2 Workshops im Mai....

      2 Workshops im Mai....

      Hallo !
      Ich möchte Werbung für 2 Workshops für ADHS-Erwachsene machen.

      Los geht es am 2. bis 3.5.2009 in Bad Bevensen mit einem Workshop zu Emoflex (R) bei ADHS.
      Einige werden von dem Verfahren schon gehört haben, bei dem ein neuer Erklärungs- und Veränderungsansatz für Störungen der Regulationsdynamik verwendet und praktisch zur Selbsthilfe geübt wird.
      Stark vereinfacht werden Probleme / Blockaden (aber auch verborgene Ressourcen) in abstrakte Bilder übersetzt und durch wache Rem-Phasen (= Augenbewegungen oder andere Rechts-Links-Stimulation) verarbeitet. Quasi eine Art Bildbearbeitung im Gehirn nicht nur für Bilderdenker....

      Referenten sind der "Erfinder" Johannes Drischel und meine Wenigkeit (Martin Winkler)


      Am Wochenende drauf bin ich dann auf Sylt. Vom 8. bis 10.5.2009 veranstalte ich einen Workshop zum Thema ADHS bei Erwachsenen mit einem Schwerpunkt auf Familie bzw. Partnerschaft. Der Workshop richtet sich somit bewusst auch an die Angehörigen (einschliesslich Kinder, die gerne mitgebracht werden können).

      Der Ort ist so gewählt, dass man in ungezwungener Atmosphäre sich austausch kann (Jugenderholungsheim Puan Klent).

      Wer mehr Infos dazu haben möchte, wendet sich bitte an meine Frau Romy (besser-als-erwartet.de) oder an mich (dr.martin.winkler(at)googlemail.com)

      Martin Winkler

      RE: 2 Workshops im Mai....

      Original von stdionys
      Stark vereinfacht werden Probleme / Blockaden (aber auch verborgene Ressourcen) in abstrakte Bilder übersetzt und durch wache Rem-Phasen (= Augenbewegungen oder andere Rechts-Links-Stimulation) verarbeitet. Quasi eine Art Bildbearbeitung im Gehirn nicht nur für Bilderdenker....

      Hört sich an, als hättet Ihr ein bißchen EFT mit NLP zusammengemixt und dem Ganzen einen neuen Namen gegeben, damit es sich besser verkaufen läßt :rolleyes: :D

      RE: 2 Workshops im Mai....

      Nein. Leider (?) nicht.

      Der Hintergrund ist anders. EFT kommt zum Beispiel gar nicht vor.
      Emoflex bzw. die Synchronisation der Regulationsdynamik geht davon aus, dass bei einer hohen Empfindsamkeit bzw. Reizfilter"schwäche" Wahrnehmungen bzw. Emotionen und Impulse anders verarbeitet werden. Eigentlich "nicht verarbeitet", sondern wie Traumablasen erstmal weggelegt. Üblicherweise würde man im REM-Traumschlaf die Eindrücke des Tages verarbeiten können und zu Lernerfahrungen integrieren. Bei chronischem Stress bis hin zu Reizüberflutungen bzw. erlebter Ablehnung etc. läuft dies schief, zudem haben ADHSler 16 min weniger REM-Schlaf pro Nacht (im Mittel).

      NLP wäre eine Submodalitätenarbeit, die auch bei Emoflex mit angewandt wird. Die Werkzeuge und das Grundprinzip sind anders.

      Stark vereinfacht werden ausgehend von einem präsenten Erlebnis bzw. Problem die damit assoziierten Netzwerkinformationen im Gehirn aktiviert. Das läuft im Prinzip wie eine gebündelte Synästhesie. Dann wird von einem Erlebnis über Timelinearbeit auf alle ähnliche verallgemeinert (das wäre ja vielleicht auch noch NLP). Weitergehend ist aber, dass eben im Gegensatz zu EMDR dann diese abstrakten "Bilder" mit Rechts-Links-Stimuli bearbeitet werden und man in immer abstrakter Beschreibungsebenen kommt.

      Zudem gibt es dann Werkzeuge, die sich auf die Reizfilter gegenüber Anderen (Abgrenzung bzw. Spiegelneurone) und auf die Aufmerksamkeitssteuerung bzw. Ich-Orientierung selber beziehen.

      Glaub mir, es ist völlig anders als bekannte NLP bzw. EMDR-Formate.

      Im Grundkurs gehen wir aber nicht so tief in die Theorie, eher in die Anwendung. Emoflex in dieser Stufe hiflt gegen innere "Klemmen", die immer und wieder auftreten (und täglich grüsst das Murmeltier), aber auch Konflikte mit Chefs oder Schwiegermüttern, Phobien etc.

