Verdacht auf Ad(h)s auch bei meiner 3 j .Tochter

      Verdacht auf Ad(h)s auch bei meiner 3 j .Tochter

      Hallo

      Mein LG und Papa unserer Kleinen hat ja diagnostiziertes Adhs.

      Naja, von dem her hab ich mich damit viel beschäftigt und seit einiger Zeit hatte ich einen ganz ganz kleinen Verdacht, dass meine Tochter vielleicht auch in die Richtung geht (auch wenn ich lieber in die andere Richtung geschaut hätte).

      Und im November kam sie in den Kiga und da fing es mir auf, aufzufallen, dass sie anders ist ... Naja, nach nun fast 3 Monaten bin ich auf die Erzieherin zu und hab mich genau nach den Probs mit meiner KLeinen erkundigt und erwähnt, dass sie eventuell in Richtung Adhs gehen könnte.

      Die Erzieherin meinte am Montag noch, nein, glaubt sie nicht, wird es aber im Hinterkopf behalten.

      Nun und heut (3 Tage später) ist sie zu mir und hat gemeint, sie glaubt auch dass ich recht habe und dass es eben zu empfehlen wäre, frühzeitig mit Förderung und Therapie anzufangen.

      Was ihr an meiner kleinen auffiel:

      - schaut nie wem in die augen
      - knüpft keine Kontakte (die erzieherinnen ignoriert sie mit einer sturheit, das ist unfassbar)
      - spielt zwar neben anderen Kindern, aber nicht mit - ist immer in ihrer eigenen Welt
      - räumt nicht gerne auf
      - ist sprachlich nicht so wie weit wie sie sollte
      - ist die "aktivste" im sesselkreis

      naja, waren wohl auch noch andere punkte, aber ich bin noch etwas durcheinander.

      als nächsten schritt möcht ich sie einer adhs spezialistern psychologin vorstellen und bei einer positiven diagnose halt auch entsprechende "kurse" machen .... da muss ich mich halt noch mehr beschäftigen damit

      naja, ich bin mal fertig, hab im ersten moment gar keine luft gekriegt, obwohl ichs ja eh vermutet hatte.

      gut ist auch, dass ich mit der kigatante gesprochen hab, sie war vorher realtiv hart zu meiner kleinen, jetzt sieht sie sie anders und geht viel besser auf sie ein.

      lg
      schneeflo

      RE: Verdacht auf Ad(h)s auch bei meiner 3 j .Tochter

      Original von schneeflo

      als nächsten schritt möcht ich sie einer adhs spezialistern psychologin vorstellen und bei einer positiven diagnose halt auch entsprechende "kurse" machen .... da muss ich mich halt noch mehr beschäftigen damit



      Mach` Dich nicht verrückt - noch ist sie ja recht jung.
      Was sie braucht ist auf jeden Fall Struktur und freundliche Konsequenz...
      Die Probleme, wenn sie`s denn haben sollte, kommen eh` erst in der Schule.
      Bis dahin kann man das noch etwas lockerer sehen.
      Mein Sohn war auch anders, hat nie mit anderen Kindern im Sandkasten gespielt, immer sein eigenes Ding gemacht, viel Blödsinn verzapft, dann im Kiga auch seine "Späßchen" gemacht, aber da wir eine sehr konsequente Kindergärtnerin hatten, hat er sich den Regeln eigentlich auch gut angepasst.
      Warte erst mal ab, lass`sie mal checken, aber mach` Dich nicht fertig. Es ist eh`ein langer Weg, bis alles seinen Gang geht, mach` Dich nicht zu früh verrückt!

      Ich wünsch` Dir viel Geduld mit Deinen Lieben und Dir selbst.


      LG
      " Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. "
      Mal kurz über meinen Sohn...

