Wer hat ne Diagnose und braucht sie nicht mehr..

      Wer hat ne Diagnose und braucht sie nicht mehr..

      und sie ist nur noch Mittel zum Zweck? Oder alternativ dazu, wie denkst du?

      Gedanken....

      Ich bekam die Diagnose und war froh und habe mich dadurch weiter entfalten können, durch das nun noch intensivere mit sich beschäftigen aus einer anderen Sichtweise (Syndromsicht) heraus.

      Nun bin ich woanders angelangt, für mich ein paar Schritte weiter...

      Ich sehe die Diagnose eher "nur noch" als Mittel zum Zweck.
      Ich nutze sie also immer weniger als Erklärungsmodell für mich selbst.

      Vor Fachleuten zuerst als wichtig betrachtet eine Diagnose überhaupt zu haben, wird dann in Zukunft nur noch grundlegendes weiter bearbeitet, wo ich in Zukunft noch viel mehr mit entscheiden werde, da ich natürlich was meine individuellen Abläufe betrifft, es am besten erklären kann also besser als je zuvor, weil ich mich immer besser kennenlernte und kennenlerne umso mehr ich mich mit mir und meiner Umwelt auseinandersetze.

      Es gibt in meinem Verständnis noch kein einheitliches Erklärungsmodell (trotz aller 100%tigen Beweise die existieren)(wo jeder zu 100% reinpasst) für Jeden mit der ADHS Diagnose. Bei jedem den ich kennenlernte (was für manch einen = weil nur persönliche Einzelfallerfahrungen evtl. nicht interessant sind für die Öffentichkeit, sondern nur die Wissenschaft zählt) bemerkte ich immer wieder, machen sich die Sympthome anders bemerkbar, in anderen Ausprägungen, etc, vielleicht weil jeder anders aufgewachsen ist und auch anderen Einflüssen unterlag, wer weiß?

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Toblerone“ ()

      Auch wenn die nach außen erklärten Sympthome von einem Selbst den Anschein im ersten Moment machen, es wäre bei Jedem völlig gleich. Für mich ist es bei jedem völlig individuell wenn man allen Dingen die den einzelnen Menschen betreffen, die er in seinem Leben hatte und hat, berücksichtigt und beleuchtet. Nur ist das eine Arbeit die wirklich viel Zeit und auch eigenes unermüdendes Interesse voraussetzt und natürlich auch der Efolg einen sehr geeigneten Therapeutischen Ansatz zu finden und Therapeutenteam, was einen dort hinführt, also unterstützt wo man hinwill. Jeder will ja woanders hin, ist ja allgemein bekannt. Also gibt es natürlich die verschiedendsten Modelle die helfen könnten.

      Ich wollte nur sagen, wenn ich heute bei einem Fachmann mich vorstelle, sage ich zwar was ich für eine Diagnose habe, aber im Gespräch mache ich schnell klar, dass diese nicht mein Lebensinhalt geworden ist und ich eines Tages einfach nur glücklich und seelisch fit leben will und schon entwickelt sich das Gespräch bei dem dafür richtigen Fachmann, in die für mich geeignete Richtung...oder er sagt : Moment, was richtig ist für sie, entscheide immer noch ich, denn ich bin ja in diesem Bereich der ausgebildete Fachmann, also bitte ich sie um uneingeschränktes bedingungsloses Vertrauen..was das beste für sie ist....= und es beginnt eine Diskussion.....oder wenn nicht möglich....war es das letzte Gespräch...

      Mich würde interessieren wie ihr über eure Diagnose und das zukünftige Leben damit, denkt.




      Ps. wenn mir Jemand mal ne Kommaberatung geben würde, ich würde mich freuen (gebt per PN bescheid, wenn sich wer erbarmt :-) oder markiert mal meine Fehler mit rot, ich lerne gerne dazu, bin dankbar für Tipps)

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      RE: Wer hat ne Diagnose und braucht sie nicht mehr..

      Original von Toblerone
      und sie ist nur noch Mittel zum Zweck? Oder alternativ dazu, wie denkst du?

      Gedanken....

      Ich bekam die Diagnose und war froh und habe mich dadurch weiter entfalten können, durch das nun noch intensivere mit sich beschäftigen aus einer anderen Sichtweise (Syndromsicht) heraus.

      Nun bin ich woanders angelangt, für mich ein paar Schritte weiter...

      Ich sehe die Diagnose eher "nur noch" als Mittel zum Zweck.
      Ich nutze sie also immer weniger als Erklärungsmodell für mich selbst.