      Vielleicht ist aber im forum ja auch eine Leserin, die schon selber Erfahrung damit gemacht hat, wie es wirkt.

      Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „stdionys“ ()

      Weitergehend ist aber, dass eben im Gegensatz zu EMDR dann diese abstrakten "Bilder" mit Rechts-Links-Stimuli bearbeitet werden und man in immer abstrakter Beschreibungsebenen kommt.

      Hmm, sowas kenne ich aber auch aus dem NLP. Allerdings muß ich zugeben, dass ich NLP bei Bandler selber gesehen habe, da lernt man ein paar Formate mehr, als das was in Büchern steht bzw als das, was man je nach Trainer lernt.

      Zudem gibt es dann Werkzeuge, die sich auf die Reizfilter gegenüber Anderen (Abgrenzung bzw. Spiegelneurone) und auf die Aufmerksamkeitssteuerung bzw. Ich-Orientierung selber beziehen.

      Das hört sich schon eher interessant an. Wobei das Hauptproblem bei all diesen Techniken eigentlich sowieso ein ganz anderes ist. Es geht nicht darum, immer neue Werkzeuge kennenzulernen, man muß vielmehr daran denken, sie bei Bedarf anzuwenden.
      Hallo,

      ich war mal kurzzeitig etwas im Netz unterwegs und habe einige Beiträge zu diesem Thema gefunden.

      Die Verbindung zu ADHS hatte ich so gar nicht direkt vermutet.

      Ich nehme an, es scheint für den Anwender durchaus wichtig zu sein, die Denkstrukturen bei ADHS (oder wie man es auch nennen mag ;)) zu kennen, ansonsten können natürlich auch solche Methoden wie NLP oder EMDR kontraproduktiv angewendet werden.

      Gerade das Thema Selbsregulationsfähigkeit zeigt doch, wie wichtig es ist, prüfen zu lassen, inwieweit die eigenen Regulationsmechanismen (noch) greifen. Das ist nach meiner Ansicht nur über eine fachgerechte Diagnostik möglich, welche allen weiteren Interventionen voran gehen sollte.

      War denn jemand hier aus dem Forum bei diesen Workhops? Ich finde die Thematik hochinteressant.

      Mondkind

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „mondkind“ ()

      Ich antworte mal "gesammelt" :

      Die Reizfilterproblematik für "emotionalen Lärm" durch anderen Menschen kann man wirksam mit Emoflex "filtern". Man übersetzt dazu "einfach" das Lebensgefühl "anderer Menschen" bzw. auch fiktiver Figuren (Charlie Brown, der Goldfisch im Aquarium) und macht Augenbewegungen. Wenn man das für so 20-50 verschiedene Emotionale Zustände gemacht hat, lernt das Gehirn die Differenzierung auf emotionaler Ebene zwischen eigenem Gefühlschaos und dem Gefühlschaos, das vielleicht eine Tischnachbarin gerade hat, weil ihr Sohn in der Schule vor dem Rausschmiss ist oder sie eigentlich zu ihrem Geliebten nach Süddeutschland umziehen will, aber sich nicht traut.

      Das muss man aber auch mal praktisch erleben.

      NLP ist nicht belastungsstabil. Die Werkzeuge von NLP können kurzfristig helfen, bei Stressbelastung "schnappt" es aber wieder in den alten Zustand. Ausserdem widerstrebt es dem ADHS-Gehirn sich manipulieren zu lassen (ADHSler stossen Fremdkörper bzw. -ideen ab). Emoflex ist da dahingehend anders, dass es eben zwar in Bildern arbeitet, aber der Anleiter (Therapeut?) nicht wirklich manipulierend eingreift. Es ist immer wieder die gleiche Anleitung, die man im Prinzip allein durchgehen kann.
      Es ist nicht die andere Denkstruktur. Es ist eher so ,dass ADHSler in Bildern fühlen. Und eben mehrere Sachen gleichzeitig fühlen. Da ist es schwer, allein mit NLP die Übersicht zu behalten.

      (Das stimmt natürlich dahingehend nicht, dass der Therapeut eine gewisse Übersicht und damit auch Zielrichtung verfolgt und vielleicht bestimmt Entwicklungen eher fördert bzw. gerade bei Dissoziationen / Trauma unverzichtbar ist, weil das Gehirn da eben gerade einen Schutz einbaut, den man bei Eigenanwendung nicht knacken soll / kann).