      Mein Sohn ist mit.... 6,5 ADS Hypo diagnostiziert. Er ist clever (sagt alle Mamas zu ihrem Kind :D ) also zumindest normal wie die andere Kinder... aber er kann nicht in die normale Schule gehen... da er immer abgelenkt und unkonzentriert in der Schule ist.
      Jetzt was mich fertig macht.... sein Arzt kann ihn Medikamenten verschreiben.... aber ich... ich mag eigentlich keine Medikamenten... und schon gar nicht für kleine Kinder....

      was macht ich jetzt....?

      einige sagen:
      dein Sohn hat eine Chance verdient, seine Fähigkeiten zeigen zu können! Was leider oft ohne Medikamente nicht möglich ist.

      die andere sagen:
      quatsch!....er ist doch noch klein, er wird schon irgendwann normal sein und denkt an die Nebenwirkungen.

      was soll ich machen?
      Hallo Schneeflo,

      gut wenn Du rechtzeitig Vermutungen anstellst, so kannst Du dagegen arbeiten.

      Bei meinem Jüngsten habe ich auch immer noch verdächtigen Anzeichen Ausschau gehalten, der Große hatte damals die Diagnose "hyperkinetisches Syndrom", der Mittlere ADHS, und jetzt wusste ich ja, wo die Probleme liegen.

      Mit ihm bin ich auch ins SPZ, aber eher weil er Probleme mit Lesen lernen hat, bei ihm ist kein ADS diagnostiziert, aber eine auditive Teilleistungsstörung.

      Hört Deine Tochter gut?
      Warum ignoriert sie die Erzieherinnen?
      Kurz anfassen, reinholen in die Situation, das würde ihr gut tun.
      Mein Sohn macht das übrigens bei mir auch, er kennt mich ja schon länger ;), kommt mit seiner kleinen Hand und berührt meine Wange.

      In Eurem Fall wäre es hilfreich, wenn die Erzieherinnen wissen, wie sie Deine Tochter optimal unterstützen bzw. es sollte dann eine gute Zusammenarbeit sein zwischen Arzt, Eltenrhaus und KiGa.

      Sieh es aber nicht alles negativ, ADS hat ja unheimlich viele positive Aspekte, die nur leider zu gern übersehen werden.
      Sensibel für andere Stimmungen, Gerechtigkeitsempfinden, tierlieb, kreativ, tolle Ideen...etc.
      Was kann Deine Tochter sehr gut? Was beobachten die Erzieherinnen?

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Original von Chaostin
      Mal kurz über meinen Sohn...

      Mein Sohn ist mit.... 6,5 ADS Hypo diagnostiziert. Er ist clever (sagt alle Mamas zu ihrem Kind :D ) also zumindest normal wie die andere Kinder... aber er kann nicht in die normale Schule gehen... da er immer abgelenkt und unkonzentriert in der Schule ist.
      Jetzt was mich fertig macht.... sein Arzt kann ihn Medikamenten verschreiben.... aber ich... ich mag eigentlich keine Medikamenten... und schon gar nicht für kleine Kinder....

      was macht ich jetzt....?

      einige sagen:
      dein Sohn hat eine Chance verdient, seine Fähigkeiten zeigen zu können! Was leider oft ohne Medikamente nicht möglich ist.

      die andere sagen:
      quatsch!....er ist doch noch klein, er wird schon irgendwann normal sein und denkt an die Nebenwirkungen.

      was soll ich machen?


      Hmm.. eine schwere Entscheidung.

      Was gibt es für Alternativen?

      Leider hat bei uns die Therapie erst gegriffen, als mein Mittlerer medikamentös richtig eingestellt war.
      Jetzt mit 13 fangen wir an, die Dosierung zu reduzieren, und hoffen, dass er es irgendwann nicht mehr braucht, so wurde es uns damals gesagt.

      Unser Großer hat es ohne Medikamente hinbekommen, durch viel Sport, er war im Fußballverein, und hatte zum Glück einen Trainer, der hinter ihm stand, und einen tollen Lehrer.

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Original von Chaostin


      einige sagen:
      dein Sohn hat eine Chance verdient, seine Fähigkeiten zeigen zu können! Was leider oft ohne Medikamente nicht möglich ist.

      die andere sagen:
      quatsch!....er ist doch noch klein, er wird schon irgendwann normal sein und denkt an die Nebenwirkungen.

      was soll ich machen?