      Vor Fachleuten zuerst als wichtig betrachtet eine Diagnose überhaupt zu haben, wird dann in Zukunft nur noch grundlegendes weiter bearbeitet, wo ich in Zukunft noch viel mehr mit entscheiden werde, da ich natürlich was meine individuellen Abläufe betrifft, es am besten erklären kann also besser als je zuvor, weil ich mich immer besser kennenlernte und kennenlerne umso mehr ich mich mit mir und meiner Umwelt auseinandersetze.

      Es gibt in meinem Verständnis noch kein einheitliches Erklärungsmodell (trotz aller 100%tigen Beweise die existieren)(wo jeder zu 100% reinpasst) für Jeden mit der ADHS Diagnose. Bei jedem den ich kennenlernte (was für manch einen = weil nur persönliche Einzelfallerfahrungen evtl. nicht interessant sind für die Öffentichkeit, sondern nur die Wissenschaft zählt) bemerkte ich immer wieder, machen sich die Sympthome anders bemerkbar, in anderen Ausprägungen, etc, vielleicht weil jeder anders aufgewachsen ist und auch anderen Einflüssen unterlag, wer weiß?
      Original von Toblerone
      Auch wenn die nach außen erklärten Sympthome von einem Selbst den Anschein im ersten Moment machen, es wäre bei Jedem völlig gleich. Für mich ist es bei jedem völlig individuell wenn man allen Dingen die den einzelnen Menschen betreffen, die er in seinem Leben hatte und hat, berücksichtigt und beleuchtet. Nur ist das eine Arbeit die wirklich viel Zeit und auch eigenes unermüdendes Interesse voraussetzt und natürlich auch der Efolg einen sehr geeigneten Therapeutischen Ansatz zu finden und Therapeutenteam, was einen dort hinführt, also unterstützt wo man hinwill. Jeder will ja woanders hin, ist ja allgemein bekannt. Also gibt es natürlich die verschiedendsten Modelle die helfen könnten.

      Ich wollte nur sagen, wenn ich heute bei einem Fachmann mich vorstelle, sage ich zwar was ich für eine Diagnose habe, aber im Gespräch mache ich schnell klar, dass diese nicht mein Lebensinhalt geworden ist und ich eines Tages einfach nur glücklich und seelisch fit leben will und schon entwickelt sich das Gespräch bei dem dafür richtigen Fachmann, in die für mich geeignete Richtung...oder er sagt : Moment, was richtig ist für sie, entscheide immer noch ich, denn ich bin ja in diesem Bereich der ausgebildete Fachmann, also bitte ich sie um uneingeschränktes bedingungsloses Vertrauen..was das beste für sie ist....= und es beginnt eine Diskussion.....oder wenn nicht möglich....war es das letzte Gespräch...

      Mich würde interessieren wie ihr über eure Diagnose und das zukünftige Leben damit, denkt.




      Ps. wenn mir Jemand mal ne Kommaberatung geben würde, ich würde mich freuen (gebt per PN bescheid, wenn sich wer erbarmt :-) oder markiert mal meine Fehler mit rot, ich lerne gerne dazu, bin dankbar für Tipps)






      Würde mich über Gedanken freuen, vorallem natürlich auch von Menschen, die in ähnlichen Gedankenkonstrukten gerade sind oder waren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Toblerone“ ()

      wozu ist die diagnose gut ?
      zum aushängen am schwarzen brett ? als persilschein " ich darf jetzt jeden scheiss machen " ?

      ich sehe die diagnose als information für mich, über mich.
      und die diagnose "weggeben" *lachz* .... ein papier kann ich weggeben. die diagnose bleibt.

      jeder sollte die diagnose als hinweis sehen, als benamsung des chaos, um dann, nachdem das nun einen namen hat, mit dem chaos umgehen zu können. leichter zumindest.
      jeder für sich selbst.

      was soll ich dann nicht mehr brauchen ?

      lg,
      Kirsten
      - lebe DICH solange DU lebst, sonst hast du NIE gelebt -
      @ Toble

      Mittel zum Zweck das trifft es gut!
      Ich sehe es so wie du.....ich will mich nicht auf der Diagnose ausruhen sondern mich weiterentwickeln trotz der Diagnose.
      ADS kann meine Charaktereigenschaften auch nicht komplett umschreiben.
      Ich bin sogar der Meinung, daß sich manche Symptome des ADS minimieren lassen, wenn man den Willen dazu besitzt.

      gruss semtex
      eine diagnose ordnet mich in ein feld ein, welches auch ein weites feld sein kann, was ich daraus machen will, das ist das entscheidende!

      wenn ich mich dafür entscheide, ich will mich verändern, weiterentwickeln, dann wird mich letztendlich keine schwierigkeit davon abhalten können.

