ADHS später Alzheimer?

      ADHS später Alzheimer?

      Hallo,

      ganz kurz: Ich weiß nicht, ob ich ADS hab, bin noch bei der Diagnose.

      Meine Mutter wird grade scheinbar dement.

      Irgendwie hatte ich gehofft, dass sie vielleicht nicht dement wird (ihre MRT-Bilder usw. sind auffällig und sie muss das noch in einer neurologischen Klinik abklären lassen) sondern die Auffälligkeiten vielleicht von ADHS kommen, wenn ich es haben sollte (und meine beiden Brüder, der eine nur mütterlicherseits, zeigen auch ziemlich deutliche ADHS-Symptome), könnte ich es ja von ihr vererbt bekommen haben.

      Auf jeden Fall habe ich irgendwo gelesen (finde die Seite nicht mehr), dass ADHS-Erkrankte mit hoher Wahrscheinlichkeit später auch Alzheimer kriegen.

      Wisst ihr da was drüber?

      Irgendwie ist das ziemlich hart, wenn es so ist, so eine "Laufbahn" vor sich zu sehen, vor allem, weil meine Mutter auch noch recht jung ist, nicht mal 60.

      Hab die Seite gefunden: toxcenter.de/artikel/ADHS-geht-in-Alzheimer-ueber.php

      Ist ja eher reißerisch. Keine Ahnung, ob man dem Glauben schenken kann. Angeblich ist Amalgam ja auch doch nicht so schlimm, wie behauptet. Meine Mutter hat Amalgamfüllungen, ich nicht.

      Ist auch eigentlich Quatsch, sich darum zu sorgen, dennoch würde mich ein eventueller Zusammenhang interessieren.

      LG,
      Feline
      Nothing is static, everything is evolving, everything is falling apart. Sogar die Mona Lisa zerfällt.
      Hi Feline,

      ich hab mal irgendwo gelesen, dass Frauen mit unentdeckter ADS wenn sie in die Wechseljahre kommen DENKEN, dass sie dement werden, weil sie Gedächtnisprobleme bekommen.
      Bei meiner war es auch so, dass sie uns immer sagte, sie vergißt plötzlich Sachen und sich Sorgen gemacht hat.
      ~ ~ Leinen los ~ ~ Segel setzen ~ ~ Ahoi! ~ ~

      ..... &.... Frühling ist eine Einstellung! :] ...... &......
      Meine Mutter leugnet/überspielt es. Und ihre Wechseljahre sind schon länger vorbei.

      Planlos, wie stark haben sich bei deiner die Symptome überschnitten und war sie beim Neurologen? Mich würde interessieren, wie sehr sich da z.B. Bilder vom Gehirn ähneln und ob sie sich überhaupt ähneln.
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      ich glaube sie war nicht direkt beim neurologen, bzw. es gibt keine bilder.

      bei meiner mutter kann man es nicht so genau sagen, weil sie - v.a. seit sie in rente ist - ausgeprägtere hochs und tiefs hat (das übliche ;-) ) Da spielt vieles rein, was sie jeweils beschäftigt/ablenkt.
      ich weiß nur, dass sie subjektiv eben angst hatte, dement zu werden.
      sorry, dass ich dir da nicht weiterhelfen kann.

      wie steht deine mutter zu ads? also denkt/weiß sie, dass sie es hat?

      achja, bei meiner mutter ist da auch diese schilddrüsensache. kommt alles zamm.
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      ADS war nie Thema bei uns, erst durch mich, aber meine Mutter kapiert das gar nicht richtig, ich erzähle zwar manchmal, aber sie vergisst das sowieso immer wieder.

