift; erfindet nicht ganz wahre Geschichten um Mitschüler in ein schlechtes Licht zu rücken.
      7. + 8. Klasse: Ablenkung durch Nebenbeschäftigungen, Hefteinträge wurden nicht in angemessener Zeit fertig. Nicht immer guter Kontakt zu Mitschülern.
      9. Klasse: ...bemühte ich um eine gleichbleibende gute Arbeithaltung; ...arbeitet am liebsten alleine...

      Gar nicht zu reden von unzähligen verschusselten Stiften, Linealen usw

      Natürlich stehe auch positive Dinge im Zeugnis ;-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „coni“ ()

      Hab mal ne Frage an die ADS/ADHSler:

      Wenn ein "Normaler" mit euch über irgendein Thema redet und der "Normal" meint von sich selber, dass er ganz normal redet (also normales Tempo und Lautstärke und inhaltlich verständlich), hat dann der ADSler trotzdem das Gefühl das der "Normale" ihn zutextet? Wie empfindet ihr das?
      Mein Sohn meint nämlich, dass ich immer zuviel rede und nicht aufhöre. Mir kommt das aber nicht so vor und ihn nervt es total.
      Vielleicht hab ICH am Ende tatsächlich ein Problem damit und merke es nur nicht? Aber von anderen hab ich das noch nie gehört.
      Hallo Coni,
      mir geht es oft so, dass ein Thema "totgeredet" wird, also beispielsweise das Thema Klausur einmal angesprochen wird und dann gefühlte zwei Monate über nichts anderes geredet wird. Deshalb hab ich immer die Fahrten zu meiner Oma gefürchtet - 90 Minuten im Auto mit meiner "normalen" Mutter, die mich zutextet -und man kann nicht weg!! :rolleyes:
      Themenwechsel sind auch nicht gern gewünscht.

      Manchmal ist es aber einfach auch nur ein Mißverständnis, könnte ich mir vorstellen:
      Du, als Mutter, redest über ein Thema, das dich interessiert. Weil von deinem Sohn keine Zustimmung/Ablehnung/sonstige Reaktion kommt, die sagt, dass er zuhört, redest du weiter, um deinen Standpunkt noch mal deutlicher zu machen. Es könnte ja sein, dass dein Sohn einfach nicht verstanden hat, was du genau meinst. Da aber immer noch keine Reaktion kommt, redest du weiter. Wenn er es anders sehen würde, könnte er ja mit Gegenargumenten aufwarten. Und so geht es wieder im Kreis...bis er irgendwann den Hammer "Text mich nicht zu, Mensch!" kommt.8o
      Aus Sicht des Sohnes, vielleicht:
      Mutter erzählt von etwas, das mich nicht wirklich interessiert, aber aus Höflichkeit höre ich zu.
      Nach fünf Minuten, in denen ich nicht reagiert habe, sollte sie eigentlich merken, dass das Gespräch für mich nicht produktiv ist - aber sie redet weiter. Vielleicht noch lauter und gestenreicher.
      Dabe habe ich längst verstanden, ziehe aber vor, keinen Standpunkt zu beziehen, weil es sonst zu einer Diskussion führt, für die ich keinen Nerv habe.
      Nun redet sie IMMER NOCH, und ich habe 100 andere Dinge im Kopf, die auch gedacht/gehört/gemacht werden wollen, und die mir dringender sind, als ein Gespräch über ein Thema, mit dem ich gerade jetzt nicht viel anfangen kann bzw. mich nicht auseinander setzen möchte. Weil aber immer weiter auf mich eingeredet wird, platzt mir dann der Kragen, und das "Text mich nicht zu, Mensch!" findet seinen Weg ganz von allein über meine Lippen.
      Nicht böse gemeint...nur überfordert. :)
      Manchmal können ADSler auch nichts mehr aufnehmen, zuhören.

      Gerade wenn er im Job auch viel redet, Kunden zuhören muss, um ihre Wünsche zu erfahren, braucht er zu Hause Auszeit.

      Und wahrsch. drehen sich Eure Gespräche ja immer um seine Probleme?
      Irgendwann will man auch selber sich mal Pause gönnen vom "Anderssein".
      Es ist nicht schön, immer anders zu sein, manchmal ist es wunderschöön.

      Manchmal schreibe ich meinen Kinder was auf, wenn wir nicht mehr reden können, wollen.
      Schreibt Euch Zettelchen, Briefe, ist doch auch schön?

      Jetzt möchte ich Dir mal ein Kompliment machen, dass Du so hinter Deinem Sohn stehst und für ihn da bist.

      Das ist nicht immer so selbstverständlich.

      Hut ab :).

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).