      ich grüße dich als mensch mit herz8) , meinen verstand habe ich grad für minikurze zeit abgegeben;) (morgen hab ich ihn wieder)
      "... Zu lernen Dinge nicht zu tun ist ebenso schwer wie Dinge zu erlernen. Vielleicht noch schwerer."
      Oma Wetterwachs in Ein Hut voller Sterne von Terry Pratchett
      eine diagnose beruht auf fakten, sollte sie zumindest. und fakten sind da.
      es ist wichtig darum zu wissen und zusammenhänge zu erkennen.
      darauf aufbauend kann jeder für sich selbst weiter arbeiten, individuelle umgangsweisen und workarounds herausfinden.
      in diese from ist dann eine weiterentwicklung vorhanden, die diagnose wird dadurch aber nicht "überflüssig", ist sie doch weiterhin basis der entwicklung.

      entscheidend ist, aus meiner sicht, daß ich einer problematik einen namen geben kann und sie somit greifbarer wird. und erst dann kann ich wirklich das ganze versuchen zu beherrschen. vor allem in unserem fall ist das wichtig, ES zu beherrschen un dsich nicht beherrschen zu lassen. und es ist auch gefährlich, sich auf der diagnose auszuruhen oder medis und therapie als alleiniges allheilmittel anzusehen.
      das selber an sich arbeiten, die eigene weiterentwicklung ist der schlüssel zum erfolg.

      lg,
      Kirsten
      - lebe DICH solange DU lebst, sonst hast du NIE gelebt -

      Das schöne an einer Diagnose ist....

      1. Ich bin nicht alleine
      2. Es ist eine Krankheit und ich bin nicht verrückt
      3. Dann muß es auch Hilfe geben
      4. oder zumindest Hilfestellung
      5. Man hat was in der Hand und kann damit arbeiten
      6. es ist leichter sich selber zu sagen, wenn mann mal wieder dämlich reagiert aha, es war deswegen..
      7. dann kann ich mir den ein oder anderen Fehler vielleicht besser verzeihen, und mach ich nicht auch noch deswegen fertig!!!

      RE: Das schöne an einer Diagnose ist....

      Original von Astrid
      1. Ich bin nicht alleine
      2. Es ist eine Krankheit und ich bin nicht verrückt
      3. Dann muß es auch Hilfe geben
      4. oder zumindest Hilfestellung
      5. Man hat was in der Hand und kann damit arbeiten
      6. es ist leichter sich selber zu sagen, wenn mann mal wieder dämlich reagiert aha, es war deswegen..
      7. dann kann ich mir den ein oder anderen Fehler vielleicht besser verzeihen, und mach ich nicht auch noch deswegen fertig!!!


      Vollkommen richtig :-)
      Ich denke, wenn man die Diagnose schon länger hat, stellt man sich vielleicht die Fragen wie Tobler...
      Wer die Diagnose frisch hat, ist erst mal - aus den o.g. Gründen - froh, sie zu haben.

      RE: Das schöne an einer Diagnose ist....

      Die offizielle Diagnose ist vor allem wichtig

      - wenn man Medikamente bekommen will
      - wenn man den Arzt wechselt und nicht lang und breit erklären will was man hat
      - wenn man eine gezielte Therapie machen will
      - wenn man bestimmte Behandlungen von der Krankenkasse übernommen haben will


      und im Privaten:

      - wenn Andere einem nicht glauben dass man ADS hat
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)

      RE: Das schöne an einer Diagnose ist....

      Original von Schilfrose

      und im Privaten:

      - wenn Andere einem nicht glauben dass man ADS hat


      :D Die anderen brauchte ich gar nicht so lange überzeugen, habe ich das Gefühl. :D
      Kämpfe um das, was dich weiterbringt. Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und trenne dich von dem, was dich runterzieht.
      Hallo

      wie Schilfrose wegen der Medikamente

      und im privaten wenn ich abends meinem Mann verbal an die Gurgel springe, weil mich ein Spruch von ihm so verletzt, da weiss er jetzt wenigstens auch, warum ich so schnell auf 180 bin und geht auf Distanz und versucht mich nicht noch mehr zu provozieren...das war vor der Diagnose anders.

      Gruss

      Spargel
      das ist toll!!! =)

      Meiner will es einfach nicht wahrhaben dass mein "auf 180 rasen" eben auch ein Teil des ADS ist...
      Aber er will sich auch nicht wirklich mit ADS beschäftigen :rolleyes:

      Meint ich müsse halt an mir arbeiten... :rolleyes:
      Es kommt nicht darauf an wie schnell man ist-
      sondern dass man sein Ziel erreicht
      8)