      Meiner ist hyperaktiv, also deutlich auffälliger...als er 8 war, ist er diagnostiziert worden. Bekommt auch Medikamente und ich bin sicher, ohne die wäre er trotz bestem Coaching nicht so "normal" wie er`s jetzt ist. Keiner käme auf die Idee, dass er ADHS haben könnte - nicht mal jetzt in den Ferien, wo er komplett ohne Medis ist.
      Die Mütter seiner Kumpels mögen ihn sehr, weil freundlich. höflich und pflegeleicht!
      Wer kann das schon von einem 14jährigen sagen?
      Er hat sich gut im Griff, gelernt hat er das MIT Hilfe der Medis und uns....

      Wenn Du nichts geben willst, ist das Deine Entscheidung, vielleicht ist er ja auch nur eine leichte Form? Und Hypo ist mit Klassenclown und Zappelphillipp, der alles stört und boykottiert, auch nicht zu vergleichen.
      Hypos sind wahrscheinlich eher ihr eigenes Problem, wenn allerdings die lieben Mitmenschen dauernd Sturm gegen Euch laufen würden, er keine Freunde hat und nur gemobbt wird, denkst Du vielleicht anders.
      Aber bei uns hat`s wirklich "gebrannt", ich wollte ihn nicht auf eine Schule für "Schwererziehbare" schicken. Da wäre er gelandet.

      Denk` mal drüber nach, er ist ja noch jung und beobachte mal weiter.
      Und die einzige Nebenwirkung ist bei unserem Sohn, dass er mit Medis nicht so einen Riesenappetit hat. Das holt er aber abends nach!

      LG
      " Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. "
      Hallo Schnneeflo,

      schuldige daß ich Deine Frage ganz oben einfach so mit meine Frage geschnitten habe ;)

      Wie geht’s Deiner Tochter denn inzwischen?
      Ich weiß nicht wann das richtige Alter ist um ADS Diagnose bei einem Kind zu machen. Aber wenn für sie noch zu früh ist, wie wär’s wenn sie erste mal mit Ergotherapie bzw. Logotherapie anfangt? Solche Therapie hilft sehr.

      Grüße,
      chaostin
      Hallo Schneeflocke,

      danke für Deine Antwort.

      hat Dein Sohn ADS Hyper?

      Alternativ für meinen Sohn? Mmmm
      Ich weiß nicht was man noch ausprobieren kann... ich will nicht daß er mehr Zeit „verliert“. Denn er ist schon seit 2 Jahren in einer Sonderschule in das dritte Jahr soll er wieder dahin ... und weil er nicht gut konzentrieren kann... immer abgelenkt... träumen einfach.... ;(

      Ich weiß nicht....

      Grüße,
      chaostin

      *************************************



      Hallo Zicke (bist nicht zickig ;),

      danke auch für die Antwort....

      war auch bestimmt schwierig für Dich das zu entscheiden... zum Glück haben die Medikamenten ihn gut getan... ich wünsche ihm auch daß er irgendwann mal ohne Medis klar kommt.

      Vielleicht habe ich einfach zuviel Sorgen... und wenig Vertrauen (PARDON!!)... und wenig Wissen...
      Ich muß jetzt mehr Informationen schlucken, über „wie helfen die Medikamenten bei ADS Hypo“

      Grüße,
      chaostin
      Original von Chaostin

      Ich muß jetzt mehr Informationen schlucken, über „wie helfen die Medikamenten bei ADS Hypo“

      Grüße,
      chaostin


      Eigentlich genau so, man kann sich dann auch besser auf das Wesentliche konzentrieren und unterscheiden, was wichtig und was unwichtig ist.

      Aber hier musss ein Fachmann ran, es muss ja ausgetestet werden, welches Medikament, und welche Dosierung.

      Wir haben damals Fragebögen bekommen, auch für die Lehrer. Und es wurde nach einiger Zeit überprüft.

      Jetzt haben wir sogar schon reduziert, hier habe ich aber dem Klassenlehrer nichts gesagt, dachte, ich warte mal ab, und es kam nichts, also denke ich, es war ok. so.

      LG schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
      Bitte bitte liebe Leute, was soll dieses Gequatsche von 3jährigen die ADS haben? Oder gar von Therapie oder Medis. ADS/ADHS kann und soll doch erst mit 6 diagnostiziert werden.