      Sie hat Wortfindungsstörungen, weiß nie, welcher Tag ist, teilweise nicht mal das Jahr (manchmal weiß sie es auch) und kann sich absolut nichts merken.
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      oh, das ist schon heftiger als bei meiner.
      ob und wie es zusammenhängt ist wahrscheinlich garnicht so wichtig, sondern, dass du dich über beide themen informierst (machst du ja eh).
      du schreibst "wird gerade dement", das hört sich nach einer plötzlichen, schnellen entwicklung an. es muß nicht unbedingt demenz/alzheimer sein, vielleicht hat es andere (körperliche) ursachen.
      ich wünsche dir auf jedenfalls alles gute und dass die entwicklung sich aufhalten/verlangsamen/umkehren läßt!
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      Es geht seit ca. 2 Jahren so. Aber es wird schlimmer.

      Ich hoffe immer noch, dass es was anderes ist. Zu wenig Flüssigkeit oder sowas.

      Komischerweise war Blutbild usw. unauffällig. Ob das nun für oder gegen Alzheimer spricht - keine Ahnung.
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      Hallo Feline

      ach du arme, ich weiss was du durchmachst.

      Meine Mama starb vor 9 Jahren an Alzheimer, nach 6 Jahren schnellem Verlauf, mit 68, aber bestimmt schon 5 Jahre vor der Diagnose war sie extrem vergesslich und zerstreut. Zuvor war sie das nicht, das ADHS habe ich auch nicht von ihr, sondern von meinem Papa, der pflegte sie trotz ADHS rührend.

      Ich half so gut es ging, unsere Kids waren da noch klein, aber ich war Samstags immer bei meinen Eltern, von ca 9 bis 13.00, so kam mein Vater mal raus, ich kümmerte mich um Maman und kochte dann mit ihr das Mittagessen. War das manchmal ein Chaos :-) Am Donnerstag war sie bei mir, ebenfalls Chaos pur. Sie war immer ganz glücklich, nur zu Beginn der Krankheit war sie traurig.
      Was haben wir da manchmal gelacht. Ich denke das war unsere Stärke. Wir konnten immer herzlich über die Situationskomik lachen. Manchmal lachen wir heute noch....

      Und an besonderen Tagen, wie Konfirmation meiner Kinder oder Abifeier wache ich mit einem Knoten im Bauch auf, weil sie nicht da ist. Meinem Vater geht es ebenso, er kommt dannn immer ganz traurig zum Fest. Ich sage ihm dann aber immer, es sei doch toll dass sie uns noch fehle! Das heisst doch, dass sie uns immer noch viel bedeutet!
      Die Beziehing zu meinem Papa hat sich dadurch stark gestärkt. Ich werde ihm ewig dankbar sein, dass er sich so lieb um meine Mutter gekümmert hat. Er hat innert kurzer Zeit die gesammte Haushaltführung erlernen müssen, das nützt ihm auch heute noch.

      Ist deine Mutter auch noch jünger? Mit 60 ist der Verlauf oft viel damatischer als mit 80.
      Die Diagnose sollte ein Neurologe stellen.
      Lieber Gruss
      Hallo,

      mein Vater tut sich aber extrem schwer damit, vor allem, weil es so überraschend kam und so unfair ist, nehme ich an. Wer rechnet damit - die Kinder endlich aus dem Haus, wollte man seinen Lebens...nachmittag (-abend ist mir mit 50 noch zu drastisch ;)) genießen und dann sowas.

      Die Diagnose wurde von einem Neurologen gestellt, es gibt halt nur keine körperlichen Befunde...trotzdem entspricht ihr Verhalten eben Alzheimer, also hat sie offiziell Alzheimer.

      Lachen muss ich um ehrlich zu sein auch manchmal, wenn es mal wieder ganz absurd wird, aber außer mir keiner. Das Problem ist, dass keiner so recht an Alzheimer glauben kann/will und die heimliche Hoffnung besteht, es würde vllt. wieder irgendwann. Wie auch immer das passieren sollte. Ich hab das Gefühl, das wird alles irgendwie verdrängt und aufgeschoben, nach dem Motto: Ist vielleicht gar kein Alzheimer, hoffentlich, aber um weitere Meinungen einzuholen, fehlen mir die Nerven und die Zeit, und so hoffen wir das Beste und schieben es ansonsten weit weg.