      Lasst Euren Kindern die Möglichkeit solange es geht unbelastet aufzuwachsen. Und wenn sie Anzeichen von ADS haben kann ich nur sagen. Na sicher haben sie die, sind doch eure Kids und die ahmen EURE Verhaltensmuster nach.

      Ich könnt die Wände hochgehen wenn ich sowas lese. Das ist Wasser auf die Mühlen derjenigen die ADS für ne Erfindung von überforderten Eltern halten und wenn ich sowas lese ist mir klar wie Menschen auf solche Trichter kommen.

      Sry will niemanden auf den Schlips treten oder bewerten aber da platzt mir mehrfach die Hutschnur.
      Ich sehe die Welt nicht so wie sie ist, sondern so wie sie sein könnte....Was für ein Mann ist ein Mann wenn er nicht versucht seine Welt zu verbessern.
      Hm Lupsi,

      Eigentlich finde ich Deine Antwort richtig gut. Zum einen habe ich auch in meiner Ausbildung gelernt, dass man ADHS bei Kindern nicht vor dem 6. Lebensjahr diagnostiziert, zum anderen wird es aber dennoch gemacht. Ich selbst habe eine dreijährige Tochter. Und ja, ich habe auch manchmal den verdacht, sie könnte ADS haben. Nun ist es natürlich so, dass ich ihr, würde ich das so wirklich einordnen, einen Stempel aufdrücken würde. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sie die Diagnose von unserer hießigen Therapeutin ebenfalls bekäme. Und dann? Bringts was? Ich lasse sie nicht untersuchen- nicht vor der Schulzeit und vielleicht auch gar nicht, je nachdem wie gut sie klarkommt. Sie hätte sonst das Gefühl, anders zu sein, und zwar nicht von sich selbst aus, sondern wegen uns Eltern, die unbedingt vorsorgen wollten. Sowas wirkt sich wahrscheinlich nicht gerade gut aus.
      Andererseits führt die Überlegung, sie könnte eventuell auch ADS haben, aber auch zu mehr Verständnis für sie, beispielsweise bei meinem Mann, dem manchmal echt fast der Geduldsfaden reißt.
      ...Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.

      Franz Kafka
      ..........


      Btw. ich hatte hier geschrieben daß Ergotherapie gut für ihn ist (auch für mich eigentlich). Die Therapie hat gar nix mit ADS zu tun (nicht unbedingt). Er macht die Therapie seit er drei war, weil sein Verhalten etwas zurück ist. Das kann jedes Kind, das braucht, dahin gehen. Alles bis jetzt haben wir spielerisch gemacht. Und er geht gern hin, und dort kriege ich jede Menge Tips was ich noch besser machen soll btw was ich falsch gemacht habe.. ich lerne dort auch viel.

      Oder übertreibe ich mit meine Sorge hier? Ich weiß auch nicht.. ich bin kaputtt jetzt...

      LG Chaostin
      Hmm..zweigeteilt bin.

      Da ich ja 2 Jungs mit Diagnose habe, selber betroffen bin, bei meinem Mann es vermute, und es dann wahrsch. alle haben, beobachte ich bei meinem Jüngsten auch Anzeichen.

      Jedoch aus Erfahrung wusste ich ja schon (der Große ist 9 Jahre älter als der Kleine), was problematisch sein könnte und konnte gegensteuern, wo sich Schwierigkeiten anbahnten.

      Er ist zwar auch im SPZ untersucht worden, bei ihm wurde aber auditive Teilleistungsstörung diagnostiziert, ADHS jedoch nicht.

      Was er wohl hatte, einen super guten Kindergarten, wie auch mein Ältester, die immer unterstützt haben.
      Mein Mittlerer hatte da einfach Pech und denke mal, heute haben wir daran noch zu knabbern.

      ---
      Mein Fazit, wenn da also Schwierigkeiten sind, ob man es ADS nennt, egal, vorsichtig coachen, und einen super tollen KiGa aussuchen...das ist die beste Medizin.

      Und vor allen Dingen, sein Kind annehmen wie es ist - auch wenn die Umwelt blöde kommt...

      LG Schneeflocke
      Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;).
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