      Ich würds auch besser finden, wenn mein Dad sich Entlastung holen würde, anstatt auch noch den Haushalt machen zu müssen und somit für komplett alles verantwortlich zu sein. Leicht ist das bestimmt nicht. Das Ding ist, dass mein Bruder und ich auch relativ weit weg wohnen, und nicht kurzfristig einspringen können.
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      EINFACH....einfach ist gut!

      :rolleyes:

      Das Drama bis zur Diagnose...du hättest es erleben müssen. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis die endlich stand.

      Eigentlich will ich das hier auch gar nicht diskutieren. Ich wollte nur antworten auf die vorigen Fragen.
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      ..hallo. ich bin 50 und welcher wochentag heute ist spielt fuer mich auch keine so rolle, weil es einfach keine gruende gibt die zu verfolgen. Die Jahreszahl muss ich auch manchmal nachdenken weil ich sie so selten brauche und wie alt meine Kinder sind.... Ich braeucht jetzt keine Diagnose dafuer. Was wuerde dass denn helfen ? wo hat sie denn konkretere Probleme?
      Erzähl mir nichts. Das wird hier allmählich echt lächerlich. Schau dir doch nen Alzheimerfall an, dann weißt du, was sie für Probleme hat. Wir reden hier nicht von mal Wochentag vergessen. Wir sprechen hier von jemandem, der teilweise nicht mal seinen eigenen Namen weiß und kleinste Dinge nicht mehr auf die Reihe bekommt. Muss ich jetzt echt diese Krankheit erklären? Willst du mir jetzt echt erzählen, sie hätte nichts oder das sei normal?

      Wenn ihr keine Ahnung habt, dann seid froh darüber. Ich wünsch euch, dass es so bleibt. Aber dann wiegelt bitte die Tatsachen nicht ab. Das ist Unsinn.
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      @Feline,
      ups, dann ist es wirklich nicht einfach.

      Wo gibt es denn Hilfe für Euch als Angehörige?

      @sums,
      lach, ja so geht es mir manchmal auch, wenn man berufstätig ist, weiß man ja das Tagesdatum, momentan bin ich das nicht, da muss ich schon mal überlegen, und neulich das Geburtstdatum der Kids verwechselt.....Alzheimer???
      Mein Arzt meinte, das wäre in meinem Alter normal, kein Grund zur Beunruhigung.... ;( 8).

      Aber wenn der Alltag, die Umwelt massiv darunter leidet, so wie bei Euch, Feline, dann ist es nicht mehr lustig.

      Schick Dir und Deinem Vater mal eine große Kraftportion rüber.

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      hallo liebe feline.

      ich möchte erstmal sagen,es ist nicht okay die leute hier so an zu gehen,denn du bist hier in einem AD(H)S forum und nicht in einem für angehörige von menschen mit alzheimer oder demenz,wenn wir hier also nicht so den durchblick haben,ist das normal!
      wenn du wirklich nach hilfe für deine mutter suchst,wende dich an kliniken oder an selbsthilfegruppen für angehörige,da wirst du wohl viel eher das finden was du hier offensichtlich nicht bekommst,nämlich hilfe,von menschen die wissen wovon sie reden!

      und ob ad(h)s und alzheimer oder demenz einen zusammenhang bilden,wird dir auch nur ein medizinier bestätigen können.

      ansonsten,kann ich nur sagen das es mir für dich sehr leid tut das mit deiner mutter so ansehen zu müssen und ich wünsche dir und deiner familie wirklich von herzen ganz viel kraft und deiner mama wünsche ich,das es ihr trotzallem gut geht und sie vielleicht auch noch tage haben wird an denen sie viel spaß mit euch haben kann,an denen ihr lachen könnt,denn darauf kommt es an.
      Ich würde mich gern geistig mit dir duellieren, aber ich sehe, du bist unbewaffnet.

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